Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Elix: Neue ABS-Generation für additive Fertigung

Elix Polymers präsentiert das „ABS 3D Printing“-Projekt in Kooperation mit Aimplas. (Foto: Elix)

Elix Polymers präsentiert das „ABS 3D Printing“-Projekt in Kooperation mit Aimplas. (Foto: Elix)

Mit „ABS 3D Printing“ hat der ABS-Spezialist Elix Polymers, Tarragona (Spanien), ein F&E-Projekt initiiert, um neue Terpolymer-Versionen zu entwickeln, die speziell für den 3D-Druck mittels FFC (Fused Filament Fabrication) – besser bekannt als Fused Deposition Modelling (FDM) – geeignet sind. Ziel ist es, Materialien zu erhalten, mit denen sich Teile mit besseren mechanischen Eigenschaften wie Schlagfestigkeit, geringem Verzug, Maßgenauigkeit und hoher Auflösung produzieren lassen.

Bei der Entwicklung dieser neuen Generation von Polymeren und deren Anwendung im 3D-Druck kooperiert Elix mit dem Technologieinstitut für Kunststoffe Aimplas in Valencia (Spanien). Das Forschungsförderungszentrum CDTI (Centro para el Desarrollo Tecnológico Industrial), das der spanischen Regierung untersteht, hat zugesagt, dass es dieses F&E-Projekt finanziell unterstützen wird.

Der 3D-Druck bzw. die additive Fertigung ermöglicht es Herstellern, auf Grundlage einer digitalen Datei dreidimensionale Objekte mit zahlreichen Materialien zu produzieren. Beim 3D-Druck kommen u. a. verschiedene Polymere, Metalle und keramische Stoffe zum Einsatz. Die verschiedenen additiven Fertigungstechnologien wie Lasersintern, Stereolithografie und FFF/FFM erleichtern die Herstellung komplexer Formen.

Der weltweite Markt des 3D-Drucks wurde 2014 auf 2,8 Mrd. EUR geschätzt und man nimmt an, dass er bis 2020 auf 8,7 Mrd. EUR zulegen wird. Analysten erwarten ein starkes Wachstum in verschiedenen Branchen. Grund dafür sind die vielfältigen Vorteile des 3D-Drucks, zu denen beispielsweise die schnelle Umsetzung von Ideen, die Minimierung von Produktionsfehlern und eine effiziente Materialnutzung gehören.

Der 3D-Druck mittels FDM-Technologie wird für die Herstellung von Modellen, Prototypen und Kleinserien von Funktionsteilen eingesetzt. 3D-Drucker, die mit dieser Technologie arbeiten, verwenden thermoplastisches Material in Form von Endlosfilament, das sie bis zur Verflüssigung erwärmen und danach schichtweise aufeinanderlegen, um das jeweilige Teil zu formen.
Die FDM-Technologie wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, etwa Automobil, Luft- und Raumfahrt, Schmuckwaren, Architektur, Biomedizin, Konsumgüter, Elektrik/Elektronik, Musikinstrumente und Spielwaren.

ABS ist eines der gängigsten Thermoplaste, die heute verwendet werden. Es besteht aus drei verschiedenen Monomeren – Acrylnitril, Butadien und Styrol -, die durch Veränderung ihrer Anteile den Materialien eine breite Palette an Produkteigenschaften verleihen und sie vielfältig einsetzbar machen.
Durch seine hervorragende Schlagfestigkeit, Zugfestigkeit und Verarbeitbarkeit ist ABS eines von zwei Thermoplasten, die am häufigsten für den 3D-Druck eingesetzt werden (das andere ist das Biopolymer PLA).

www.elix-polymers.com

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