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Gummiwerk Kraiburg: Silikon für Temperaturspitzen bis 400 °C

Der Elastomer-Compoundeur Gummiwerk Kraiburg, Waldkraiburg, hat Festsilikonmischungen im Portfolio, die für viele Anwendungen bis zu 300 °C Dauertemperatur einsetzbar sind. Die Heißluftbeständigkeit handelsüblicher Silikone liegt bei etwa 230°C.

Mit einer ausgeklügelten Compoundierung konnte die Hitzebeständigkeit der Silikonmischungen erweitert werden. (Foto: Gummiwerk Kraiburg)

Mit einer ausgeklügelten Compoundierung konnte die Hitzebeständigkeit der Silikonmischungen erweitert werden. (Foto: Gummiwerk Kraiburg)

Das verwendete Basispolymer verfügt bereits über eine herausragende Hitzebeständigkeit, die durch eine ausgeklügelte Compoundierung weiter gesteigert werden konnte. Kurzzeitig sind damit sogar Temperaturspitzen bis zu 400 °C möglich, ohne dass das Material nachhaltig geschädigt wird.

Umfangreiche Untersuchungen im Temperaturbereich von 225 bis 300 °C zeigen nach Angaben von Kraiburg, dass sich – je nach Temperatur – die Festigkeitseigenschaften auch nach einer Belastung bis zu 2.000 h nur unwesentlich ändern.

Weiterhin zeichnen sich die neuen Compounds durch eine gute Beständigkeit in Heißdampf aus. Damit lassen sich beispielsweise Dichtungen herstellen, die gleichzeitig eine gute Hitze- und Heißdampfbeständigkeit aufweisen.

Die neuen hitzebeständigen HTV-Mischungen können bspw. für Gummidichtungen in Backofentüren eingesetzt werden. (Foto: Gummiwerk Kraiburg)

Die neuen hitzebeständigen HTV-Mischungen können bspw. für Gummidichtungen in Backofentüren eingesetzt werden. (Foto: Gummiwerk Kraiburg)

Die Compounds sind im Extrusions-, Press- und Spritzgießverfahren verarbeitbar. Die verwendete Additionsvernetzung garantiert allgemein kurze Zykluszeiten bei der Vulkanisation. Eine Peroxidvernetzung ist jedoch ebenso möglich, beispielsweise wenn eine langsamere Vulkanisation notwendig ist. Unter den üblichen Lagerbedingungen sind die Compounds mindestens drei Monate lagerfähig.

Die Shore-Härte kann beliebig zwischen 55 und 70 Shore A eingestellt werden. Nach einer entsprechend sorgfältigen Temperung eignen sich die Teile für den Kontakt mit Lebensmitteln gemäß den Vorgaben des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA).

Die Kälteflexibilität liegt im üblichen Bereich von Silikon von bis zu -50 °C. Damit stehen dem Anwender jetzt Compounds für einen deutlich erweiterten Temperaturbereich zur Verfügung.

www.kraiburg-rubber-compounds.com

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