Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

HRSflow: Heißkanal-Technologie mit einfachem Treibermodul statt zusätzlicher Steuereinheit

Neue, platzsparende Full Compact Nozzles (l.), servoangetriebene Flexflow-One-Heißkanal-Technologie, die mittels externem Smart Interface (r.o.) programmiert wird, sowie neue Druckplatten (r.u.). (Foto: HRSflow)

Neue, platzsparende Full Compact Nozzles (l.), servoangetriebene Flexflow-One-Heißkanal-Technologie, die mittels externem Smart Interface (r.o.) programmiert wird, sowie neue Druckplatten (r.u.). (Foto: HRSflow)

Die servoangetriebene Flexflow-One-Heißkanal-Technologie, die ohne zusätzliche Steuereinheit auskommt, und die neue Düsenbaureihe der wenig Bauraum beanspruchenden Full Compact Nozzles mit über die Länge konstantem Außendurchmesser sind die Highlights am Stand von HRSflow, San Polo di Piave (Italien), auf der Fakuma 2017. Mit neu entwickelten Druckplatten kann der Heißkanal zur Abstützung im Werkzeug genutzt werden und eine ebenfalls neue Ausschraubhilfe vermeidet Beschädigungen bei der Demontage von eingeschraubten Heißkanaldüsen.

Bei den servomotorisch angetriebenen Flexflow-One-Nadelverschlusssystemen für Heißkanaldüsen ersetzt ein einfach aufgebautes Treibermodul die sonst obligatorische Steuerungseinheit. In der aktuellen Ausführung ist dieses Modul mit einer Standardeinstellung vorgeladen, bei der die Düsennadel jeweils komplett auf und zu fährt. Mittels eines externen, zu diesem Zweck anschließbaren Smart Interface (ESI) lassen sich deren Hub und Geschwindigkeit anwendungsspezifisch einstellen, bei Bedarf auch mehrstufig. Pro System können damit bis zu 24 Verschlussnadeln einzeln programmiert werden. Nach dem Abspeichern dieser Parameter auf dem Treibermodul ist das System ohne Steuereinheit einsatzbereit.

Als zusätzlicher Sicherheitsfaktor gegenüber hydraulisch angetriebenen Systemen ist werksseitig ein maximales Drehmoment für den Servomotor vorgegeben. Bei Erreichen dieses Wertes schaltet die Elektronik ab, um das Auftreten von Schäden am Heißkanalsystem sowie am zu verhindern. Zudem sind alle Flexflow-One-Systeme mit einer Safety Interface Box (SIB) verbunden, die mit der Steuerung der Spritzgießmaschine kommuniziert, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.

Mit Full Compact Nozzle bezeichnet HRSflow eine neue Familie von Einschraub-Heißkanaldüsen mit einem Beheizungssystem, das Bauraum spart. Dabei konnte der Außendurchmesser von 30 mm über die gesamte Düsenlänge auf gleichbleibend 28 mm verringert werden. Die Düsen sind für die Herstellung kleiner und filigraner Teile wie Lautsprechergitter optimiert und auch für das rückwärtige Anspritzen von der Auswerferseite her geeignet.

Die Längen reichen von 75 mm bis 450 mm bei Innendurchmessern von 6, 8 und 10 mm. Die neuen Düsen können mit einer oder zwei Heizzonen ausgerüstet werden und sind in den Ausführungen Classic Line und Fail Safe (mit zwei Heizvorrichtungen und zwei Thermofühlern) verfügbar. Mögliche Anschnittvarianten sind Torpedo, offene Düse und Nadelverschluss.

Ebenfalls gezeigt werden auf der Fakuma die kürzlich am Markt eingeführten und als Pressure Block bezeichneten Druckplatten von HRSflow. Sie werden zwischen Heißkanalsystem und Werkzeug eingefügt. Dank ihrer sehr geringen Wärmeleitfähigkeit sorgen sie für ein harmonisiertes Temperaturprofil im Heißkanalsystem. Zudem tragen sie zu einer deutlich erhöhten Werkzeugsteifigkeit bei. Sie sind flexibel positionierbar, ohne das Temperaturprofil des Heißkanalsystems negativ zu beeinflussen.

Die als Thread Safe Kit bezeichnete Ausschraubhilfe senkt den Wartungsaufwand, denn sie trägt dazu bei, dass sich die Düse leicht und ohne Beschädigung des Gewindes ausbauen lässt. Speziell bei der Verarbeitung kritischer Thermoplaste wie PMMA und PC verhindert sie das Festfressen der eingeschraubten Düse. Auch diese Lösung wird auf der Messe zu sehen sein.

www.hrsflow.com

Dieser Anbieter stellt auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen in Halle A2 am Stand A2-2217 aus
Halle: A2
Stand: A2-2217

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