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Flossis erinnern an Rosalie

Aufstrebend, kletternd, thronend: So kennen wir die bunten „Flossis“. Die schlichten Kunststoff-Figuren mit überdimensionalen Händen und Füßen finden sich vornehmlich an und auf Fassaden, beispielsweise am Medienhafen und am NRW-Forum in Düsseldorf, am IKV in Aachen und an der IHK Oberfranken in Bayreuth.

Die „Flossis“ und auch die bunten „Sitz- und Flitzhasen“, wie sie beispielsweise auf einer Fußgängerbrücke am Nürnberger Plärrer zu sehen sind, stammen aus der Hand der Künstlerin Rosalie. Bürgerlich hieß die Malerin, Lichtkünstlerin und Professorin für Bühnenbild an der Hochschule Offenbach Gudrun Müller. Sie bestand aber vehement darauf, ausschließlich mit ihrem Künstlernamen angesprochen zu werden.

Rosalie war dem Werkstoff Kunststoff eng verbunden – als Material für ihre Bühnenbilder, ihre Installationen und Kunstwerke. Über den Kunststoff wuchs auch eine Verbindung zur Kunststoffindustrie, sie wurde Mitglied im von PlasticsEurope Deutschland initiierten und unterhaltenen „Kuratorium der Kunststoffindustrie“.

Am 12. Juni 2017 ist Rosalie nach schwerer Krankheit in Stuttgart gestorben, sie wurde nur 64 Jahre alt. Die „Stuttgarter Zeitung“ würdigt ihr vielseitiges Lebenswerk mit einem lesenswerten Nachruf. Die Flossis quer durch Deutschland erinnern weiter an ihr Werk – und aufmerksamkeitsstark auch an „ihren“ Werkstoff.

Flossis an der Fassade eines IKV-Neubaus in Aachen (Foto: IKV/Fröls/www.ikv-aachen.de)

Gepostet am 13.06.2017 um 10:02.
Markus Lüling
Markus Lüling (Chefredakteur K-PROFI)
berichtet exklusiv für K-AKTUELL.

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