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Ferromatik Milacron: Mehrkomponenten- und Medizintechnik im Fokus

Auf der F 220 mit 2.200 kN Schließkraft werden mit einem 4-fach-Werkzeug Becher für das Abfüllen von Früchtekompott hergestellt. (Foto: Ferromatik)

Im Bereich der Mehrkomponententechnik bietet die Ferromatik Milacron GmbH, Malterdingen, mit dem Coinjection Molding Möglichkeiten, um das Barrierespritzgießen im Dünnwandverpackungsmarkt rentabel zu machen. Dabei werden Synergien innerhalb des Milacron-Konzerns genutzt und die Komponenten der einzelnen Milacron-Brands zu einem effektiven System verknüpft. Auf der Fakuma wird eine Komplettanlage bestehend aus einer Ferromatik Milacron F 220 Spritzgießmaschine mit Kortec-Coinjection-Molding-Technology und einem Mold-Masters-Spritzaggregat zu sehen sein.

Die Anlage stellt mit einem 4-fach-Werkzeug Becher für das Abfüllen von Früchtekompott her. Dabei werden die Systemkomponenten so gesteuert, dass die beiden in den Spritzaggregaten erzeugten Kunststoffschmelzen über den Heißkanal und die Verschlussnadeltechnik überlagert werden und im Formwerkzeug zu einer Barriereverpackung erstarren.

Die hybride F 220 Spritzgießmaschine ist mit 2.200 kN Schließkraft dabei der Mittelpunkt der Anlage und ermöglicht mit ihrer Steuerung das Zusammenspiel der Komponenten und die Produktion der Früchtebecher aus PP, die in ihrem Kern eine hauchdünnes Schicht aus EVOH aufweisen. Diese Schicht dient als Barriere und ermöglicht lange Haltbarkeitszeiten für das Früchtekompott. Gespritzt werden die Becher in einer Zykluszeit von rund 7 s.

Vollautomatische Fertigungszelle für klebefreie Einwegspritzen

Vollautomatische Fertigungszelle mit F 120 Z.NFS zur Produktion klebefreier Einwegspritzen. (Foto: Ferromatik)

Für Anwendungen im Medizinteile-Bereich bietet Ferromatik Milacron Spritzgießmaschinen mit spezieller Medical-Ausstattung an. Dazu zählen Edelstahlabdeckungen sowie FDA-konforme Schmierstoffe und, auf Wunsch, eine GMP-Dokumentation. Damit wird vor allem den hygienischen Aspekten Rechnung getragen.

Kernstück der auf der Fakuma gezeigten Anlage ist eine vollelektrische Ferromatik Milacron F 120 Spritzgießmaschine. Die F 120 mit 1.200 kN Schließkraft ist mit einer APh-35-Spritzeinheit sowie einer 3-Zonen-Schnecke mit 20 mm Durchmesser ausgestattet. Die Maschine produziert mit einem hocheffizienten Nadelvereinzelungssystem und einem 4-fach-Werkzeug von Zahoransky-Formenbau, Freiburg, Einwegspritzen mit Nadeln, ohne dass ein Klebevorgang erforderlich ist. Dafür werden die Nadeln ins Werkzeug eingelegt, ausgerichtet und umspritzt. Parallel zur Einlegephase der Nadeln in der einen Werkzeughälfte werden in der zweiten Trennebene die fertig gespritzten Teile entnommen.

Medizinteilfertigung auf vollelektrischer Elektron 30

Die vollelektrische Elektron 30 mit 300 kN Schließkraft eignet sich insbesondere für die Medizintechnik und für Verpackungen im Lebensmittelbereich. (Foto: Ferromatik)

Die vor rund einem Jahr neu eingeführte vollelektrisch angetriebene Elektron 30 hat großen Anklang gefunden. Sie wird sehr häufig in der Medizinbranche angewandt. Durch den Verzicht auf Öl sind diese Maschinen insbesondere für die Medizintechnik und für Verpackungen im Lebensmittelbereich geeignet und begünstigen die Reinraumproduktion. Die servomotorischen Antriebe garantieren eine dauerhaft hohe Teilequalität. Die gezeigte Elektron 30 ist mit einer Spritzeinheit der internationalen Größe 55 ausgestattet ist. Sie fertigt medizintechnische Träger für 1-ml-Ampullen mit 1,6 g Gewicht, in einer Zykluszeit von 9,1 s. auf einem Werkzeug mit vier Kavitäten der Firma Braunform, Bahlingen.

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