Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Beck Automation: Systemintegration optischer Prüfsysteme für IML-Technologie

Swiss made 2-Kavitäten-Performance pur: IML-Anlage von Beck Automation für 4 l-Eimer. (Foto: Beck Automation)

Swiss made 2-Kavitäten-Performance pur: IML-Anlage von Beck Automation für 4 l-Eimer. (Foto: Beck Automation)

Die Bedeutung des Einsatzes von Vision-Systemen in IML steigt. Angesichts der hohen Zyklusgeschwindigkeiten und der tendenziell sinkenden Investitionskosten wird der Einsatz von optischen Prüfsystemen für Anwender zunehmend attraktiv. Im Premium-Segment der IML-Anwendungen sind sie längst zum Must-have aufgestiegen. Auch im mittleren Marktsegment spielen sie zunehmend eine Rolle, wenn es darum geht, Qualitätsniveau und Wertschöpfung nachhaltig zu verbessern. IML-Experten, wie die Beck AutomationAG, Oberengstringen (Schweiz), folgen diesem Trend bereits seit Jahren. Mit dem Kooperationspartner Intravis aus Aachen kann nun ein Turnkey-Vision-System von einem Branchen-Insider angeboten werden, für das Beck Automation als Systemintegrator mit allem aus einer Hand am Markt auftritt.

Um IML-Anwendern im Bereich von optischen Prüfsystemen eine optimale Lösung aus einer Hand bieten zu können, ging Beck Automation eine Zusammenarbeit mit Intravis ein. Ab sofort bietet Beck Automation die Hochleistungs-IML-Systeme des Hauses optional mit vollintegrierten Vision-Systemen von Intravis als Turnkey-Lösung an. Dabei übernimmt Beck Automation gegenüber ihren Kunden Systemintegration und Verantwortung für das Vision-System. Das Vision-System wird bereits vor der Auslieferung an Kunden komplett in die IML-Anlage integriert und getestet. Nach der Inbetriebnahme können die Kunden der Beck Automation vom weltweiten Servicenetzwerk von Intravis profitieren. Standorte von Intravis sind hier neben Deutschland, den USA, Indien, Mexiko, Türkei, Russland, Südafrika, China und Singapur. Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Getreu dem Motto von Intravis ´Wir lösen Probleme, bevor sie entstehen´ haben wir mit diesem Experten für die Qualitätsprüfung von Kunststoffverpackungen einen Partner für eine Turnkey-Lösung gefunden, der IML genauso wie wir versteht, spricht und lebt.“

Erste Referenzen zeigen sich vielversprechend

Intravis-Vision-Systeme mit Kameras, Objektiven und Beleuchtungsfeldern als Turnkey-Lösung von Beck Automation für die IML-Inspektion. (Foto: Beck Automation)

Intravis-Vision-Systeme mit Kameras, Objektiven und Beleuchtungsfeldern als Turnkey-Lösung von Beck Automation für die IML-Inspektion. (Foto: Beck Automation)

Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht neue Ideen, denn Anlagenbauer und Vision-Lieferant arbeiten schon in der Konzeptphase zusammen. So wird es möglich, eine auf den Kunden zugeschnittene Lösung zu entwickeln. Erste Referenzen sind vielversprechend: So wurde z. B. ein System entwickelt, bei dem der Abstand des Prüfobjektes (Kunststoffeimer mit IML-Dekoration) zum Kameraobjektiv mittels einer Servobewegung frei einstellbar ist. Diese Lösung ermöglicht es, Größenunterschiede von Prüfobjekten ohne direkte mechanische Einstellung an der Kamera auszugleichen, was zu deutlich schnelleren Umrüstzeiten führt.

IML-Vision mit dem IML Watcher von Intravis

Herz des Vision-Systems von Intravis ist der IML Watcher. Der IML Watcher wurde speziell für die Qualitätskontrolle des In-Mould-Labeling-Prozesses entwickelt. Er prüft unterschiedliche Objekte, wie Becher, Deckel und Eimer und alle gängigen Labeltypen inklusive Banderolen- und Bodenlabel. Das System fügt sich nahtlos in die Produktionslinie ein und unterstützt auch schnellste Zykluszeiten der IML-Hochleistungsproduktion.

Mögliche Prüfkriterien des IML Watcher sind:

  • Anwesenheit des Labels
  • Identität des Labels
  • Sitz des Labels (vertikal, horizontal, sowie Verdrehung)
  • Hinterspritzungen
  • Durchschüsse
  • Falten- und Blasenbildung
  • Kontamination
  • Druckfehler auf Label
  • Versatz des Druckbilds
  • Fehler am Etikettenstoß.

Die Prüfleistung des Vision-Systems ergibt sich aus Genauigkeit und Geschwindigkeit der Inspektion. Die Prüfgenauigkeit liegt dabei bei 0,1 mm (bei Etiketten der Größe 50 x 50 mm). Die maximale Prüfgeschwindigkeit erlaubt Bildabstände bis hinab zu 20 Millisekunden.

Hohe Flexibilität des IMLWatchers

Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Mit dem Einbau einer Kamera zur Qualitätsprüfung ist es nicht mehr getan. Die Kundenbedürfnisse sind heute so individuell, dass schon in der Konzeptphase einer Anlagenentwicklung das Vision-System eine zentrale Rolle spielen muss.“ (Foto: Beck Automation)

Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Mit dem Einbau einer Kamera zur Qualitätsprüfung ist es nicht mehr getan. Die Kundenbedürfnisse sind heute so individuell, dass schon in der Konzeptphase einer Anlagenentwicklung das Vision-System eine zentrale Rolle spielen muss.“ (Foto: Beck Automation)

Oft ist zu Beginn eines Projektes noch nicht genau klar, welche Fehler am Ende effektiv geprüft werden müssen. Der häufigste Grund ist einfach: Die später zu prüfende Verpackung wird heute noch gar nicht produziert. Diese Herausforderung setzt in Bezug auf die Flexibilität hohe Anforderungen an das Vision-System. Intravis hat mit dem IML Watcher aufgrund langjähriger Branchenerfahrungen ein System geschaffen, welches genau bei der Flexibilität entscheidende Vorteile bietet. Dank flexibler Programmierung von Algorithmen kann das Vision-System von Intravis für fast jede Prüfaufgabe, jedes relevante Kriterium und abgestimmt auf Dynamik sowie die Objekte der Inspektion eingesetzt werden. Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Dieses Plus an Flexibilität ist sowohl beim Produktionsanlauf, als auch beim Produktwechsel auf einem IML-System von entscheidender Bedeutung für den Anwender. Es bedeutet schlicht: Höheres Qualitätsniveau und bessere Wertschöpfung.“

Vision-Systeme von Beck Automation als Systemintegrator

Optische IML-Inspektionssysteme von Intravis. (Foto: Beck Automation)

Optische IML-Inspektionssysteme von Intravis. (Foto: Beck Automation)

Anwender, die sich für eine integrierte Lösung von Beck Automation mit optischen Systemen von Intravis entscheiden, nutzen eine optimale Kombination von Erfahrungen zweier Experten aus der Verpackungsindustrie als Rundum-Paket. Als Systemintegrator und Generalunternehmer erfolgt die Projektierung durch Beck Automation. Die Projektierung basiert dabei auf der jahrzehntelangen Erfahrung für praxisgerechte IML-Inspektionssysteme. Nach Auftragserteilung stellt Beck Automation so sicher, dass der Kunde eine für seine Aufgabe passende Inspektionslösung inklusive aller Hard- und Software zur Verfügung gestellt bekommt. Für die reibungslose Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort findet eine Vorinbetriebnahme des Vision-Systems bei Beck Automation sowie ein Test der Schnittstellen vor Auslieferung zum Kunden statt. Die Inbetriebnahme des Vision-Systems beim Kunden findet unter Anwesenheit eines Technikers von Intravis an bis zu zwei Tagen vor Ort statt. Im Paket ist die Programmierung von max. 3 verschiedenen Labels oder Produkten für einen Produktionsstart inklusive. Die Programmierung wird während der Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden vorgenommen. Zudem findet im Zuge der Inbetriebnahme eine umfangreiche Schulung zum Vision-System durch den Intravis-Techniker statt. So wird sichergestellt, dass alle Bediener später in der Lage sind, Prüfungen für weitere Labels oder Produkte selber einzurichten. Die Organisation und Koordination aller Inbetriebnahmetermine wird durch Beck Automation gewährleistet. Gegenüber dem Kunden übernimmt Beck Automation als Systemintegrator im Support und Service des After Sales die Verantwortung für eine einwandfreie Funktion des Vision-Systems von Intravis. Natürlich kann ein IML-System von Beck Automation auch mit Vision-Systemen anderer Anbieter kundenseitig ausgerüstet werden. Die Systemintegration erfolgt dann durch den Anwender oder den Hersteller des Vision-Systems.

Wechselspiel von Investitionskosten und Qualitätsaspekten

Die Anschaffungskosten für Prüfsysteme ist über die Jahre kontinuierlich gesunken und steht heute auf einem erschwinglichen Niveau. Das Investment für ein integriertes Vision-System liegt je nach Anwendung bei 10 bis 20 % des Anschaffungspreises eines IML-Systems. Angesichts der extrem hohen Produktionsraten und Dynamik eines IML-Prozesses empfehlen sich Vision-Systeme zunehmend zur Qualitätssicherung. Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Mit dem Einbau einer Kamera zur Qualitätsprüfung ist es nicht mehr getan. Die Kundenbedürfnisse sind heute so individuell, dass schon in der Konzeptphase einer Anlagenentwicklung das Vision-System eine zentrale Rolle spielen muss. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sind diese optischen Systeme aus dem modernen IML-Produktionsprozess nicht mehr wegzudenken. Allerdings sollten bereits in der Projektierung nur sinnvolle, auf die Produktionsaufgabe abgestimmte Prüfkriterien definiert werden, um auch einen kosteneffektiven Einsatz zu erzielen.“

www.beck-automation.com
www.intravis.de

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