Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Bekum: Premiere für neues Eblow-Modell

Kanister-Anwendungen sind die Domäne der neuen Eblow 37, so lässt sich beispielsweise ein 20 l Kanister mit Sichtstreifen herstellen. (Foto: Bekum)

Kanister-Anwendungen sind die Domäne der neuen Eblow 37, so lässt sich beispielsweise ein 20 l Kanister mit Sichtstreifen herstellen. (Foto: Bekum)

Auf der K 2016 zeigt die Berliner Bekum Maschinenfabriken GmbH die neue Blasformmaschine Eblow 37 und baut damit die elektrische Maschinenreihe aus. Konzipiert ist die Anlage im Einstationenbetrieb für die Herstellung von bis zu 240 Kanistern pro Stunde. Ihre Vorteile sind ein energiesparendes Maschinenkonzept, schneller Schließdruckaufbau und hohe Flexibilität.

Die Eblow 37 weist Wurzeln aus dem hydraulischen Maschinenprogramm auf. Da die Zukunft, so die Berliner, allerdings heute auch elektrisch sei, war es Ziel der Neuentwicklung, die Erfahrungen aus der Herstellung der elektrischen Verpackungsmaschinenbaureihe mit den Vorteilen der bewährten hydraulischen Kanistermaschine BA 34.2 zu vereinen. Die hydraulische BA 34.2 ist mit über 200 Maschinen im Markt erfolgreich platziert. Nun überträgt Bekum dies auf eine elektrische Maschinengeneration, die eine technisch und wirtschaftlich interessante Möglichkeit zur Produktion von Artikeln zwischen 10 und 35 l bietet. Nach Auskunft von Bekum bietet die Eblow 37 mit ihrer hohen Performance, Kanisterherstellern eine Option ihrer Wertschöpfung durch eine gesteigerte Ausbringungsmenge neue Impulse zu geben. In der neuen Blasmaschine werden die Schließeinheit und Formschließfunktion elektrisch angetrieben, während der Schließdruckaufbau zur effektiven Kraftübertragung servohydraulisch und somit gewohnt schnell zur Verfügung steht. Das hybride Prinzip nutzt also Vorteile aus beiden Welten der Antriebstechnik.

Mit einer Schließkraft von 370 kN und einer Formbreite von 700 mm liegt die Domäne der Eblow 37 in der Produktion von Kanistern. Gegenüber einer konventionellen, hydraulischen Lösung soll sie eine Produktionssteigerung von bis zu 15 % ermöglichen. Dies entspricht einer Ausbringungsmenge von 240 Stück pro Stunde bezogen auf einen 20 l-Leichtgewichtskanister als Referenz. Vorteilhaft soll auch der verwendete Wendelverteiler-Blaskopf sein. Dank seiner kompakten Bauweise verbraucht er weniger Heizenergie als herkömmliche Köpfe. Mit seinem verfahrenstechnischen Aufbau sorgt er für eine hohe Bedienerfreundlichkeit, schnelle Farbwechselzeiten und gleichmäßige Wanddickenverteilungen im Endprodukt. Schließlich betont der Maschinenbauer die hohe Flexibilität der neuen Blasform-Anlage, die dank eines automatisierten Kalibrierlaufs schnell und komfortabel auf Blasformen mit unterschiedlichen Formendicken eingestellt werden kann.

www.bekum.de