Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Coperion: Weniger Staub bei pneumatischer Granulatförderung

Übersicht über die Förderanlage mit allen Ausrüstungselementen für Fluidlift ecoblue. (Abb.: Coperion)

Übersicht über die Förderanlage mit allen Ausrüstungselementen für Fluidlift ecoblue. (Abb.: Coperion)

Fluidlift ecoblue ist ein von Coperion, Stuttgart, neu entwickeltes, qualitätssteigerndes pneumatisches Förderverfahren für Kunststoffgranulate. Gegenüber herkömmlichen Ausführungen vermindert es den Abrieb und damit die Entwicklung von Staub oder Fäden, was die Produktqualität verbessert und das Abfallaufkommen reduziert. Darüber hinaus ermöglicht es Kunststoffherstellern und -Compoundeuren auf Grund eines geringeren Energieverbrauchs Kostensenkungen oder entsprechende Durchsatzsteigerungen.

Unter Industriebedingungen konnte die Entstehung von Staub und Fäden um Werte zwischen 50 % und 98 % reduziert werden. Zugleich verringerten sich der Druckverlust in der Förderanlage und damit der erforderliche Energieeinsatz um 17 % bis 35 %. Coperion präsentierte das neue Verfahren, das sich für Neuanlagen ebenso wie zum Nachrüsten bestehender Systeme eignet, erstmals auf der NPE 2018 in Orlando (Florida/USA).

Der Schlüssel zur Verringerung sowohl des Abriebs als auch des Druckverlustes – der Druckdifferenz zwischen Produktaufgabe und Produktabgabe – ist eine kontrollierte Erhöhung der relativen Feuchtigkeit des Fördergases. Um dabei eine Beeinträchtigung des Endproduktes auszuschließen, standen bei der Entwicklung von Fluidlift ecoblue die Verringerung der zusätzlich eingebrachten Feuchtigkeit sowie deren sichere Abführung im Mittelpunkt umfangreicher Untersuchungen. Im Ergebnis kann das Granulat mit sehr niedriger Geschwindigkeit gefördert werden, und die Reibung zwischen den Körnern selbst sowie auch an der Rohrwand ist wesentlich geringer als bei bisherigen Auslegungen. Letztendlich sichert dieses neue Verfahren ein trockenes, fast staubfreies Endprodukt, ohne dass umfangreiche Zusatzmaßnahmen erforderlich sind.

Das Förderverfahren Fluidlift ecoblue hilft, die Entstehung von Abrieb und dessen Ablagerungen in der Anlage zu vermieden und dadurch die Produktqualität deutlich zu steigern. (Fotos: Coperion)

Das Förderverfahren Fluidlift ecoblue hilft, die Entstehung von Abrieb und dessen Ablagerungen in der Anlage zu vermieden und dadurch die Produktqualität deutlich zu steigern. (Fotos: Coperion)

Grundsätzlich bietet Fluidlift ecoblue überall dort eine vorteilhafte Alternative, wo abriebsensible Produkte gefördert werden und das Auftreten von Abrieb unerwünscht ist oder sogar Probleme bei der Weiterverarbeitung der erzeugten Granulate verursacht. Somit reicht der Einsatzbereich von Massenkunststoffen bis zu anwendungsspezifischen Hochleistungscompounds. Als besonders vorteilhaft erweist sich das neue Verfahren bei der Handhabung von Produkten für technologisch hochstehende Anwendungen wie Folien, hochreine Granulate oder optische Teile.

Christian Soretz, Leiter Produktmanagement Materials Handling bei Coperion, erläutert dazu: „Fluidlift ecoblue bekämpft wirkungsvoll das Problem herkömmlicher pneumatischer Förderungen, in denen unterschiedliche aber meist große Abriebmengen in Form von Staub oder Fäden entstehen. Gegebenenfalls bilden sich dann Beläge an der Innenseite der Rohrleitungen sowie Staubschichten und Staubnester in den Empfangsbehältern und Silos, die sich spontan lösen und zu Verstopfungen oder Beeinträchtigungen führen können. Abrieb in jeder Form muss daher mit teils erheblichem Personal- und Zeitaufwand entfernt werden, und er mindert außerdem die Produktionsmenge. Wo eine zusätzliche Sichtung des Materials vor der Verarbeitung erforderlich ist, steigen die Produktionskosten weiter. Fluidlift ecoblue minimiert den Abrieb und verhindert so weitestgehend die Entstehung von Belägen oder Staubnestern. Das hilft dem Granulathersteller, gleichbleibend hohe Qualitäten zu liefern und attraktive Margen zu erreichen. Die möglichen Kosteneinsparungen und die erreichbare Durchsatzsteigerung sorgen dabei für eine rasche Amortisation der Investition.“

www.coperion.com

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