Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Dotherm: Neue Polyimid-Modifikation für Einsatz von -250 bis +400 °C

Typische Bauteile aus Doglide 350 zeichnen sich durch hohe Stabilität und sehr geringe Dimensionsänderungen auch bei hohen Temperaturen bis 280 °C aus. (Foto: Dotherm)

Typische Bauteile aus Doglide 350 zeichnen sich durch hohe Stabilität und sehr geringe Dimensionsänderungen auch bei hohen Temperaturen bis 280 °C aus. (Foto: Dotherm)

Die Dotherm GmbH & Co. KG, Dortmund, hat einen neuen Hochleistungskunststoff zur Serienreife entwickelt, der bei dauerhaften Temperaturen bis 280 °C formstabil bleibt. Möglich sind sogar kurzzeitige Belastungen bis 400 °C.

Doglide 350 basiert auf Polyimid und bietet aufgrund der im Vergleich zu anderen technischen Kunststoffen verdoppelten Glasübergangstemperatur eine hohe mechanische Festigkeit und weist über den gesamten Temperaturbereich kein Fließverhalten auf.

Der Werkstoff ermöglicht die Produktion von Halbzeugen und Konstruktionselementen, die Temperaturen bis zu 280 °C ausgesetzt sein können, dabei hohe Stabilität bewahren und nur sehr geringe Dimensionsänderungen aufweisen. Kurzzeitig verkraften die Bauteile auch Temperaturen bis 400 °C.

Auch am anderen Ende der Temperaturskala, im Tieftemperaturbereich, ist der neue Werkstoff problemlos einsetzbar. Der untere Temperaturwert liegt bei -250 °C. Das eröffnet Einsatzmöglichkeiten z.B. beim Umgang mit sogenannten Kyrogenen, wie Trockeneis oder flüssigem Stick- und Sauerstoff.

Weitere Eigenschaften von Doglide 350 sind eine hohe Verschleißfestigkeit, geringe Ausgasung, sehr gute chemische Beständigkeit und eine hervorragende elektrische und thermische Isolierung.

Damit ist das Material für eine Vielzahl von High-End-Anwendungsmöglichkeiten für technische Kunststoffe im Maschinen- und Anlagenbau geeignet. Dazu gehören u.a. Buchsen, Führungselemente, Kugelschalen, Zahnräder sowie Isolationskappen in der Heißkanaltechnik.

Für Lager, Führungen, Kolbenringe und andere Bauteile steht als Variante Doglide 350 G mit erhöhten Gleiteigenschaften zur Verfügung. Erreicht wird diese Eigenschaft durch den Zusatz von Graphit, wobei die Herausforderung darin besteht, die gewünschten Reibungswerte in den Herstellungsverfahren gezielt und konstant in der Großserie zu erreichen. Der Werkstoff ist für geschmierte und ungeschmierte Anwendungen gleichermaßen geeignet und empfiehlt sich beispielsweise als verschleißfeste Werkstofflösung für die Produktion von Ventilsitzen, Gleitlagern, Kugellagerkäfigen, Kolben- und Dichtungsringen sowie Anlaufscheiben.

www.dotherm.de

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