Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Continental: Mehr Reichweite mit Elektrofahrzeugen

Fast vier Meter lang: Die Leitung für die Batteriekühlung in Hybrid- und Elektroautomobilen wird am Unterboden des Fahrzeugs verlegt. (Foto: Continental)

Fast vier Meter lang: Die Leitung für die Batteriekühlung in Hybrid- und Elektroautomobilen wird am Unterboden des Fahrzeugs verlegt. (Foto: Continental)

Die Continental AG, Hanover, zeigt auf der IAA 2017 in Frankfurt am Main Schläuche und Leitungen, die die Effizienz und damit die Reichweite und Haltbarkeit der Batterien von Elektrofahrzeugen erhöhen.

Die Elektrofahrzeuge versprechen bedeutende Fortschritte für die Mobilität der Zukunft: Sie gestalten das Autofahren sicherer, effizienter und komfortabler. Von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen gehen beispielsweise weniger direkte Emissionen aus. Gleichzeitig ermöglichen sie die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien. Der Erfolg neuer Mobilitätskonzepte hängt jedoch maßgeblich von den Autofahrern selbst ab. Sie müssen das Grundkonzept akzeptieren und der eingesetzten Technologie vertrauen. Gerade an dieser Akzeptanz mangelt es heute noch. Gründe dafür sind hohe Anschaffungskosten und geringe Reichweiten, aber auch Umweltaspekte wie ein hoher Energie- und Rohstoffverbrauch bei Herstellung und Entsorgung der Batterien.

Zur Erhöhung der Effizienz von Batterien bedarf es eines ausgefeilten Thermomanagements. Entsprechend komplex gestalten sich die Schlauch- und Rohrleitungssysteme. Bereits heute stellt Continental Lösungen für das Kühlsystem zur Verfügung, die die Hersteller einfach installieren können. Fast vier Meter lang sind beispielsweise Leitungen für die Batteriekühlung in Hybrid- und Elektroautomobilen, die am Unterboden des Fahrzeugs verlegt werden. Sie sorgen dafür, dass die Aggregate nicht überhitzen, die Batterien ihre maximale Lebensdauer entfalten und die Insassen nicht auf Heizkomfort verzichten müssen. Anders als konventionelle Fahrzeuge benötigen Elektrofahrzeuge zwei Kühlkreisläufe. Das dabei meist als Medium eingesetzte Wasser kühlt einerseits Leistungskomponenten wie Motor und Elektronik, zum anderen die Batterie. Diese erreicht ihre maximale Lebensdauer bei Temperaturen zwischen 10 und 30 °C. Um dieses Temperaturniveau zu halten, ist es sinnvoll, die Wasser- oder Ölkühlung bei hohen thermischen Lasten durch den Kältekreislauf der Klimaanlage zu ergänzen. Mit einer neuen Einbindung gelingt es Continental dabei, Druckverluste zu minimieren.

Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 % zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 % zu verbessern. (Foto: Continental)

Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 % zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 % zu verbessern. (Foto: Continental)

Außerdem wurde das Gewicht der neuen Schlauchgeneration reduziert. Kleinere Leitungsquerschnitte auf der Hochdruckseite und beim Batteriekühlstrang tragen dazu bei, dass so wenig Kältemittel wie möglich eingesetzt werden muss. Die richtige Mischung aus Kautschuk-, Polyamid- und Aluminiummaterialien und einer ausgefeilten Leitungsgeometrie stellt eine ausreichende Eigenstabilität des Systems sicher. Den Schlauchentwicklern ist es gelungen, das Gewicht der Ölkühlungsleitung um 25 % zu verringern und gleichzeitig die Unter- und Überdruckbeständigkeit um 50 % zu verbessern.

Zudem hat Continental Schlauchleitungen für eine Batterietemperierung mit Öl statt Kühlwasser entwickelt. Da dem Öl elektrische Ladungsträger fehlen, sind Kurzschlüsse, die zu einem Totalausfall der Batterie führen könnten, ausgeschlossen. Das erlaubt es sogar, die Batterie komplett in Öl zu lagern. Aufgrund seiner Isolationswirkung verringert es so den Einfluss von äußeren Temperatureinwirkungen und damit auch den Regulationsbedarf.

www.contitech.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Loading Facebook Comments ...