Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Hotset: Schnelle Meldung aus der dynamischen Zone

Ein neuer Thermosensor mit kurzer Ansprechzeit verleiht dem Z-System für die partielle und zyklische Kavitäten-Temperierung eine höhere Prozessgenauigkeit. (Foto: Hotset)

Ein neuer Thermosensor mit kurzer Ansprechzeit verleiht dem Z-System für die partielle und zyklische Kavitäten-Temperierung eine höhere Prozessgenauigkeit. (Foto: Hotset)

Wenn in der Kunststofftechnik hochwertige Oberflächen oder feine Mikrostrukturen erzielt werden sollen, bietet sich das Z-System von Hotset, Lüdenscheid, an. Gerade in der Serienproduktion von Formteilen für Consumer-Industrie und Automobilbau bietet diese hochflexible Lösung für die partielle und zyklische Kavitäten-Temperierung Pluspunkte. Nun kommt ein weiterer hinzu: Ein neuer Thermosensor mit kurzer Ansprechzeit. Mit dieser Eigenentwicklung verleiht Hotset seinem Z-System eine noch höhere Prozessgenauigkeit.

„Alle marktüblichen Kavitätsfühler sind inzwischen zu träge und können nicht mehr mithalten mit der hohen Dynamik der Prozesse unseres Z-Systems für die partielle und zyklische Kavitäten-Temperierung. Basierend auf unseren internen Entwicklungs- und Engineering-Kompetenzen auf dem Gebiet der Sensortechnik haben wir deshalb in den vergangenen Monaten ein eigenes, extrem schnell reagierendes Thermoelement realisiert“, berichtet Hotset-Projektmanager René Schlöter.

Er spricht damit einen Aspekt an, der für fast jedes dynamische oder variotherme Werkzeug-Temperiersystem der Spritzgießtechnik von grundlegender Bedeutung ist: Der Einsatz von Kavitätsfühlern zur berührungslosen Messung der Temperaturwechsel im Werkzeug, die sich durch sehr kurze Ansprechzeiten bewähren. Je reaktionsfreudiger und agiler ein solcher Wärmesensor arbeitet, desto exakter lässt sich die Temperierung steuern und überwachen.

„Dank unseres neuen Kavitätssensors springt unser Z-System mess- und regeltechnisch auf die nächsthöhere Leistungsstufe. Das gilt für beide Regelungsarten der partiell-zyklischen Temperierung – also sowohl den zeit- als auch den temperaturgesteuerten Modus“, erklärt Schlöter. In beiden Fällen führt der Einsatz des neuen Thermoelements zu einer Verbesserung der Prozesssicherheit und der Wiederholgenauigkeit. Für den Anwender des Z-Systems bedeutet das: Er erhält präzisere Auskünfte über die partielle Temperierung. Direkter und zielsicherer kann über die Steuerung des Z-Systems Einfluss nehmen auf die Detailgenauigkeit und die Oberflächenqualität seines Spritzgussteils.

Nah dran am Flow

Im Rahmen des werkzeugspezifisch und kundenindividuell ausgeführten Einbaus des Z-Systems – der Installation eines Heißkanalsystems sehr ähnlich – wird das neue Thermoelement von Hotset so nah wie möglich an den zu temperierenden Bereich in der Kavitätswandung herangeführt. „Damit sitzt der Sensor immer direkt in jener dynamischen Zone der partiell-zyklisch temperierten Masse, die für die Oberflächenqualität des Spritzgussteils ausschlaggebend ist“, betont Schlöter. Hier erfasst der neue Kavitätsfühler dank seines schnellen Ansprechverhaltens auch kleine Temperaturveränderungen und -abweichungen in Nahezu-Echtzeit. Im Bruchteil einer Sekunde werden die Messwerte dann an die Steuerung des Z-Systems weitergeleitet und zur Visualisierung grafisch aufbereitet.

Systemelement oder Zulieferteil

Angeboten wird das neue Thermoelement zunächst in den industrieüblichen Typen K und J – und zwar sowohl als Komponente des Z-Systems als auch als eigenständiges Zulieferteil für die Hersteller anderer dynamischer oder variothermer Temperierprodukte. Der Wärmesensor lässt sich flexibel an verschiedene Einbausituationen anpassen. Dabei ist es gerade bei schnellen thermodynamischen Prozessen sehr wichtig, die Integration des Kavitätsfühlers hinsichtlich seiner Positionierung und thermischen Ankoppelung möglichst praktikabel und reproduzierbar auszuführen.

www.hotset.com

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