Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Ettlinger: Mehr Filterdurchsatz mit neuer Technologie

Schmelzefilter auf neuem Leistungsniveau: Weiterentwickelte Technologie ermöglicht Durchsatzsteigerung um fast 30 %. (Foto: Ettlinger)

Schmelzefilter auf neuem Leistungsniveau: Weiterentwickelte Technologie ermöglicht Durchsatzsteigerung um fast 30 %. (Foto: Ettlinger)

Zur NPE 2018 zeigt Ettlinger, Königsbrunn, erstmals in den USA seinen neuesten Schmelzefilter des Typs ERF350, der auf hohe Durchsatzleistung bei der Filtration verschmutzter Kunststoffschmelzen getrimmt ist und die Weiterentwicklung des ERF250 darstellt. Schmelzefilter der ERF-Baureihe sind weltweit fast 400-mal erfolgreich im Einsatz. Speziell für die PET-Verarbeitung zeigt Ettlinger auf der NPE 2018 die Schmelzefilter der Eco-Baureihe, die seit Ihrer Markteinführung im Jahr 2015 bei einer Vielzahl namhafter Hersteller von Folien oder auch Verpackungsbändern im Einsatz sind.

Alle Filter arbeiten selbstreinigend mit einer rotierenden, perforierten Trommel, die kontinuierlich von außen nach innen von der Schmelze durchströmt wird. Ein Abstreifer trägt die auf der Oberfläche verbleibenden Verschmutzungen ab und führt sie zum Austragssystem zu. So ist ein vollautomatischer, zum Teil über Wochen und Monate unterbrechungsfreier Betrieb ohne Siebwechsel möglich – bei geringen Schmelzeverlusten sowie guter Durchmischung und Homogenisierung der Schmelzen.

Plus 28 % mit dem ERF350

Die ERF-Filter von Ettlinger eignen sich zum Filtrieren aller gängigen Polyolefine und Polystyrole sowie einer Vielzahl technischer Kunststoffe wie Styrolcopolymere, TPE und TPU. Dabei trennen sie Fremdstoffe wie Papier, Aluminium, Holz, Elastomere oder höher aufschmelzende Kunststoffe bei Verschmutzungen bis zu 18 % zuverlässig ab. Der neue Typ ERF350 ist das erste Modell einer leistungsgesteigerten Generation. Abhängig von der Art und dem Verschmutzungsgrad der Schmelze sowie von der gewählten Filterfeinheit erreicht er eine maximale Durchsatzleistung von 3.800 kg/h. Dies entspricht einer Steigerung von rund 28 % gegenüber dem bewährten ERF250 – bei gleicher Filterfläche, dem gleichen geringen Platzbedarf und ebenfalls hoher Energieeffizienz.

Dazu Geschäftsführer Volker Neuber: „Unsere ERF-Hochleistungs-Schmelzefilter geben Recyclingbetrieben eine hocheffiziente Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit in diesem kostengetriebenen, stark umkämpften Markt zu festigen. Gerade Unternehmen, die große Mengen verarbeiten, profitieren von unserer Technologie und insbesondere von der beeindruckenden Leistung des Typs ERF500, der sich für Durchsätze bis zu 6.000 kg/h eignet.“ Als typische Anwender nennt Neuber Compoundeure, die PP für den Einsatz in der Automobilindustrie aufbereiten, und Hersteller von Verpackungsfolien aus beispielsweise LDPE. „Hier in den USA besteht ein enormer Bedarf für hochwertige Regenerate und dementsprechend auch für unsere Filter. So werden wir dort bis Messebeginn bereits 14 Einheiten des ERF500 verkauft haben, und diverse vielversprechende Projekt lassen erwarten, dass wir im Umfeld der Messe weitere Abschlüsse tätigen werden.“

Eco für hochwertige Extrudate

Während die ERF-Baureihe auf das Abtrennen von Fremdstoffen aus hochverschmutzten Kunststoffen angepasst ist, eignen sich die Schmelzefilter der Eco-Baureihe insbesondere für die Filtration von leichtfließenden Materialien wie PET und PA mit Verschmutzungsgraden von bis zu 1,5 % aber auch für die Filtration von Polyolefinen und Polystyrolen in der Extrusion von Folien, Platten und anderen Halbzeugen. Die Eco-Serie wird für Filterfeinheiten von 80 µm bis 1.000 µm und mit maximalen Durchsätzen von 1.800 kg/h bzw. 3.000 kg/h in zwei Baugrößen angeboten, dem Eco 200 und dem Eco 250.

Neuber weiter: „Auch mit unserer Eco-Baureihe sind wir schon heute gut im amerikanischen Markt etabliert, wobei besonders viele Recycler von PET-Flaschen von den extrem niedrigen Schmelzeverlusten profitieren. Das Recycling von PET-Verpackungsbändern und die Integration der Schmelzefilter direkt in PET-Thermoformlinien erweisen sich dabei für uns als attraktive Wachstumsbereiche.“ Als eine Spezialität nennt er die Aufbereitung der PET-Fines, die beim Recycling von PET-Einwegflaschen als zweite Fraktion in beträchtlichen Mengen neben den eigentlichen Flakes resultieren. „Wegen ihrer besonders hohen Anteile an Papier, Aluminium oder PVC sind sie ein schwierig zu handhabendes Inputmaterial. Unsere Eco-Filter trennen auch daraus problemlos sehr hohe Anteile des hochwertigen PET ab, das dann wieder für die Herstellung anspruchsvoller Produkte verwendbar ist.“ So sieht Neuber auch in diesem Bereich optimistisch in die Zukunft: „Aktuell stehen fünf Bestellungen für Eco-Filter vor der Auslieferung an Kunden in den USA, und mit dieser Reputation werden wir ganz sicher auch auf der NPE punkten können.“

www.ettlinger.com

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