Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

BASF: PBT-Barriere zeigt Sauerstoff die Rote Karte

Das neue PBT Ultradur Barrier ist wegen seiner Sauerstoffdurchlässigkeit unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze für Kaffeekapseln prädestiniert. (Foto: BASF)

Das neue PBT Ultradur Barrier ist wegen seiner Sauerstoffdurchlässigkeit unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze für Kaffeekapseln prädestiniert. (Foto: BASF)

Drei Jahre nach Einführung des ersten PBT-Typs für Kaffeekapseln erweitert die BASF, Ludwigshafen, ihre Produktlinie von lebensmittelkonformen PBTs um einen in punkto Sauerstoffdurchlässigkeit weiter verbesserten Typ. Das neue Material trägt die Bezeichnung Ultradur Barrier (B 1520 FC).

Das Interesse war groß, als die BASF Ende 2014 ihr erstes PBT für Kaffeekapseln präsentierte, da das Produkt im Vergleich zu den vorhandenen Lösungen viele Vorteile bot. Es wies ausgezeichnete Barriereeigenschaften auf, indem es vor allem das Aroma versiegelte, ohne dass zusätzliche komplexe Beschichtungen erforderlich waren. Damit unterschieden sich diese PBT-Kapseln von anderen spritzgegossenen Kapseln, die in der Regel einzeln verpackt werden, wie auch von mehrschichtigen thermogeformten Kapseln.

Geschmackserhalt durch geringe Sauerstoffdurchlässigkeit

Nun entwickelte die BASF ein Material, das die Sauerstoffdurchlässigkeit noch weiter verringert. Das Ergebnis: Ultradur Barrier, das auf einem neuen Konzept basiert, um die Sauerstoff-Barriereeigenschaften für spritzgegossene dünnwandige Teile gemäß den FC-Bestimmungen (EU10/2011) zu verbessern. Verschiedene unabhängige Testergebnisse zeigen alle auf: Die OTR-Werte (Sauerstoffdurchlässigkeit) liegen unterhalb der Nachweisbarkeitsgrenze gemäß den Prüfstandards ISO15105-2 / DIN53380-3.

Die Bezeichnung Barrier spiegelt die guten Testergebnisse wider, bei denen der OTR-Wert in cm³/(m² x Tag x atm) unter 0,10 lag – gemessen an 1-mm-Plättchen. Simon Kniesel, Produktentwicklung technische Kunststoffe bei der BASF sagt: „Ultradur Barrier erzielt bisher unerreichte Barriereeigenschaften, die sogar PP/EVOH/PP Mehrschichtlösungen für Kaffeekapseln übertreffen. Das ist ein bedeutender Fortschritt. Unsere Kunden können nun den Markeninhabern sauerstoffdichte Verpackungslösungen und dem Verbraucher somit ein überragendes Geschmackserlebnis liefern.“

Zielanwendungen: Kaffeekapseln, Lebensmittelverpackung und Kosmetik

Neben dem äußerst geringen OTR-Wert bietet das Produkt gute Barriereeigenschaften gegen Wasserdampf, Mineralöl und Aromastoffe. Darüber hinaus weist es gute organoleptische Merkmale auf, d. h., es beeinträchtigt nicht den Geschmack oder das Aroma. Mit seiner chemischen Beständigkeit gegen Kohlenwasserstoffe ist das Produkt auch für die Kosmetikindustrie attraktiv. Da es sich um eine einschichtige Lösung handelt, ist keine zusätzliche Beschichtung oder Verpackung erforderlich.

Was unterschiedliche Farben betrifft, z. B. zur eindeutigen Kennzeichnung der verschiedenen Geschmacksrichtungen des Kaffees, stellt die BASF Farb-Masterbatches Color Solutions bereit, die speziell auf das Ultradur-FC-Material zugeschnitten und ebenfalls für den Kontakt mit Lebensmitteln zertifiziert sind.

Jens Müller, Segment-Marketing EMEA für den Bereich Verpackungen bei Performance Materials der BASF erklärt: „Die Zielmärkte sind die Kaffeekapselindustrie, wo eine minimale Sauerstoffdurchlässigkeit gefordert wird, sowie andere Lebensmittelverpackungsindustrien und die Kosmetikbranche. Wir freuen uns darauf, mit den Experten aus diesen Branchen über die Anwendung von Ultradur Barrier auf ihren Märkten zu sprechen.“

www.ultradur-barrier.basf.com

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