Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Actega DS: TPEs für boomenden Zahnpflegemarkt

In der Bundesrepublik gingen im vergangenen Jahr 168 Millionen Zahnbürsten – weltweit werden sechs Billionen Zahnbürsten pro Jahr verkauft – über den Ladentisch. Auch die Nachfrage nach Zahnseide und Interdentalbürsten zur Reinigung von Zahnzwischenräumen wächst und stieg zuletzt um knapp zehn Prozent.

Auf diesen Markt trifft das Angebot von Actega DS aus Bremen: TPEs der Marke Provamed in den Shore-Härte-Bereichen A 40 bis A 80 für Zahnbürsten und Interdentalbürsten. Grundsätzlich werden hier sowohl naturfarbene als auch transluzente Materialversionen angeboten. Für die Produktion von Handzahnbürsten und Interdentalbürsten im Handelsmarkensegment wurden diese TPE-Rezepturen entwickelt, die Weichheit, individuelle Einfärbbarkeit, angenehmer Haptik und kurze Zykluszeiten im Spritzgießverfahren mitbringen.

PP oder PET in der Hartkomponente, TPEs als Soft-Touch-Element für sicheren Griff: Die meisten Handzahnbürsten werden heute aus bis zu vier Kunststoffkomponenten gefertigt und – das scheint im Markt der Zahnbürsten ein Muss zu sein – und sind generell in einer großen Farbvielfalt erhältlich. Das stellt hohe Ansprüche an die Produktion der Zahnbürsten. Für die ökonomische Herstellung dieses Massenverbrauchsartikels kommt daher die Mehrkomponententechnik zum Einsatz.

Auch Interdentalzahnbürsten bestehen üblicherweise aus mehreren Komponenten: Borsten, Draht und Trägermaterial. Angeboten werden Interdentalbürsten mit festem oder auswechselbarem Griff, unterschiedlich langen Griffen oder auch zum Aufstecken für die elektrische Zahnbürste. Auch die Form der Bürste ist variabel. Sie reicht von „Tannenbaum“ über „Pinsel“ bis zur „Flasche“. Vom Material her sind Griff und Schutzhülle zumeist aus PP, der Hals aus TPE und die Borsten aus PA hergestellt. Zur besseren Reinigung von Zahnspangen, Brücken, Kronen oder Implantaten ist der Draht meist kunststoffummantelt.

Werkzeug- und produktionstechnisch kommt hier ebenfalls das Spritzgießverfahren zum Einsatz, in dem üblicherweise die meist drei Komponenten in voneinander unabhängigen Prozessen produziert werden. Hier wurde kürzlich eine vollständig automatisierte Fertigung, in der sich bis zu 500 Borsten direkt im Einkomponenten-Spritzgießen gemeinsam mit der „Seele“ und der Grifffläche ausformen lassen, vorgestellt: die Interdentalbürste im One-Shot-Prozess.

Die Provamed-TPEs können noch mehr, nämlich Zahnbürsten mit frischem, angenehmen Pfefferminzgeruch, mit beruhigendem Kamille- oder Lavendelroma auszustatten. Der Vielfalt an Düften und Anwendungen sind keine Grenzen gesetzt. Die Additivierung kann mittels hochkonzentrierter Duft-Masterbatches vor der Verarbeitung in der Extrusions- oder Spritzgießmaschine oder in einer separaten Dosiereinheit während der Verarbeitung beigefügt werden. Das gilt für alle Rezepturen. Mit solchen duftcompoundierten TPE kann den Kunden nicht nur die Möglichkeit geboten werden, ihre Produkte ohne viel Aufwand ganz individuell mit einem Duft zu versehen, sondern auch, ihre Anwendungen mit einem ganz neuen Verkaufsargument auszustatten.

www.actega.com/ds
www.provamed.de

Ein Gedanke zu „Actega DS: TPEs für boomenden Zahnpflegemarkt

  1. André Salié

    Im Grunde schreit diese Anwendungsvielfalt nach additiver Fertigung – der Kunde bestimmt selber die Gestaltung seiner individuellen Zahnbürste. Nett präsentiert über das Internet kann der Preis für solche Produkte sicher ein Vielfaches von dem herkömmlicher Zahnpflegeartikel betragen.

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