Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Actega DS: TPEs mit Keimresistenz bis zu individuellen Duftcompounds

Die Actega DS GmbH, Bremen, stellt auf der K 2016 ein breites Portfolio an verfärbungsresistenten, ADC-freien, PAK-freien, keimresistenten, duftcompoundierten, verschleißresistenten, ölfreien, selbstverschließenden, haftungsoptimierten und in jeder Farbe einfärbbaren TPEs vor.

Nichts wirkt so unmittelbar wie ein guter Duft. Düfte wandern durch die Nase direkt in das Gehirn und dort in das emotionale Zentrum, das kaufauslösende Impulse setzen kann. Die neuen, duftcompoundierten TPEs von Actega bieten hierzu viele Möglichkeiten. Die Additivierung kann mittels hochkonzentrierter Duft-Masterbatches vor der Verarbeitung in der Extrusions- oder Spritzgießmaschine oder in einer separaten Dosiereinheit während der Verarbeitung beigefügt werden.

Ob Personal Care oder Kosmetikprodukte mit fruchtigen oder hygienischen Düften, Hunde- oder Katzenspielzeug mit natürlichen, spielerisch fördernden Düften, Bad- und Haushaltsartikel, die nach Meer riechen, die Zahnbürste mit frischem, angenehmen Pfefferminzgeruch, das Schneidbrett mit einem Hauch von Erdbeere, eine Küche, die völlig rein riecht – der Vielfalt an Düften und Anwendungen sind keine Grenzen gesetzt. Um allen Wünschen der Kunden nach individueller und optimaler Beduftung gerecht zu werden, arbeitet das Unternehmen mit einem namhaften Parfumölproduzenten zusammen, der Parfumöle für Lebensmittelkontaktanwendungen sowie für Personal Care Produkte herstellt.

Keimabweisend bis ins Innere

Mit Provamed 1158 AB stellt Actega ein antimikrobielles TPE zu Verfügung, das dauerhaft Bakterien bekämpft. Die antimikrobiellen Eigenschaften werden während des Compounding-Prozesses hergestellt. Dadurch beschränkt sich die keimabweisende Wirkung nicht nur auf die Oberfläche, sondern gilt für das komplette Produkt. Das heißt auch, dass Einwirkungen von außen, wie Kratzer, starker Gebrauch oder Abnutzung diese Eigenschaften nicht beeinflussen. Tests in Anlehnung an die JIS Z 2801 und die ISO 22196:2007 zeigen, dass der antimikrobielle Schutz eine Wirksamkeit von 99,9 % aufweist.

Beständig gegen Sterilisation

Produkte, die im Lebensmittel-, Pharma- oder Medizinbereich eingesetzt werden, müssen vor allem keimfrei bzw. steril gehalten werden. Die wiederholte Sterilisierbarkeit des Werkstoffs ist daher ein Muss und sichert die Zuverlässigkeit der Werkstoffe auch bei dauerhaftem Einsatz. Dazu sind die Rohstoffe auf die Beanspruchung einer Sterilisation exakt auszulegen, um so die Beständigkeit gegenüber den unterschiedlichen Sterilisationsverfahren zu gewährleisten. Actega hat in einer fortgeschriebenen Langzeitstudie verschiedene Rezepturen des Provamed-Portfolios den Verfahren Dampfsterilisation im Autoklaven, Strahlensterilisation mit Gamma-Bestrahlung sowie Gassterilisation mit Ethylenoxid unterzogen und die Materialeigenschaften (Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Spannung) nach Alterung und Sterilisation gemessen. Die Tests dieser TPE-Compounds zeigen, dass die Zugfestigkeit selbst nach einer Bestrahlung mit 50 kGy fast bei den Ausgangswerten liegt. Die hohen Temperaturen im Autoklaven können sogar einen positiven Effekt auf Entspannungs- und Auskristallisierungsprozesse einiger Polymere haben, die in der TPE-Rezeptur enthalten sind. Das kann zur Erhöhung der Zugfestigkeit und Bruchdehnung führen. Ähnliche Effekte konnten bei der Begasung mit Ethylenoxid festgestellt werden.

Spezifisch einfärbbar

Als Hersteller von TPE-S-Kunststoffen für die breite Anwendung in der Spritzieß- und Extrusionsverarbeitung stellt sich für Actega die Aufgabe, seine Granulate darauf auszurichten, dass diese gemäß den Kundenwünschen einfärbbar sind. Zur Überprüfung der Kompatibilität verwendeter Farbmasterbatche, steht im Technikum von Actega eine Spritzgießmaschine bereit, auf der Einfärbbarkeitstests gemacht werden können. So können die Optik des Materials und die Farbechtheit ohne großen Aufwand überprüft und evaluiert werden.

www.actega.com/ds