Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

DuPont: Gesteigerte Funktionalität für Lebensmittelverpackungen

DuPont stellt Entwicklungskooperationen mit Verarbeitern und führenden Maschinenbau-Unternehmen in den Mittelpunkt seines Messeauftritts auf der Interpack 2014. (Foto: DuPont)

DuPont stellt Entwicklungskooperationen mit Verarbeitern und führenden Maschinenbau-Unternehmen in den Mittelpunkt seines Messeauftritts auf der Interpack 2014. (Foto: DuPont)

Unter dem Motto “Welcome to the Global Collaboratory” zeigt DuPont auf der Interpack 2014, wie interdisziplinäre Kooperationen mit Kunden oder anderen marktführenden Unternehmen der Branche multiple Möglichkeiten eröffnen, um die Funktionalität und Attraktivität von Packmitteln, Verpackungsbestandteilen und Verpackungen aus Kunststoff zu steigern und zugleich den ökologischen Fußabdruck der Branche sowie die Vergeudung von Lebensmitteln zu verringern.

Schwerpunkte setzt das Unternehmen dabei unter anderem bei dickenreduzierten Multilayer-Barrierefolien für Deckelanwendungen oder Tiefziehverpackungen, Spezial-Haftvermittlern für die Triplebubble-Technologie, ein neues Verfahren für das Umspritzen filigraner Gewebe als Design-Offerte, Haftvermittlern und Polymermodifikatoren auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie bei Verträglichkeitsvermittlern für das Recycling gemischter Kunststoffabfälle.

Dünne Folien für starke, hoch funktionale Verpackungen

DuPont und Reifenhäuser Kiefel Extrusion, Worms, haben zwei Systeme für die Herstellung innovativer Verpackungslösungen zur Marktreife gebracht:

  • Ein neues, auf PET-A basierendes Appeel Hochleistungs-Siegelmedium kommt bei der Herstellung von PA-basierten Deckelfolien zum Einsatz, die eine sehr hohe Barrierewirkung mit guter Bedruckbarkeit verbinden und direkt und sicher auf Trays aus 100 % PET-A siegeln. Weil dabei die Notwendigkeit für den Einsatz von PET-A/PE-LD Tray-Laminaten entfällt, sinken die Materialkosten ebenso wie der Aufwand für die Herstellung von Deckel und Tray.
  • Ein Sondertyp des Verpackungskunststoffs Surlyn ermöglicht die Herstellung thermoformbarer Barrierefolien, die um 20 % dünner sein können als herkömmliche 7-lagige PA/PE- Folien und dabei zugleich geringere Kosten, verbesserte optische Eigenschaften, eine höhere Durchstoß- und Abriebfestigkeit sowie verbesserte Siegeleigenschaften ermöglichen.

In beiden Fällen hat DuPont sein Knowhow bei Verpackungskunststoffen eingebracht, während Reifenhäuser seine Evolution Barriere-Blasfolienanlagen optimal auf die Herstellung dieser Folien abgestimmt hat.

DuPont und Kuhne Anlagenbau, Sankt Augustin, haben gemeinsam die Anwendungsbreite des Triplebubble-Verfahrens zur Herstellung biaxial verstreckter Folien erweitert. Mit bis zu elf Schichten aus funktionalen Kunststoffen, Surlyn-Ionomeren und Bynel-Haftvermittlern sind diese Folien in Dicken von 20 µm bis 110 µm verfügbar. Alle Ausführungen verbinden einen hohen bzw. einstellbaren Schrumpf von bis zu 60 % und sehr hohe Sperrwirkung gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit mit hoher Transparenz und hohem Glanz sowie – trotz der vergleichsweise geringen Dicke – sehr hoher Reiß- und Durchstoßfestigkeit. Dies ermöglicht signifikante Einsparmöglichkeiten für Rohstoffe (je nach Anwendung bis zu 50 %) und Energie sowie letztendlich deutlich verbesserte Ergebnisse bei der Lebensdaueranalyse.

Ein Schlüssel zum Recycling gemischter Verpackungskunststoffe

Neue Entira EP-Verträglichkeitsvermittler senken die Hürden für ein stoffliches Verpackungsrecycling. Bereits geringe Mengen von ca. 4 % in gemischten Mahlgütern aus an sich inkompatiblen Verpackungskunststoffen können ein wirtschaftlicheres und effizienteres Re-Compoundieren ermöglichen. Dabei steigen die Zugfestigkeiten, die Reißdehnungen und insbesondere die Schlagzähigkeiten der Regranulate auf Werte, die auch hohe Ansprüche erfüllen können. Anwendungsspezifisch optimierte Typen sind in der Entwicklung.

Haftvermittler und Polymermodifikatoren auf Basis nachwachsender Rohstoffe
In enger Zusammenarbeit mit Braskem, einem führenden Hersteller von Biopolymeren, entwickelt DuPont auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Haftvermittler und Polymermodifikatoren als Erweiterungen der bestehenden Bynel- und Fusabond-Produktfamilien. Dabei wird DuPont das biobasierte Polyethylen (PE) von Braskem für die Herstellung von Drop-in-Alternativen einsetzen, die die gleichen oder sogar bessere Eigenschaften aufweisen als die herkömmlichen, auf Erdölbasis hergestellten Produkte von DuPont und die in PE-Abfallströmen rezykliert werden können. Die neuen biobasierten Bynel-Typen sollen Herstellern von Multilayer-Verpackungsfolien, die bereits das Bio-PE von Braskem verarbeiten, eine Möglichkeit geben, den Anteil an biobasierten Materialien in der Gesamtstruktur zu erhöhen. Zu den geplanten Anwendungen der biobasierten Fusabond-Typen gehören Holz-Kunststoff-Compounds (WPC), Stärke-PE-Compounds und Glasfaser-PE-Verbunde, wo der Einsatz eines biobasierten Modifikators den möglichen Anteil an erneuerbaren Rohstoffen signifikant erhöhen kann.

Neue gestalterische Perspektiven für Designer

Als Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen DuPont und Oriol & Fontanel, Frankreich, eröffnet die Surlyn 3D Textile Overmoulding Technology neue Möglichkeiten für Anwendungen im Kosmetik- und Designbereich. Hier ist es gelungen, feine textile Objekte wie Spitze oder gewebte Bändchen mit dem Verpackungskunststoff Surlyn zu umspritzen und diese so in dreidimensionale Objekte einzubetten. So sind die filigranen Objekte geschützt, ohne dass sie bei diesem Prozess geschädigt oder verändert werden.

www.dupont.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.