Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Getecha: Zerkleinerungstechnik für viele Fälle

Vielseitig: Energieeffiziente Trichtermühle der neuen Baureihe RS 45000 für Stundendurchsätze von 700 bis 1200 kg. (Bild: Getecha)

Vielseitig: Energieeffiziente Trichtermühle der neuen Baureihe RS 45000 für Stundendurchsätze von 700 bis 1200 kg. (Foto: Getecha)

Moderne Zerkleinerungssysteme für den Einsatz in Extrusions- und Blasformtechnik sowie Thermoforming und Spritzguss stellt Getecha auf der K aus. Auf seinem Messestand präsentiert der Anlagenbauer ausgewählte Schneidmühlen seines Rotoschneider-Sortiments, zahlreiche technische Neuerungen und automatische Entnahmesysteme.

So ist eine Auswahl seiner Groß- und Zentralmühlen sowie leistungsfähige Entnahme-Systeme für die Spritzgieß-Automation zu sehen. Ein Blickfang ist dabei die Großmühle RS 6012 mit ihrem 3-Messer-Rotor und drei Statormessern. Das Haupteinsatzgebiet dieser mit einem kräftigen 90-kW-Antrieb ausgestatteten Maschine ist das Zerkleinern großer Kunststoffteile. Sie nimmt es sowohl mit klebrigen Butzen aus Blasformmaschinen auf als auch mit Stanzgitterrollen, massiven Platten oder kompletten Kraftstofftanks. Innerhalb der Produktionslogistik gewährleistet eine solche Großmühle den wirtschaftlichen Wertstoffkreislauf. Dabei passt Getecha die Mühlen mit verschiedenen Rotorvarianten, Antriebsmotoren und Verschleißschutzpaketen sowie mit automatischen Zu-/Abführsystemen und der geeigneten Steuerungstechnik stets optimal an die konkrete Anwendung an.

Vielseitig und kompakt

Ebenfalls auf der K zu sehen sind die vielseitigen Getecha-Trichtermühlen der neuen Baureihe RS 45000 für Stundendurchsätze von 700 bis 1.200 kg. Da ihr Antrieb nach oben versetzt und ins Gehäuse integriert wurde, bauen diese Mühlen sehr kompakt. Gleichzeitig bietet die ergonomische Geometrie ihres Trichters eine reduzierte Einwurfhöhe. Die Rotorlagerung wurde optimiert und die Rotorwelle verkürzt, was deren Belastung reduziert. Der abgeflachte Einlaufwinkel sorgt dafür, dass die Teile weniger tief ins Mahlwerk eintauchen – das reduziert die erforderliche Schneidleistung und senkt den Energieverbrauch! Und dank zweiteiliger Riemenabdeckung und elektrisch abgefragter Rotorveriegelung setzt die RS 45000 auch Maßstäbe in Sachen Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit.

Repräsentantin der Mittelklasse: Die Zentralmühle RS 3806 für Durchsätze bis zu 600kg/h zeigt Getecha auf der K mit neuen Design und neuer Schallschutz-Umhausung (Bild: Getecha)

Repräsentantin der Mittelklasse: Die Zentralmühle RS 3806 für Durchsätze bis zu 600 kg/h zeigt Getecha auf der K mit neuen Design und neuer Schallschutz-Umhausung (Foto: Getecha)

Als Repräsentantin der Mittelklasse mit einem Durchsatz von bis zu 600 kg/h zeigt Getecha auf der K eine neu designte RS 3806 mit Schallschutz-Umhausung. Die ausgestellte Zentralmühle ist konfiguriert für die Inline-Zerkleinerung von Ober- und Unterbutzen direkt an einer Blasformmaschine. In dieser Version kann sie auch ganze 30-Liter-Kanister problemlos zerkleinern. Ebenfalls in Düsseldorf zu sehen und mit neuem Design und neuem Schallschutz-Gehäuse ausgestattet ist eine RS 3004. Diese Zentralmühle ist eine flexible Zerkleinerungslösung für Durchsätze von bis zu 360 kg/h.

Autonom und staubdicht

Speziell für die Aufgabe der Randstreifen-Zerkleinerung in der Extrusionstechnik zeigt Getecha auf der K seine RS 2404-E. Diese schallgedämmte Einzugsmühle für Randstreifen von Folien und Platten mit Dicken von 0,2 bis 5 mm kann direkt neben der Extrusionslinie aufgestellt werden. Sie arbeitet mit zwei autonomen Einzugssystemen mit einstellbaren Einzugsbreiten – es lassen sich also gleichzeitig Randstreifen unterschiedlicher Dicke verarbeiten. Da jeder Einzug einen eigenen Frequenzumrichter hat, lassen sich auch deren Einzugsgeschwindigkeiten unabhängig regeln. Damit kann die RS 2404-E genau an die Taktung von Extrusionslinie und Wiederverwertung angepasst werden.

Ein besonderes Ausstellungsstück auf dem K-Stand: Die staubdichte Sauberraum-Schneidmühle GRS 180 von Getecha. (Bild: Getecha)

Die staubdichte Sauberraum-Schneidmühle GRS 180. (Foto: Getecha)

Ein besonderes Ausstellungsstück auf dem K-Stand von Getecha ist die staubdichte Sauberraum-Schneidmühle GRS 180. Ausgerüstet mit automatischem Schleusentrichter, integriertem Absaugbehälter und umfassendem Dichtungstechnik-Maßnahmen lässt sie weder Staubpartikel noch Mahlgut austreten und entspricht den Sauberraum-Maßstäben (Partikel < 1,0 µm) vieler Kunststoff-Verarbeiter. Das Zerkleinern erledigt ein geneigt eingebauter Scherenschnitt-Rotor. Die in Düsseldorf ausgestellte GRS 180 leistet im Dauerbetrieb einen Durchsatz von 35 kg/h. Ohne oder mit Euromap

Neben seinen Zerkleinerungsmühlen zeigt Getecha automatische Entnahmesysteme für den Einsatz an Spritzgießanlagen. Ein Klassiker in diesem Bereich ist der mit überlagertem Bewegungsablauf arbeitende GRA 112 (Tragkraft 500 g). Dieser nicht-lineare Angusspicker eignet sich für Spritzgießmaschinen mit bis zu 3.000 kN. Zu seinen Stärken zählt sein niedriger Druckluftverbrauch von nur 1,3 NI/ Zyklus. Außerdem arbeitet er ohne Euromap-Schnittstelle. Der Anwender benötigt also nur Druckluft und 230 V zum Betrieb.

Leichtgewicht: Speziell ausgelegt für den Anguss- und Kleinteile-Abgriff an kleinen und mittleren Spritzgießmaschinen ist das Entnahmesystem GL 3-S (Bild: Getecha)

Leichtgewicht: Speziell ausgelegt für den Anguss- und Kleinteile-Abgriff an kleinen und mittleren Spritzgießmaschinen ist das Entnahmesystem GL 3-S (Foto: Getecha)

Für die besonders schnelle Entnahme von Angüssen an Spritzgießanlagen konzipiert ist der GLS 1-S. Diese Seitenentnahme-Vorrichtung ist Teil des Lineartechnik-Baukastens von Getecha, mit dem sich je nach Anforderung komplette Positionier- und Handhabungssysteme mit bis zu vier Achsen und Tragkräften von bis zu 150 kg realisieren lassen. Bestens geeignet sind diese Entnahmesysteme etwa für 2K-Maschinen. Speziell ausgelegt für den Anguss- und Kleinteile-Abgriff an kleinen und mittleren Spritzgießmaschinen ist der GL 3-S – ein Leichtgewicht mit drei Servoachsen, freier Programmierbarkeit und einfacher Bedienung. Standardabläufe lassen sich damit ohne Einarbeitungsaufwand parametrieren.

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