Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Incoe: Schlanke Düse für Anspritzpunkte auf engem Raum

Anspritzen von Lautsprechergittern für Pkw-Türverkleidungen mit der neuen schlanken DF 8-Düse mit Multipower-Heizung. (Abb.: Incoe)

Anspritzen von Lautsprechergittern für Pkw-Türverkleidungen mit der neuen schlanken DF 8-Düse mit Multipower-Heizung. (Abb.: Incoe)

Der Heißkanalhersteller Incoe, Rödermark, hat kürzlich die neue schlanke DF 8-Düse vorgestellt, deren reduzierte Außenabmessungen und vereinfachte Werkzeugfreimachung auf der Entwicklung der platzsparenden und patentierten Multipower-Heizung beruhen.

Das Konzept der Multipower-Heizung wurde bereits sehr erfolgreich bei der größeren Schwester, der DF 12-Düse, angewendet, weshalb das Erfolgskonzept auf die anderen Düsen des Produktprogramms ausgeweitet wurde. Basierend auf einer Monoblock-Bauweise weist die DF8-Düse mit Multipower-Heizung ein gutes Temperaturprofil entlang des Fließweges auf und kann dem Spritzgießer damit angepasste Verarbeitungsbedingungen bieten – mit nur zwei Heizzonen bis zu einer Länge von 420 mm. Das spart nicht nur Heizzonen, sondern auch Kosten, die sonst durch unzureichende Temperaturführung im Betrieb entstehen können.

Dem modularen und anwenderfreundlichen Grundkonzept des Direct-Flo-Heißkanalprogramms folgend ist sie als leicht zu handhabende wechselbare Heizung ausgeführt mit komplett in einem Gehäuse integrierten Heizdrähten, leicht austauschbaren Thermofühlern und einem zentral am Düsenkopf liegenden Kabelabgang. Die Zielmärkte dieser Neuentwicklung liegen überall dort, wo im mittleren Schussgewichtsbereich unter beengten Platzverhältnissen tief im Werkzeug liegende Anspritzpunkte mit Schmelze gespeist werden müssen, wie zum Beispiel beim Anspritzen von Lautsprechergittern für die Automobilindustrie.

Die neue Multipower-Heizung MP16 für die Baureihe DF 8 mit zwei separaten Heizzonen hat im Technikumsversuch ein sehr gutes gleichmäßiges Temperaturprofil über die gesamte Länge gezeigt. Die Heizung hat einen geringeren Außendurchmesser als die bisher verwendete Heizung und benötigt nur eine kreisrunde Freimachung ohne seitliche Nuten für außenliegende Kabel. Die Heizdrähte beider Zonen sind vollständig integriert im Heizungsgrundkörper so dass sich nur am Düsenkopf ein zentraler schlanker Kabelabgang ergibt.

Leicht wechselbare Thermofühler für beide Heizzonen liegen in bewährter Weise in entsprechenden Nuten im Heizungsmantel. Auch wurde hier wieder das Twin-Thermofühlerkonzept angewendet, also eine zusätzliche Nut für jede Heizzone, die die Möglichkeit eröffnen, einen zweiten Notfallthermofühler mit einzuplanen. Incoe betreibt mit der neuen Heizung eine konsequente Modellpflege seines Baukastensystems, denn zusammen mit dem Miniatur Hydraulikzylinder HEM entsteht eine sehr kompakte Nadelverschlusseinheit mit Düsenlängen bis zu 420 mm. Mit geringerem Fertigungsaufwand entsteht jetzt auch bei geringem Raumangebot ein stabiles Werkzeug. Weitere Vorteile sind eine einfache Heizungsmontage über einen Sprengring und ein Zentrierring, der ein sicheres Einfädeln der Düse in die Freimachung des Werkzeugs gewährt.

www.incoe.de

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