Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Geba: TPU mit Carbonfaser-Verstärkung

Das carbonfaserverstärkte TPU ist u. a. für Protektoren im Sportartikelbereich einsetzbar. (Foto: Geba)

Das carbonfaserverstärkte TPU ist u. a. für Protektoren im Sportartikelbereich einsetzbar. (Foto: Geba)

Die Geba Kunststoffcompounds GmbH, Ennigerloh, und die Bayer Material Science AG, Leverkusen, haben mit Desmovit DP R CF eine Reihe esterbasierter, thermoplastischer Polyurethane (TPU) mit Carbonfaserverstärkung entwickelt.

Das Material bringt viele Eigenschaften unverstärkter thermoplastischer Polyurethane und überzeugt mit hoher Verschleißfestigkeit und Beständigkeit gegen viele Öle und Fette, Heißluft und Hydrolyse.

Durch seine mechanischen Werte setzt sich es sich von glasfaserverstärkten TPUs ab. Die Zugfestigkeit liegt je nach Verstärkungsgrad zwischen 70 und 135 MPa (ISO 527) und beim Biegemodul werden Werte von bis zu 5.700 MPa (ISO 178) erreicht. Durch die Kombination der guten Zugeigenschaften mit einer hohen Schlag- und Kerbschlagzähigkeit, ist der neue Werkstoff für Produkte von Bedeutung, bei denen das Abfangen von Schlägen und Stößen eine wichtige Rolle spielt. Eine weitere nennenswerte Eigenschaft ist, dass der neue Kunststoff erst ab einer Streckdehnung von 17,5 % irreparabel beschädigt ist.

Mit einer niedrigen Dichte und den mechanischen Werten wird der Einsatz von Desmovit DP CF für die Produktion von Protektoren sowie Schutzhüllen für z.B. Tablets und Smartphones empfohlen. Das Material verhindert das Durchdringen von spitzen Gegenständen, absorbiert die Aufprallkraft und verringert so die noch einwirkende Restkraft. Zudem sind diverse Anwendungen im Sportartikelbereich und der Einsatz in langlebigen Gehäusen in unterschiedlichsten Einsatzbereichen wie z.B. in Werkzeug-, Uhren und Fernglasgehäusen denkbar. So gewährleistet das Material z.B., dass bei Ferngläsern die optische Technik nicht durch Erschütterungen und Stöße geschädigt wird. Das carbonfaserverstärkte TPU ist ab einem gewissen Verstärkungsgrad auch antistatisch und eignet sich dadurch zur Verwendung in Rollen, Rädern und Gehäusen, bei denen es nicht zu elektrostatischen Entladungen kommen darf. So kommt es selbst für einen Einsatz im Bergbau oder in der chemischen Industrie sowie für industrielle Zahnräder in Frage. Aufgrund der Wärme- und Kältestabilität des Materials bietet es sich auch für den Einsatz in verschiedenen Außenanwendungen an.

www.geba.eu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.