Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Japan Steel Works: Hochleistungs-Doppelschneckenextruder für anspruchsvolle F&E-Arbeiten

Der neue Laborextruder zeichnet sich durch eine besondere Verarbeitungsbandbreite aus. (Foto: JSW)

Der neue Laborextruder zeichnet sich durch eine besondere Verarbeitungsbandbreite aus. (Foto: JSW)

Während der K zeigt The Japan Steel Works, Ltd. (JSW), Tokio, Japan, den Laborextruder TEX 25 α III mit spezieller Seitenbeschickung, dessen Compoundier-Bandbreite bis zu Super-Engineering-Plastics und Gummi-/Elastomer-Compounds reicht. Der Laborextruder mit gleichlaufender Doppelschnecke mit einem Schneckendurchmesser von 26,5 mm ist der kleinste von acht in Europa erhältlichen TEX α III Extrudern.

Der Laborextruder compoundiert nach Unternehmensangabe alle gängigen Kunststoff- bzw. Engineering-Plastics-Rezepturen bis hin zu Super-Engineering-Plastics wie beispielsweise PEEK, PPA, PPS, LCP, PEI und PI, ferner Gummi-/Elastomer-Compounds wie z.B. TVP. Das macht ihn zu einem idealen Aggregat für den Einsatz im Bereich F&E mit häufigem Material- und Prozesswechsel, da die Patronenheizkörper und eine Zylinder-Spannvorrichtung einfache und schnelle Wechsel der Zylinderzonenblöcke ermöglichen. Schneckenlängen von 42 D mit 12 Blöcken, 52,5 mit 15 Blöcken und 70 mit 20 Blöcken sind möglich. In der Maschine sind belüftete oder geschlossene Zylinderzonen eingerichtet. Zudem wird die Seitenbeschickung abrasiver bzw. aggressiver Verstärkungsmaterialien, Hitze- oder scherempfindlicher Mischzusatzstoffe in der Schmelze über eine anschließende Zylinderzone realisiert. Die von JSW selbst hergestellten verschleißfesten LSP-2-modifizierten Schnecken und Zylinder aus Werkzeugstahl in N60-S nickelbasierten Legierungen versprechen eine lange Lebensdauer der Zylinder und Schnecken für unterschiedliche Arten von Verbundwerkstoffen, die abrasive und/oder korrosive Materialien oder Zusatzstoffe enthalten.

Die Vorteile der TEX-Baureihe umfassen ein neu entwickeltes Getriebe in Verbindung mit verstärkten Lagern und Zahnrädern, Schneckenwellen und Zylindern sowie eine individuelle Zylinder-Temperaturregelung. Das Ergebnis ist ein überraschend hohes Drehmoment von bis zu 194 Nm pro Welle in Verbindung mit größeren Verarbeitungsfenstern sowie einem aggressiveren Knet- und Mischvermögen.

Ein TDK (Twist Kneading Disc)-Schneckenelement mit einer für die Energieeffizienz beim Kneten und Mischen entwickelten verdrillten Spitze unterstützt diese „Spitzen-Clearance-Technologie“ dadurch, dass eine Materialförderung bei relativ geringen Temperaturen unter Beibehaltung einer angemessenen Mischeffizienz sichergestellt wird. „Diese Funktionen machen den TEX 25 α III zum leistungsfähigsten kompakten Doppelschneckenextruder seiner Klasse“, sagt Jun Kakizaki, der seit Juli 2016 amtierende General Manager der JSW Europe GmbH.

Der TEX 25 α III ist mit einem Exanet 64-bit Hochgeschwindigkeits-Steuerungs- und Regelungssystem von JSW ausgestattet. Sein 15-Zoll-Farb-LCD-Touchscreen sorgt für einfache Bedienung, gute Prozesskontrolle bzw. Überwachung und speichert tausende Betriebsbedingungen und Prozessparameter. In die Anlage können weitere JSW-Peripheriegeräte integriert werden, beginnend mit den kompakten gravimetrischen Dosiergeräten, Seitenbeschickungen bis zu Strang- und Unterwasser-Granulatoren.

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