Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Bekum: Vielfältiges Blasformen von Verpackungen

Vollelektrische Blasformmaschine Eblow 607 D mit 240 kN Schließkraft. (Foto: Bekum)

Vollelektrische Blasformmaschine Eblow 607 D mit 240 kN Schließkraft. (Foto: Bekum)

Die Bekum-Gruppe, Berlin, wird auf der Interpack in Düsseldorf ihre umfassenden Blasformmaschinen-Baureihen präsentieren. Im Mittelpunkt steht dabei die vollelektrische Maschinengeneration Eblow. Das elektrische Antriebskonzept findet unter den Herstellern von Kunststoffverpackungen durch den energieeffizienten Antrieb deutlich Zuspruch. Neben den reinen Vorteilen der Maschinentechnik sprechen auch aktuelle Trends der Verpackungsszene für das Extrusions-Blasformen. Dazu zählen hohe Design-Ansprüche, die Halbarkeitsverlängerung, die zunehmende Nachfrage nach kompletten Linien und Ressourcenschonung im Rahmen gesteigerter Nachhaltigkeitsziele der Hersteller.

Kleinblasmaschinen für wirtschaftliche Herstellung

Kunststoffverpackungen und -behälter lassen sich wirtschaftlich auf Ein- und Zweistationen-Blasmaschinen der elektrischen Eblow- und hydraulischen Hyblow-Baureihen produzieren. Je nach Maschinentyp können Flaschen und Behälter mit Fassungsvermögen zwischen 3 ml und 20 l hergestellt werden. Damit werden Ausstoßleistungen je nach Größe von über 100 Millionen Behältern pro Jahr möglich. Moderne Produktions-Technologien, wie das Tandem-Blow-Verfahren, welches gleichzeitiges Blasen von oben und unten aus einem extrudierten Schlauch ermöglicht, eignen sich zur Herstellung von Verpackungen bis 330 ml bei sehr hohen Stückzahlen, wie etwa bei Trinkjoghurt-Flaschen. Das Verfahren ermöglicht nicht nur eine Erhöhung der Ausstoßleistung um 100 % gegenüber einer konventionellen Produktion. Auch das Flaschengewicht kann durch Produktionsoptimierungen der Anlagentechnik reduziert werden. So ergeben sich Materialeinsparungen gegenüber den marktüblichen Standardgewichten.

Zusätzliche Freiheitsgrade in der Geometrie

Das Extrusions-Blasformverfahren zeigt sich für Verpackungsverarbeiter zunehmend interessanter durch geometrische Artikelfreiheitsgrade, gegenüber z.B. streckgeblasenen Artikeln. Dieser Designvorteil ist in den Bereichen Drogerie oder Lebensmittel eine Option, bestimmte Aufmachungsvariationen sehr schnell ins Verkaufsregal zu bringen. „Das Blasformen bietet einige Freiheitsgrade oder Variationsoptionen zusätzlich, wenn sich die Verpackung attraktiv und verkaufsfördernd in den Regalen präsentieren soll“, so Andreas Kandt, Geschäftsführer von Bekum.

Schutzbarrieren durch Coextrusions-Technologie

Auf der Interpack stets ein Thema: Design und Funktion von Trink- und Milchverpackungen. (Foto: Bekum)

Auf der Interpack stets ein Thema: Design und Funktion von Trink- und Milchverpackungen. (Foto: Bekum)

Verpackungen mit integrierten Schutzbarrieren können mit der Coxtrusions-Technologie hergestellt werden, die das Diffundieren von außen nach innen oder umgekehrt verhindern sollen. Ein Lebensmittel oder Pharmaprodukt soll so gut wie möglich gegenüber oxidativen Reaktionen geschützt werden. Dies bedeutet: Je höherwertiger die Verpackung mit einer Barrieretechnologie ausgestattet wird, desto länger kann das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ausgelegt werden. Ein langes MHD gilt gegenüber Konsumenten als ein gutes Verkaufsargument. Sie erleichtern eine Bevorratung und senken tendenziell die Vernichtungsquoten von Lebensmitteln im Handel und bei Endverbrauchern.

Konstant hohe Qualität

Die Wendelverteilerblasköpfe von Bekum bieten sich für die Coextrusions-Technologie besonders gut an. Sie ergeben eine exzellente, gleichmäßige Wanddickenverteilung im Extrudat, die dem Verarbeiter signifikante Potenziale bei der Optimierung der Schlauchqualität und der Halsöffnungen eröffnen. Die Verbindung großer Präzision und hoher Steifigkeit bei der Eblow-Serie gewährleistet verbesserte Artikelqualität, Prozesssicherheit und Energie- sowie Materialeffizienz. Im Produktionsalltag der Verarbeitung ergeben sich eine Reihe von relevanten Pluspunkten in puncto Wirtschaftlichkeit: So sorgt die hohe Präzision der Kalibrierung, verbunden mit der effektiven Abstützung des Formenträgers im C-Rahmen auch nach vielen Betriebsstunden für eine konstant hohe Qualität der Blasformteile, vor allem im kritischen Halsbereich. Die Maschine ist dabei hochverschleißfest: Die Standzeiten werden durch die ausgewogene, gleichmäßige Belastung wesentlich erhöht.

www.bekum.de

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