Branchen-News: Management

BSA Kunststofftechnik: Wechsel in der Geschäftsführung

Die Unternehmensführung der BSA Kunststofftechnik (Gütersloh; www.bsa-kunststofftechnik.de) wechselt: Dieter Asmussen, laut Handelsregister seit Juli 2016 Geschäftsführer des Kunststoffverarbeiters, gab sein Amt im Februar 2018 auf. An seine Stelle rüc…

Management: Immense Umsatzeinbußen durch Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel wird für den deutschen Mittelstand immer bedrohlicher und kostet massiv Wachstum. Rund 57 Prozent der mittelständischen Unternehmen beklagen Umsatzeinbußen, geht aus einer Studie von Ernst & Young (E&Y, Deutschland: Stuttga…

Management: Industrie 4.0 gewinnt nur langsam an Fahrt

Die vernetzte Produktion wird für die Industrie zwar immer entscheidender für die Wettbewerbsfähigkeit, allerdings setzt sich die Technologie eher schleppend durch, so das Ergebnis einer Unternehmensbefragung der Bitkom Research (Berlin; www.bitkom-res…

Energiekosten: Strombeschaffung oft mit Mehrjahresverträgen

Laut einer Umfrage schließt der weitaus größte Teil der Unternehmen der Kunststoffindustrie Stromlieferverträge nach einer „klassischen” Anfrage bei ausgewählten Energieversorgern (EVU) ab. Insgesamt 110 der 173 befragten Unternehmen gaben diesen Weg a…

Atradius: Viele Lieferantenkredite in Asien-Pazifik überfällig

Von schlechter Zahlungsmoral ihrer B2B-Kunden waren 2017 fast alle Lieferanten in der Region Asien-Pazifik betroffen. Neun von zehn der befragten Unternehmen gaben an, dass es zu Zahlungsverzügen ihrer B2B-Kunden kam, heißt es im Zahlungsmoralbarometer…

Management: Betriebe mit Problemen in der Lieferkette

Fast die Hälfte der deutschen Industrieunternehmen hat mit Problemen in der Lieferkette zu kämpfen. Störungen und Fehler treten in 47 Prozent der Unternehmen häufig oder sehr häufig auf, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft Emporias (Unte…

Rohstoffmärkte: Freihandelszone zwischen Japan und EU ab 2019

Im Jahr 2019 soll durch ein Abkommen zwischen der EU und Japan (Japan-EU Free Trade Agreement; Jefta) die größte Freihandelszone der Welt entstehen. Während es für einige Güter wie Autos und gewisse Elektroartikel noch Übergangsfristen bis zum völligen Fall der Handelshemmnisse geben wird, werden Zölle für Produkte wie Chemikalien und Kunststoffe, in denen die EU „sehr wettbewerbsfähig“ sei, sofort fallen, heißt es in einem Informationsblatt der EU-Kommission.

Schon jetzt gehören „Kunststoffe und Gummi“ allerdings zu den Industriezweigen, in denen sich die Wirtschaftsräume gegenseitig mit nur vergleichsweise geringen Zöllen belegen. Durchschnittlich rund 2 Prozent müssen Importeure auf beiden Seiten für diese Waren beim Zoll bezahlen, geht aus einer Studie des ifo Instituts (München; www.cesifo-group.de) hervor. Bei anderen Waren – wie etwa Autos – nähern sich die Tarife auch schon mal dem zweistelligen Bereich.

Chemiebranche: Produkte für die emissionsarme Wirtschaft

Der Chemiesektor verdient mit innovativen Produkten für die kohlenstoffarme Wirtschaft – wie beispielsweise Batterien für Elektroautos – bereits rund 20 Prozent des Umsatzes. Dies sind 83 Mrd USD beziehungsweise 71 Mrd EUR, heißt es in einem Bericht des Carbon Disclosure Project (CDP; London / Großbritannien; www.cdp.net), einer gemeinnützigen Organisation institutioneller Investoren.

Am besten aufgestellt für die CO2-arme Zukunft ist laut dem Bericht „Catalyst for Change” AkzoNobel (Amersfoort / Niederlande; www.akzonobel-polymerchemicals.com), gefolgt von DSM (Heerlen / Niederlande; www.dsm.com). Schlusslicht bilden die Petrochemie-Konzerne LyondellBasell (LBI, Houston, Texas / USA; www.lyondellbasell.com) und Formosa Plastics (Taipeh / Taiwan; www.fpc.com.tw).

Euler Hermes: Steigende Zahl von Großinsolvenzen

Laut dem Konjunkturbericht des Finanzdienstleisters Euler Hermes (EH, www.eulerhermes.de) steigen die Marktrisiken auch 2017 weiter an. Der Report „High Stakes Game“ sieht weltweit rekordhohe Liquiditätsbestände, lange Forderungslaufzeiten und eine steigende Zahl an Großinsolvenzen als Ursache. Grundsätzlich jedoch bestehen keine Zweifel an der konjunkturellen Erholung der Weltmärkte.

Durch die Digitalisierungswelle unter Druck geraten, machten Unternehmen des Dienstleistungs- und Einzelhandelssektors die meisten großen Konkurse aus und setzen so den Trend der vergangenen vier Quartale fort. Unternehmen aus der Pharma- und Technologiebranche verzeichneten hingegen nur eine beziehungsweise gar keine Insolvenz.

KMS Kunststoffverarbeitung: Thomas Ego neuer Geschäftsführer

Bei der KMS Kunststoffverarbeitung GmbH (Hilzingen; www.kms-kunststoffe.com) wurde Thomas Ego zum neuen Geschäftsführer bestellt. In dieser Position folgte der 47-Jährige auf Lars Ingenhag.

Das Unternehmen fertigt Kunststoffteile per Drehen, Fräsen und Schweißen und agiert als Zulieferer für Nassprozess-, Halbleiter-, Solar- sowie Laboranlagen.

Griechenland: Hermes-Deckungen im Kurzfristgeschäft wieder möglich

Deutsche Unternehmen können ihr Kurzfristgeschäft mit Griechenland wieder über Exportkreditgarantien der Bundesregierung absichern – jedenfalls unter bestimmten Bedingungen. Dies teilt der Kreditversicherer Euler Hermes (Hamburg; www.eulerhermes.de) in dem neusten AGA-Report von März 2016 mit. Grundlage ist eine entsprechende Entscheidung der EU-Kommission.

Nach Angaben der Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH (gtai, Berlin; www.gtai.de) gilt bei entsprechender Bonität des Bestellers im Einzeldeckungsbereich eine Absicherungsmöglichkeit für Geschäfte bis zu 500.000 EUR.

Insolvenzprognose: 2016 deutlich mehr Pleiten in Schwellenländern

Steigende Risiken für europäische und deutsche Unternehmen durch die zunehmende Abhängigkeit von aufstrebenden Märkten und Handelspartnern in Schwellenländern. Das befürchtet der deutsche Kreditversicherer Euler Hermes (www.eulerhermes.de) in der aktuellen Insolvenz-Studie mit Prognosen für das Jahr 2016. Erwartet wird, dass nach sechs Jahren der rückläufigen Pleiten erstmals wieder mehr Firmen weltweit Insolvenz anmelden müssen.

Die Volkswirte von Euler Hermes rechnen 2016 mit weltweit rund 300.000 Insolvenzen – das ist weiterhin 3 Prozent über dem Vorkrisenniveau der Jahre 2003-2007. Ursache für diese negative Entwicklung seien vor allem die Schwellenländer – insbesondere Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die mit zahlreichen Problemen kämpften und teilweise einen starken Anstieg bei Zahlungsausfällen und Insolvenzen hinnehmen müssten.

Management: Ressourceneffizienz wird immer wichtiger

Kleine und mittlere Unternehmen der Kunststoffindustrie und anderen Branchen des verarbeitenden Gewerbes schreiben der Ressourceneffizienz eine immer größere Bedeutung zu. Dabei geht es ihnen vor allem darum, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, auf Preissteigerungen zu reagieren oder Kundenanforderungen zu entsprechen. Dies geht aus einer Studie des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE, Berlin; www.ressource-deutschland.de) hervor.

Der Großteil der Betriebe hat  bereits Maßnahmen zur Ressourceneffizienz eingeleitet. Im Vordergrund steht dabei die Reduzierung von Materialverlusten in der Produktion und bei Rüstvorgängen. Handlungsbedarf erkannten die Unternehmen aber auch im Einkauf, dem Produktdesign sowie beim Recycling.

Personalmanagement: BWA Akademie startet Online-Umfrage

Zukünftige Herausforderungen wie der Fachkräftemangel können das Wachstum der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland das Wachstum erheblich verlangsamen – hier ist vor allem der Bereich Human Resources gefordert. Das erklärt Personalexperte Harald Müller, Geschäftsführer der BWA Akademie (Bonn; www.bwabonn.de) und verweist auf eine aktuelle Umfrage seines Unternehmens zum Thema „Personalmanagement in der deutschen Kunststoffverarbeitung“.

Hierzu können sich Interessierte unter https://de.surveymonkey.com/r/BWA_Kunststoff an dieser Untersuchung beteiligen. Die Auswertung der Umfrage soll bis Mitte November abgeschlossen sein.

Zahlungsmoral: Mehr als jede dritte Forderung in Europa überfällig

Deutsche, Belgier und Schweizer meiden Geschäfte auf Pump. Dänen und Schweden haben die beste Zahlungsmoral, Griechen, Italiener, Slowaken, Ungarn und Türken haben am ehesten mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen, und Briten nörgeln gern über die Qualität der Waren oder die Art der Rechnungslegung. Diese Tendenzen lassen sich aus zwei Studien von Atradius (Amsterdam / Niederlande; www.atradius.de) ableiten, in denen der Kreditversicherer die B2B-Zahlungspraktiken von Unternehmen in insgesamt 18 europäischen Ländern für 2014 unter die Lupe nahm.

In den untersuchten Ländern war der Anteil der B2B-Umsätze auf Kreditbasis nirgendwo so niedrig wie in Deutschland. Dahinter folgten die Schweiz und Belgien. Die höchsten Werte erreichten die Tschechische Republik, Dänemark und Griechenland. Gemessen an den Forderungssummen haben die Ungarn Prozent, Dänen und Schweden am wenigsten über Verzögerungen zu klagen. Die Schlusslichter bilden die Türkei mit Spanien und Italien, aber auch Großbritannien.