Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Coperion: Neuer Laborextruder für Polyone

Die neue Labor-Extrusionsanlage wird Polyone künftig insbesondere für die Entwicklung von Polyamid-Compounds nutzen. (Foto: Coperion)

Die neue Labor-Extrusionsanlage wird Polyone künftig insbesondere für die Entwicklung von Polyamid-Compounds nutzen. (Foto: Coperion)

Für ihre Versuche bei der Entwicklung von faserverstärkten und additivierten Polyamiden bestellte Polyone Europe, Gaggenau, den neuen Doppelschneckenextruder ZSK 26 Mc18 der Coperion GmbH, Stuttgart. Coperion liefert für die umfangreich ausgestattete Laboranlage alles aus einer Hand: von der Materialdosierung (Coperion K-Tron) über den Extruder bis zur Granulierung (Coperion Pelletizing Technology).

Den Ausschlag für diese Kaufentscheidung gab zum einen die gute Erfahrung mit der Technik von Coperion. So sind bereits an mehreren Produktionsstandorten des Unternehmens Doppelschneckenextruder von Coperion im Einsatz. Ebenso entscheidend waren zum anderen die umfassende verfahrenstechnische Unterstützung, die Coperion den Anwendern bietet, sowie die Langlebigkeit der Maschinen, auch in Bezug auf die bewährten Verschleißschutzlösungen.

Bei der neuen Laboranlage hat sich Polyone für eine verschleißgeschützte Ausführung der Gehäuse und Schneckenelemente entschieden. Coperion hat den Laborextruder ZSK 26 Mc18 mit 25 mm Schneckendurchmesser speziell für die Rezepturentwicklung und die Bemusterung von Compounds konstruiert. Bei Durchsätzen von bis zu 180 kg/h eignet er sich gleichzeitig zur Produktion von kleineren Compoundmengen.

Mit der neuen Extrudersteuerung CSpro lassen sich jetzt zentral angeschlossene Dosierstationen oder andere Peripheriesysteme visualisieren und steuern. (Abb.: Coperion)

Mit der neuen Extrudersteuerung CSpro lassen sich jetzt zentral angeschlossene Dosierstationen oder andere Peripheriesysteme visualisieren und steuern. (Abb.: Coperion)

Der ZSK 26 Mc18 bei Polyone ist mit zwei Seitenbeschickungen ZS-B zur Dosierung von Füllstoffen und Additiven und einer Seitenentgasung ZS-EG ausgestattet, die alle über einen neu entwickelten Schwenkarm direkt an die Maschine montiert werden. Zum Lieferumfang der kompletten Laboranlage gehören vier gravimetrische Feststoffdosierungen und eine Flüssigkeitsdosierung von Coperion K-Tron. Die Dosierwaagen mit der patentierten SFT-Wägetechnik gewährleisten durch ihre hohe Auflösung (1:4 000 000) und spezielle Signalfilterungstechnik sehr hohe Dosiergenauigkeiten. Dies gilt auch für den Kleinmengenbereich. Kombiniert mit speziellen Antriebseinheiten, können damit die für den Laborbetrieb so wichtigen Leistungsbereiche (bis 1:100) prozesssicher realisiert werden. Die Bedienung und Visualisierung erfolgt über die von Coperion neu entwickelte, auf der K 2013 vorgestellte Extrudersteuerung CSpro. Hier kann der Anwender nun zentral auch auf alle betriebsrelevanten Daten der Dosierstationen zugreifen.

Die Granuliereinheit ist ebenfalls komplett von Coperion (Coperion Pelletizing Technology). Sie beinhaltet ein Strangtransportband vom Typ SC80-3.000 in Edelstahlausführung, mit dem die extrudierten Stränge über Düsen sowohl mit Wasser als auch Luft gekühlt werden können. Hinzu kommen die Strangabsaugung vom Typ SD 70 easy und ein Stranggranulator SP 50 EN.

Der neue ZSK 26 Mc18 besitzt ein Drehmoment von 15 Nm/cm³. Er arbeitet sehr energieeffizient, da die spezifische Energieeinleitung sehr gering ist. Gleichzeitig werden die Compounds durch den im Vergleich zum Vorgängermodell ZSK 26 Mc höheren Füllgrad und die niedrigeren Massetemperaturen sehr schonend aufbereitet. Der neue Laborextruder ist fahrbar und benötigt nur wenig Platz, da der Schaltschrank im Unterstell intergiert ist. Beheizung und Kühlung sind betriebsfertig installiert. Ebenfalls neu ist der mit einer optimierten Beheizung ausgestattete Spritzkopf. Er lässt sich durch Lösen von nur einer Schraube öffnen, um so beispielsweise problemlos neue Brecherplatten einzusetzen oder die Lochleiste auszutauschen.

www.coperion.com

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