Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Henkel: Benzoxazine-Harze für Komposite

Loctite Benzoxazine-Harze bieten bei der Herstellung von Komposit-Bauteilen eine Reihe von Vorteilen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. (Foto: Henkel)

Loctite Benzoxazine-Harze bieten bei der Herstellung von Komposit-Bauteilen eine Reihe von Vorteilen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. (Foto: Henkel)

Insbesondere Materialien zur Herstellung von Kompositen stellen die Luftfahrtindustrie vor eine Vielzahl von Herausforderungen: Neben der Notwendigkeit spezieller Materialien für automatisierte Produktionsverfahren, deren Transport und weltweiter Verfügbarkeit stehen auch ihre Gesamtkosten inklusive der Reparatur von Kompositen im Blickpunkt. Für die Luft- und Raumfahrtindustrie bietet die Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, nicht nur Klebstoffe, sondern auch innovative Komposit-Technologien. Mit dem Leitgedanken „Lighter-Thinner-Stronger“ bringt Henkel zum Ausdruck, dass unter anderem mit seinen Benzoxazine-Injektionsharzen Leichtbautechnologien ermöglicht werden, die höchsten Anforderungen an Stabilität gerecht werden.

Mit einer Gewichtseinsparung von fast 30 % gegenüber der Verwendung von Metall führen die Loctite Benzoxazine-Harze zu einem deutlich reduzierten Treibstoffkonsum. Dank ihrer Stabilität unter Raumtemperatur und der geringen Brennbarkeit verbessern sie die Gesundheits- und Sicherheitskonditionen in der Luftfahrttechnik. Zudem reduzieren die verbesserten Leistungseigenschaften der Benzoxazine-Produkte den Materialverbrauch und die Gefahren ausgehend von Abfallprodukten. Ein weiterer Vorteil: Da die Harze schneller aushärten, entsteht ein geringerer Härtungsschrumpf. Somit werden Spannungen, die zur Schädigung vom Bauteil oder zur Ablösung des Klebstoffes führen können, vermieden.

Verbesserungen entlang der Wertschöpfungskette

Die Komposit-Technologien von Henkel bieten effiziente und nachhaltige Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ermöglichen damit eine Reduzierung der Prozesskosten bei der Herstellung von Flugzeugen. Schon zu Beginn des Produktionsvorganges, im Bereich Design und Konstruktion, erfüllen die Harze vielfältige Anforderungen, indem sie Design-Flexibilität in Bezug auf Aerodynamik, Effizienz und Komfort bieten und zugleich die Komplexität im Produktionsprozess reduzieren. Die Vorteile der Benzoxazine-Produkte gegenüber anderen Technologien zeigen sich auch bei der Lagerung und Abfertigung: Aufgrund ihrer möglichen Aufbewahrung und Verfrachtung bei Raumtemperatur müssen sie nicht gekühlt gelagert werden, was den Energieverbrauch wesentlich reduziert. Ihre Stärke zeigen die Benzoxazine insbesondere auch mit Blick auf notwendige Reparaturen: Dank der längeren Lebensdauer reduzieren sie Wartungskosten.

Vorteile durch Injektionsverfahren

Die Möglichkeit, die Loctite Benzoxazine-Produkte auch mit Injektions-Verfahren wie dem Resin Transfer Molding (RTM) einzusetzen, bringt weitere Vorteile. So lässt sich dank der Fließfähigkeit der Harze in einem breiten Temperaturbereich ein kontrollierbarer Flüssigkeitsgrad erzeugen, was eine bessere Verarbeitung zulässt. Durch die einfache Anwendung und geringe Reaktivität wird Abfall vermieden und das Risiko für unkontrollierte Reaktionen verringert. Für die Luft- und Raumfahrtindustrie bietet Henkel ein weitreichendes Portfolio, in dem beispielsweise die Benzoxazine-Harze Loctite BZ 9110, Loctite BZ 9120 und Loctite BZ 9130 durch ein breites Anwendungsspektrum und eine geringere Flammbarkeit im Vergleich zu Epoxid-Harzen überzeugen.

www.henkel.com/aerospace

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