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IVV: Relative Luftfeuchte aktiv regulieren

Bei verpackten Produkten, aber auch für den technischen Bereich, ist die Regulierung der relativen Luftfeuchte in der Umgebung eine wichtige Fragestellung. Eine Folie, die genau diese Aufgabe erfüllen kann, wurde von Fraunhofer IVV mit der TU-München erfolgreich im Labormaßstab um die Arbeitsgruppe von Sven Sängerlaub entwickelt. Der gegenwärtige Technologie-Reifegrad beträgt 4-5. Die Technologie soll mit interessierten industriellen und akademischen Partnern weiter entwickelt und zur kommerziellen Anwendung geführt werden.

Die Folien werden aus PP und PLA mit 2 und 4 Masse-% Calciumchlorid-Kristallen hergestellt. Calciumchlorid sorbiert 10-mal mehr Wasserdampf als Trockenmittel. Durch Recken werden Kavitäten in der Folie erzeugt. Dort wird die Calciumchlorid-Lösung gespeichert, die sich durch Absorption von Wasserdampf aus festen Calciumchlorid-Kristallen bildet. Die Folien absorbieren und desorbieren 15 Masse-% Wasserdampf bei 75 % rel. F. Durch höhere Calciumchlorid-Konzentrationen wird die Absorptionskapazität gesteigert. In nächsten Schritten sollen die Materialien mit interessierten Partnern in den Pilotmaßstab überführt werden. Eine Fragestellung hierbei ist die Identifizierung geeigneter Produktionsanlagen, zur Vermeidung der korrosiven Wirkung von Calciumchlorid.

Nähere Informationen zu der Studie im Journal of Applied Polymer Science, Volume 2017

www.ivv.fraunhofer.de