Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Kraiburg TPE: Medizinkonforme TPE für Einwegspritzen

Medizinkonforme TPEs dichten Injektionsspritzen des Herstellers ADMD so ab, dass die Spritzen nur ein einziges Mal benutzt werden können. (Foto: Kraiburg TPE)

Medizinkonforme TPEs dichten Injektionsspritzen des Herstellers ADMD so ab, dass die Spritzen nur ein einziges Mal benutzt werden können. (Foto: Kraiburg TPE)

Um die gefährliche Mehrfachverwendung von Spritzen zu verhindern, hat das arabische Unternehmen ADMD (Abu Dhabi Medical Device Company) Spritzen entwickelt, die nur einmal mit Flüssigkeit aufgezogen werden können. Der Schlüssel dieser Technologie liegt in den kleinen TPE-Dichtungen aus dem medizinkonformen Material Thermolast M von der Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, Waldkraiburg.

Durch das Aufziehen der Flüssigkeit wird das Einwegventil in der Spritze aktiviert. Nach dem Einspritzen schließt ein Kunststoff-Pin in einer TPE-Dichtung die Öffnung zur Nadel hin ab und dichtet diese zuverlässig ab. Auf diese Weise blockiert die Nadel und die Spritze kann kein zweites Mal verwendet werden. Dieser so genannte Auto-Disable-Mechanismus (AD) eliminiert effektiv die Ansteckungsgefahr von Patient zu Patient mit Krankheitserregern, die durch Blut übertragen werden wie HIV oder Hepatitis B. Globale Gesundheitsorganisationen wie die WHO, UNICEF, PAHO und UNRWA schätzen die Einwegspritzen von ADMD und setzen sie bei ihren weltweiten Impfprogrammen ein.

ADMD brachte zudem eine selbstblockierende Nadel auf den Markt, welche mit der gleichen Technologie wie die Einwegspritzen ausgestattet sind. Erhältlich ist das System in Einzelteilen oder mit bereits aufgezogener Spritze.

Entspricht höchsten Anforderungen

Die speziell medizinkonforme Produktgruppe Thermolast M verfügt über niedrige Compression Set Werte und besitzt umfassende medizinische Zulassungen (USP Class VI, USP 661, DIN ISO 10993-4 „Haemolysis, indirect in human blood“, DIN ISO 10993-5 „Cytotoxicity“, DIN ISO 10993-10 „Intracutaneous Irritation“, DIN ISO 10993-11 „Acute Systemic Toxicity“). Für die Einweg-Spritze wird ein medizinkonform eingefärbtes TPE-Compound im Spritzgießprozess zur Dichtung verarbeitet. In einem weiteren Schritt wird die Dichtung manuell in die Spritze eingelegt.

„Wir haben uns für Kraiburg TPE als Entwicklungspartner in diesem ambitionierten Projekt entschieden, weil Thermolast M sämtliche relevanten DIN ISO10993-Zertifizierungen besitzt und unser System im Medienkontakt zuverlässig abschließt. In Verbindung mit der umfassenden Betreuung im Rahmen des Medical Service Pakets, welches das Unternehmen anbietet, können wir sicher sein, unsere hohen Qualitätsanforderungen und die Produktsicherheit auch in Zukunft beizubehalten“, sagt Mounir Haddad, General Manager bei ADMD über die Zusammenarbeit, die sich auf zwei Spritzentypen unterschiedlicher Baugröße erstreckt.

Das Medical Service Paket

Für alle seine Thermolast M-Materialien gewährleistet Kraiburg TPE Produktverlässlichkeit und Sicherheit im Rahmen seines Medical Service Pakets: Die Compounds aus dem medizinkonformen Portfolio werden an einer separaten Produktionsanlage hergestellt. Dort kommen nur Rohstoffe zum Einsatz, die den Anforderungen des Medizinmarkts entsprechen und Kontaminationen mit anderen Produkten oder Bestandteilen, wie Rohstoffen tierischen Ursprungs, ausschließen. Zu dieser Qualitätssicherheit garantiert Kraiburg TPE für den Bereich Medizin- und Pharmatechnik eine Rezepturkonstanz und Liefersicherheit von zwei Jahren.

www.kraiburg-tpe.com

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