Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Arburg: Technologie für effiziente Fertigung

Wirtschaftliche Automationslösung: elektrischer Allrounder 370 E mit servoelektrischem Integralpicker V. (Foto: Arburg)

Wirtschaftliche Automationslösung: elektrischer Allrounder 370 E mit servoelektrischem Integralpicker V. (Foto: Arburg)

Eine effiziente Fertigung kann nur mit den darauf zugeschnittenen Maschinen gelingen. Diese Philosophie verfolgt Arburg, Loßburg, mit seinem Produktprogramm. Auf der Swissplastics stellt der Maschinenbauer eine wirtschaftliche Spritzgießlösung für technische Präzisionsteile vor: eine elektrische Spritzgießmaschine Allrounder 370 E mit servoelektrischem Integralpicker V. Darüber hinaus haben die Besucher Gelegenheit, den neuen Freeformer im Rahmen eines Expertenvortrags kennenzulernen. Vorgestellt wird das System für die additive Fertigung von einem seiner Väter, dem Arburg-Technikgeschäftsführer Herbert Kraibühler.

„Die Herstellung von Kunststoffteilen in optimaler Qualität zu minimalen Stückkosten und die Suche nach Optimierungspotenzialen sind für unsere Kunden wichtige Aspekte“, weiß Marcel Spadini, Arburg-Niederlassungsleiter in der Schweiz: „Aus diesem Grund ist und bleibt für uns unser Thema Produktionseffizienz aktuell. Alle Potenziale, mit denen sich Energieeffizienz steigern, Zykluszeit reduzieren und die Fertigungsorganisation optimieren lässt, tragen dazu bei, die Wirtschaftlichkeit der Teileproduktion zu verbessern. Und genau das zeigt unser Exponat, ein elektrischer Allrounder der Baureihe Edrive mit servoelektrischem Integralpicker V. Dank der elektrische Antriebe und einer exakten Abstimmung aller Komponenten ergeben sich Vorteile hinsichtlich Energieeffizienz, Präzision und Zykluszeit.“

Einstieg in die elektrische Maschinenwelt

Die Maschinenbaureihe Edrive (E) bildet den Einstieg in die elektrische Maschinenwelt von Arburg. Mit diesen Maschinen lassen sich anspruchsvolle Spritzgießaufgaben hochpräzise und wirtschaftlich lösen. Von 350 bis 5.000 kN reicht das Schließkraftspektrum, modular kombinierbar mit den verschiedenen Größen der Spritzeinheiten. Ein gegenüber hydraulischen Maschinen um bis zu 50 % reduzierter Energiebedarf in Kombination mit einem vorteilhaften Preis-Leistungs-Verhältnis lassen gerade die Allrounder E zu einer funktionellen Alternative zu hydraulischen Maschinen werden.

Das Exponat auf der Swissplastics ist ein Allrounder 370 E mit 600 kN Schließkraft und einer Spritzeinheit der Größe 170, der mit einem hochverschleißfesten Thermoplastzylinder und einer 30-mm-Schnecke ausgestattet ist. Die Maschine arbeitet mit einem Präzisionswerkzeug der Firma Stamm AG und spritzt in einer Zykluszeit von 23 s zwei 8,5 g schwere Gehäuse für Messeschärfer.

Servoelektrischer Integralpicker V für schnelle Eingriffe

Der Integralpicker V ergänzt den leistungsfähigen Allrounder 370 E perfekt mit seinen schnellen vertikalen Eingriffsmöglichkeiten. Das Robot-System bietet einen kostengünstigen Einstieg in die automatisierte Teileentnahme. Schnelle und präzise Eingriffe ermöglichen die drei servoelektrischen Achsen. Gleichzeitige, frei programmierbare Fahrbewegungen gehören ebenso zu den Features dieses Pickers wie hohe Dynamik, Wiederholgenauigkeit und Energieeffizienz. Über die serienmäßige Teach-in-Funktion lässt sich der Picker sehr einfach und schnell programmieren, was in kurzen Einrichtzeiten resultiert.

Individuelle Lösungen für Produktionseffizienz

„Produktionseffizienz macht individuelle Lösungen notwendig. Das heißt aber nicht, dass diese nicht wirtschaftlich und kostengünstig sein können“, fasst Marcel Spadini zusammen: „Ein gutes Beispiel zeigen wir mit der Kombination von elektrischem Allrounder 370 E und servoelektrischem Integralpicker V. Hier kommen Energieeffizienz, Schnelligkeit und Präzision in einer Konfiguration zusammen, die gleichzeitig preislich hochinteressant ist. Wer in eine automatisierte Produktion einsteigen und dazu High-End-Spritzgießtechnik einsetzen möchte, kann sich auf der Swissplastics bei Arburg eine passende Anregung dazu live ansehen. In Gesprächen mit unseren Spezialisten finden sich darüber hinaus Alternativen dazu, die wir genau auf eine produktionseffiziente Fertigung im jeweiligen Unternehmen abstimmen können.“

Freeformer von allen Seiten beleuchtet

Ein weiteres Highlight von Arburg ist der Freeformer-Vortrag am Mittwoch, 22. Januar 2014, um 15.20 Uhr im Forum 1. Vorgestellt wird das neue System für die additive Fertigung von einem seiner Väter, dem Arburg-Technikgeschäftsführer Herbert Kraibühler. Der Freeformer und das Verfahren Arburg-Kunststoff-Freiformen (AFK) haben mit einer Weltpremiere auf der K 2013 bei der internationalen Kunststoffwelt für Furore gesorgt. Bei AFK werden 3D-CAD-Daten direkt aufbereitet, Standard-Kunststoffgranulat wie beim Spritzgießen integriert aufgeschmolzen, aus der flüssigen Schmelze Tröpfchen erzeugt und daraus ohne Werkzeug additiv – also Schicht für Schicht – das voll funktionsfähige Bauteil aufgebaut. Damit ist die individuelle Teilefertigung ganz ohne Spritzgießwerkzeug einzeln oder in Kleinserie wirtschaftlich möglich.

www.arburg.com

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