Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Coperion: Laborextruder – leistungsstark, vielseitig, bedienerfreundlich

Klar aufgebaut und gut zu reinigen – das sind die sichtbaren Merkmale des neuen Laborextruders ZSK 26 Mc18; zu seinen inneren Werten zählen das auf 15 Nm/cm³ erhöhte Drehmoment und die noch schonendere Produktaufbereitung bei einem um bis zu 100 % höheren Durchsatz (Foto: Coperion)

Klar aufgebaut und gut zu reinigen – das sind die sichtbaren Merkmale des neuen Laborextruders ZSK 26 Mc18; zu seinen inneren Werten zählen das auf 15 Nm/cm³ erhöhte Drehmoment und die noch schonendere Produktaufbereitung bei einem um bis zu 100 % höheren Durchsatz (Foto: Coperion)

Als Messeneuheit stellt die Coperion GmbH, Stuttgart, auf der K 2013 den Laborextruder ZSK 26 Mc18 mit 26 mm Schneckendurchmesser vor. Er weist alle Vorteile der ZSK Mc18-Baureihe auf, ist klar und übersichtlich aufgebaut, einfach zu bedienen und gut zu reinigen. Er eignet sich sowohl für Rezepturentwicklungen und Bemusterungen von Compounds als auch zur Produktion kleinerer Compoundmengen bis ca. 180 kg/h. Der neu entwickelte Laborextruder, der auf dem Coperion-Messestand B33 in Halle 14 zu sehen sein wird, ermöglicht im Vergleich zum Vorgängermodell ZSK 26 Mc Durchsatzsteigerungen bis 100 %, weil das Drehmoment auf 15 Nm/cm³ erhöht ist, und er arbeitet energieeffizienter, weil die spezifische Energieeinleitung geringer ist. Durch den höheren Füllgrad und die niedrigere Massetemperaturen bereitet er die Produkte sehr schonend auf. Der neue ZSK 26 Mc18 ist fahrbar und benötigt nur wenig Platz, da der Schaltschrank im Unterstell intergiert ist. Beheizung und Kühlung sind betriebsfertig installiert (Plug & Play).

Der Laborextruder bietet zusätzliche Flexibilität, weil er sich mit wenigen Handgriffen in einen ZSK 27 Mv Plus mit größerem freiem Volumen umrüsten lässt. Damit können auf einer Laboranlage sowohl Produkte mit hohem Drehmomentbedarf als auch voluminöse Produkte mit geringer Schüttdichte aufbereitet werden. Für das Umrüsten wird mit Hilfe eines Montagewagens lediglich das vormontierte Verfahrensteil ausgetauscht. Für einen zeitsparenden Wechsel sind alle Anschlüsse – Schneckenwellenkupplung, Heizung, Kühlung, Temperaturmessung – mit Steckverbindungen ausgeführt. Der ZSK 26 Mc18/ZSK 27 Mv Plus ermöglicht ein direktes und sicheres Scale-up auf größere Maschinen der ZSK Mc18- und der ZSK Mv Plus-Baureihe.

Als Ergebnis einer ganzheitlichen Überarbeitung besitzt der Laborextruder eine zentrale Wasser- und Stromversorgung. Die Kühlwasser-Verteilerbatterie ist in das komplett geschlossene Untergestell eingebaut; eine verdeckte Steckerleiste dient zur Stromversorgung der Heizpatronen. Die einteilige Edelstahl-Abdeckung des Verfahrensteils mit innenliegender Wärmedämmung stellt einen optimalen Staub- und Berührschutz sicher, und sie ist – ebenso wie die glatten Flächen des Untergestells – gut zu reinigen. Wegen des hohen Drehmoments setzt Coperion für die Schneckenwellen Werkstofflösungen aus der Luft- und Raumfahrttechnik ein, die sich bereits bei den anderen Baugrößen der Mc18-Baureihe bewährt haben. Einen Wechsel der Schneckenwellen in kürzester Zeit ermöglicht die weiterentwickelte Schnellwechselkupplung, die nach dem bewährten Steck-Schiebe-Prinzip arbeitet. Dadurch reduziert sich die Reinigungszeit bei Farb- oder Rezepturwechseln erheblich.

Beim neuen Spritzkopf ist die Beheizung optimiert und er lässt sich nach dem Lösen von nur einer Schraube öffnen, um beispielsweise die Lochleiste auszutauschen oder die Brecherplatte einzusetzen. Ein neu entwickelter Schwenkarm erlaubt es, die zweiwellige Seitenbeschickung ZS-B zur Dosierung von Füllstoffen und Additiven oder die zweiwellige Seitenentgasung ZS-EG direkt an der Maschine zu montieren.

Die neue Steuerung CSpro ist in zwei Ausführungen erhältlich: Die Version basic deckt alle Standardanwendungen ab, die Version medium bietet weitere Funktionen wie Auftrags- und Rezepturverwaltung. Ferner kann der Laborextruder mit einer präzisen, hochauflösenden Drehmomentmessung ausgestattet werden. Deren Messwerte ermöglichen es, die spezifische Energieeinleitung wesentlich präziser zu berechnen, um ein noch genaueres Scale-up zu ermöglichen. Darüber hinaus geben sie Aufschluss über das dynamische Verhalten der beiden Schneckenwellen und ermöglichen eine Optimierung der Schneckenkonfiguration.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Loading Facebook Comments ...