Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Barlog: Mehr Individualität durch 3D-Effektlackierung

Die Frontblende zwischen den Scheinwerfern ist mit einer 3D-Effektlackierung versehen. (Foto: Barlog)

Die Frontblende zwischen den Scheinwerfern ist mit einer 3D-Effektlackierung versehen. (Foto: Barlog)

Die Keballoy 3D-Technologie von Barlog Plastics, Overath, ermöglicht eine individuelle Effektlackierungen mit 3D-Effekt. „Insbesondere in der Automobilindustrie, wo oft emotionale Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen, bietet die Technologie einen echten Wettbewerbsvorteil“, sagt Peter Barlog, Geschäftsführer von Barlog Plastics. Ein solches Bauteil befindet sich auch in dem neuen Concept Car „Ʃtos“ des Schweizer Unternehmens Rinspeed. Das Fahrzeug wurde Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Familienunternehmen Barlog hat hierfür eigens die Frontblende mit 3D-Effektlackierung konzipiert.

Einzigartigkeit trotz Serienfertigung in der Automobilindustrie

Die Technologie Keballoy 3D ermöglicht ein individuelles Erscheinungsbild in der Serienfertigung. (Abb.: Barlog)

Die Technologie Keballoy 3D ermöglicht ein individuelles Erscheinungsbild in der Serienfertigung. (Abb.: Barlog)

Beim Automobilkauf stehen dem Kunden oft nur begrenzte Auswahlmöglichkeiten wie die Lackfarbe und wenige Designvarianten zur Verfügung. Eine zusätzliche Individualisierung ist mit hohen Kosten in der Produktion verbunden. Doch der Wunsch nach weiteren Variationsmöglichkeiten beim Kunden steigt. Mit der Keballoy 3D-Technologie von Barlog lassen sich im Spritzgießverfahren in hoher Stückzahl individuelle Bauteile mit technischen Thermoplasten herstellen. Das Material wird mit speziellen Füllstoffen ausgerüstet, die es ermöglichen, durch Magnetismus Informationen in der Oberfläche zu speichern – vom Grundprinzip ganz ähnlich einer Audiokassette. In einem zwischengeschalteten Prozess wird das gewünschte Design magnetisch in die Oberfläche eingebracht. Mit vernetzter und automatisierter Produktionstechnologie kann anschließend jedes Kunststoffteil mit einem individuellen Design ausgestattet werden. „Mit wenig Aufwand und vergleichsweise geringem Kostenaufwand sorgt Keballoy 3D für ein individuelles Erscheinungsbild in der Serienfertigung“, erläutert Peter Barlog. „Das Bauteil ist dabei mit seiner 3D-Optik nicht nur ein echter Hingucker, sondern setzt auch qualitativ Maßstäbe.“

Optische Highlights und technische Spielereien

Das Concept Car „Ʃtos“ vereint das Thema selbstfahrendes Auto mit optischen Highlights und technischen Spielereien. (Foto: Barlog)

Das Concept Car „Ʃtos“ vereint das Thema selbstfahrendes Auto mit optischen Highlights und technischen Spielereien. (Foto: Barlog)

Das Schweizer Unternehmen Rinspeed präsentiert seit 1991 jährlich Concept Cars. Im Fokus stehen bei den Fahrzeugen der Fahrer und die Insassen, die von den innovativen und emotionalen Features angesprochen werden. Der neue Rinspeed „Ʃtos“ vereint das Thema selbstfahrendes Auto mit vielen optischen Highlights und technischen Spielereien: Hierzu gehören beispielsweise das automatisch falt- und einziehbare Lenkrad im Innenraum, ein selbstlernendes Infotainmentsystem, acht HD-Kameras zur lückenlosen Überwachung der Umgebung oder die bordeigene Drohne zur Aufnahme von Spritztouren aus der Vogelperspektive nebst Landeplattform im Heck.

Barlog beteiligt sich an dem futuristischen Fahrzeug in Form der Frontblende zwischen den Scheinwerfern mit 3D-Effektlackierung. „Die Beteiligung am „Ʃtos“ mit der Keballoy 3D-Technologie ist ein hervorragendes Beispiel zur Verwendung solcher Bauteile in der Automobilindustrie, aber auch ganz allgemein für den Einsatz von 3D-lackierten Kunststoffkomponenten“, kommentiert Barlog die Zusammenarbeit. „Wir wollen hiermit auch darauf aufmerksam machen, dass Mut zur Innovation und Individualisierung nicht zwangsläufig mit hohen Kosten verbunden ist.“ Der „Ʃtos“ wurde auf der CES in Las Vegas als erstes Concept Car von Rinspeed außerhalb der Schweiz vorgestellt.

Barlog Plastics stellt das Verfahren auch auf der VDI-Tagung “Kunststoffe im Automobilbau” im März in Mannheim vor.

www.barlogplastics.de

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