Messen

Netzwerken in familiärer Atmosphäre

„Köpfe zusammen stecken“ ist eins der Markenzeichen des Hein-Technologietages. (Foto: K-PROFI)

„Köpfe zusammen stecken“ ist eins der Markenzeichen des Hein-Technologietages. (Foto: K-PROFI)

Das inflationäre Angebot an Messen, Ausstellungen, Tagungen, Seminaren und ähnlichen Veranstaltungen unterschiedlichster Anbieter mit Bezug zur Kunststoffverarbeitung macht die Auswahl und Entscheidung nicht gerade einfach. Da gibt es die großen Events, wie bspw. die Deutsche Kautschuk-Tagung, den VDI-Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“ oder die Arburg-Technologie-Tage, die den Dreiklang aus Fachtagung, Fachmesse und individuellen Kommunikationsmöglichkeiten geschickt unter einen Hut bringen und daher regelmäßig mit vierstelligen Besucherzahlen aufwarten.

Doch auch unter den vermeintlich kleineren gibt es Veranstaltungen, die seit Jahren eine nahezu magnetische Anziehungskraft besitzen. Eine davon ist der von der Konstruktionsbüro Hein GmbH veranstaltete „Technologietag für Produktentwicklung, Formenbau und Produktion“. Zur 20. Auflage am vergangenen Freitag konnten 70 Aussteller und mehr als 550 Besucher in Neustadt am Rübenberge begrüßt werden. Damit sei inzwischen die Kapazitätsgrenze für die Räumlichkeiten erreicht, meinte Sabine Wernich, die bei Hein für die Organisation des Technologietages verantwortlich ist.

Eine weitere Ausdehnung ist aber nicht geplant, da die familiäre Atmosphäre – vor zwanzig Jahren begann man mit fünf Ausstellern und 40 Besuchern – einen wesentlichen Bestandteil der Anziehungskraft ausmacht und unbedingt erhalten bleiben soll. Denn das Netzwerken steht hier im Vordergrund. Daher ist der Technologietag auch nicht mit Fachvorträgen überfrachtet, so dass neben dem Wissenserwerb mehr Zeit als nur die Mittagspause bleibt, „um die Köpfe zusammen zu stecken, intensiv zu diskutieren und möglicherweise neue Allianzen zu bilden“, wie es Veranstalter Alexander Hein formuliert. Die Mischung von Fachleuten aus Produktentwicklung, Formenbau und Produktion sowie die ganz kurzen Wege vor Ort machen es möglich, schnell für alle Aspekte eines Projektes einen oder mehrere Ansprechpartner zu finden und ggf. spontan ein Projektteam mit mehreren Partnern zusammen zu stellen.

Unter den Besuchern fanden sich nicht nur Interessenten aus dem lokalen Umfeld sondern aus der gesamten Bundesrepublik – wie eine Anwohnerin angesichts der Kennzeichen der parkenden Fahrzeuge im Umfeld des Veranstaltungszentrums erstaunt feststellte – und selbst aus der Schweiz. Für die Anziehungskraft spricht auch, dass die Geschäftsführerin eines Dienstleisters, die bedauerte, sich zu spät als Aussteller angemeldet zu haben, die Anmeldung für 2017 bereits ausgefüllt in der Tasche hatte. „Das passiert mir nicht noch einmal“, war sie sich sicher.

Fazit für den Beobachter: Eine rundum gelungene, trotz überschaubarer Dimensionen fachlich breit aufgestellte Veranstaltung, bei der Netzwerken nicht nur versprochen wird. Die Fortsetzung gibt es am 17. Februar 2017 mit dem 21. Technologietag.

Gepostet am 29.02.2016 um 12:00.
Toralf Gabler
Toralf Gabler (Redakteur K-PROFI)
berichtet exklusiv für K-AKTUELL.

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