Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Illig: Neue Möglichkeiten mit IML-T

Die Dekoration von Bechern beim Thermoformen mithilfe des In-mould-Labelling („IML-T“) ist bis dato ein Alleinstellungsmerkmal für den Thermoformanlagenbauer Illig aus Heilbronn. Die IML-T-Durchdringung der Auslieferungen an Produzenten von Lebensmittelverpackungen nimmt laut Geschäftsführer Dr. Heinrich Sielemann stark zu, wie er kürzlich bei einer Hausmesse erklärte. Geschäftsführer Karl Schäuble verwies auf die Umstellung eines beim Discounter Aldi gelisteten Quarkprodukts, das bei unverändertem Inhalt und gleicher Packungsform dank IML-Dekoration zweistellige Umsatzzuwächse erzielte.

An einer Maschine RDM 70K mit RDML-Einheit zeigte Illig das In-mould-Labeling beim Thermoformen an 6×3 Kavitäten bei maximal 295×280 mm Labelfläche (Foto: K-AKTUELL).

Die Außendekoration von Bechern ist inzwischen auch mit Etiketten möglich, welche Kennzeichnungen in Braille-Blindenschrift tragen oder sich im 3D-Verfahren bedrucken lassen. Neben der klassischen einseitigen Außendekoration von Behältern präsentierte Illig auch Produktmuster mit beidseitig bedruckten Labels („Double-Side-IML“). Gezeigt wurde als Beispiel ein PP-Becher mit einem beidseitig bedruckten Etikett, das dank der Transparenz des PP von beiden Seiten sichtbar ist.

„ Double-Side-IML“: Transparenter PP-Becher mit einem im IML-T-Verfahren aufgebrachten Label zur gleichzeitigen Innen- und Außendekoration (Foto: K-AKTUELL).

Marktreif sind bei Illig bereits die IML-Dekoration von PS-Bechern mit Hochglanz-Etiketten aus PP sowie das sortenreine In-mould-Dekorieren von geschäumten PP-Bechern mit matten „Orange-peel“-Etiketten aus PP. Sozusagen in den Startlöchern hocken die sortenreinen Becher-Etiketten-Kombinationen A-PET/A-PET und PS/PS. Die A-PET-Etiketten sollen hochglänzend sein und im 4. Quartal 2018 starten, die PS-Kombi steht für das 2. Quartal 2019 auf der Agenda.

An einer Maschine RDM 70K, die eine RDML-Einheit für das IML integriert, zeigte Illig die neuerdings mögliche Ausführung von IML-T an 6×3 Kavitäten bei maximal 295×280 mm Labelfläche.

Insgesamt beschleunigt präsentierte sich die RDML-Linie auf der Hausmesse, was mit einer Änderung der Mechatronik begründet wurde. Dank einer von 1.400 auf 1.150 ms reduzierten Übergabezeit für die Labels schafft die Anlage jetzt 17,6 statt 16,4 Takte/Minute und steigert so ihre Produktivität: Der Ausstoß klettert bei gleichbleibender Formzeit um 7 %.

Die Servoachsen der RDML-Linie mit erhöhtem Schmierstoffbedarf werden über eine Zentralschmierung automatisch versorgt, überschüssiger Schmierstoff zentral gesammelt. Alle Schmierstellen sind mit Lebensmittelfett nach NSFH1 behandelbar.

www.illig.de

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