Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Geba: Portfolio an Mikrogranulaten erweitert

Seit 2012 setzt die Geba Kunststoffcompounds GmbH, Ennigerloh, auf ihre thermoplastischen Mikrogranulate Gebamic. Dazu hat der Full-Service-Compoundeur umfangreich in entsprechende Technologien investiert. Installiert wurden Anlagen zur Unterwassergranulierung inklusive der kompletten Peripherie, um Mikrogranulate mit sehr geringer Partikelgröße von 400 µm und weniger herstellen zu können.

Weitergehende Eigenschaften für Gebamic

In den letzten Jahren wurde das Gebamic-Mikrogranulat mit neuen, weitergehenden Eigenschaften ausgestattet. Zum Beispiel hat Geba antistatische, leitfähige und flammgeschützte Granulate entwickelt, welche häufig in der Elektro- und Automobilindustrie Verwendung finden. Des Weiteren umfasst das Portfolio Materialien mit FDA-Zulassung für Anwendungsbereiche in der Lebensmittelindustrie.

Zu den Stärken des Mikrogranulats Gebamic zählen weitere wichtige Eigenschaften.

Effizienter Prozess und staubarme Produktion

So können die Mikrogranulate gegenüber vergleichbaren Kaltmahlpulvern u. a. durch ihren Herstellungsprozess punkten. Die Compoundierung mit Additiven sowie Pigmenten und die Mikrogranulierung erfolgen in einem Prozessschritt. Bei kaltvermahlenen Pulvern ist dagegen die Compoundierung ein vorgeschalteter separater Arbeitsschritt, was die Gefahr von Verunreinigungen erhöht und einen größeren Zeitaufwand bedeutet. Das eigentliche Kaltvermahlen ist zudem ein komplexer Prozess, weshalb er häufig von weiteren Verarbeitern übernommen wird. Zusatzkosten u. a. für Know-how, Verpackung und Transport sind die Folge.

Ein weiterer Vorteil von Gebamic-Mikrogranulaten ist, dass sie bei der Verarbeitung im Gegensatz zu Kaltmahlpulvern staubfrei sind. Teure Arbeitsschutzmaßnahmen sind daher nicht notwendig. Anwendungsbereiche sind rotationsgesinterte Slush-Häute oder die Beschichtung von Transportbändern, Geweben, Textilien und Böden.

Einfaches Handling, feinere Verteilung im Polymer

Gebamic eignet sich weiterhin sehr gut zur Herstellung von Farb- und Additiv-Masterbatchen in Mikrogranulatform. Diese verteilen sich bei der Compoundierung durch ihre geringe Partikelgröße feiner und gleichmäßiger im Rohpolymer. Dagegen müssen herkömmliche Masterbatche mit üblicher Granulatgröße höher dosiert werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Insgesamt werden somit weniger Farbmittel und Additive benötigt. „Dadurch eröffnet sich ein beträchtliches Einsparpotenzial, weil Masterbatche im Vergleich zu Rohpolymeren sehr teuer sind“, sagt Sven Gnegeler, geschäftsführender Gesellschafter bei Geba. Gegenüber pulverförmigen Masterbatchen sind die mikrogranulierten Masterbatche einfacher zu handhaben, besser zu dosieren und staubfrei.

Genaue Dosierbarkeit, schnelles Aufschmelzen

Gute Einsatzchancen haben die neuen TPU-Mikrogranulate auch beim Mikrospritzgießen. Sie sind wegen ihrer guten Rieselfähigkeit sehr präzise zu dosieren. Dank ihrer geringen und einheitlichen Partikelgröße schmelzen sie schnell und homogen auf, weshalb die Schmelze thermisch weniger belastet wird. Weiterhin sorgen die hohe Fließfähigkeit der Schmelze und ihr Erstarrungsverhalten dafür, dass auch komplexe Werkzeugkonturen präzise abgebildet werden.

PC/ASA-Blends mit Flammschutz

Seit neuestem produziert Geba auch flammgeschützte PC/ASA-Blends. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Materialien unter der Marke Gebablend A FR zählen die guten Verarbeitungseigenschaften, die hohe Schlag- und Kerbschlagzähigkeit sowie eine gute Wärmeformbeständigkeit und attraktive Oberfläche.

PC/ASA Gebablend A FR eignet sich gut für verschiedene anspruchsvolle Anwendungen und ist in zahlreichen Farben erhältlich. Zu den Einsatzmöglichkeiten zählen in der Elektroindustrie z. B. Steckdosen, Sicherungskästen, Eingabegeräte und Schaltanlagen. Die Werkstoffe erfüllen die Anforderungen V0 nach UL94 bei einer Wandstärke von 1,5 mm.

www.geba.eu

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