Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Leonhard Kurz: Kreatives Lichtdesign für Hausgeräte

Wie sich Haushaltsgeräte in Designerstücke verwandeln, zeigt der Spezialist für dekorative und funktionale Oberflächenbeschichtungen, Leonhard Kurz. Die Tendenz, Küchen in den Wohnraum zu integrieren, nimmt weiter zu. Dadurch gewinnt die Optik des Kücheninterieurs an Bedeutung. Auf diesen Trend antwortet Kurz mit Frontdesigns für Haushaltsgeräte, die sowohl bei Tageslicht als auch bei Hinterleuchtung ein Blickfang sind. Aktuelles Beispiel: Designerkühlschränke mit neuartig hinterleuchteten Fronten.

Kühlschrank im Tag-Nacht-Design (Foto: Kurz)

Eines der vorgestellten Geräte weist bei Tageslicht eine geschlossene Designoberfläche auf, bei aktivierter Beleuchtung erscheint ein stimmungsvolles Lichtdesign mit wechselnden und ineinander spielenden Farben. Ein zweites Gerät präsentiert sich in aufregendem Tag-Nacht-Design. Hingucker bei Tageslicht ist ein markantes, abstraktes Element auf hellem Hintergrund; unterstrichen wird der Tiefeneffekt durch die unterschiedliche Mattierung der Oberfläche. Bei Hinterleuchtung kehrt sich das Farbverhältnis um: Das Designelement wird hell erleuchtet, der Hintergrund ist dezent verdunkelt. Die Prägnanz des extravaganten Gestaltungsobjekts wird durch eine verblüffende räumliche Wirkung verstärkt. In Leuchtschrift erscheinen Botschaften, beispielsweise über den Inhalt des Gerätes oder nötige Einkäufe.

Michael Otto Ucke, Head of Visionary Design der österreichischen Kurz-Tochtergesellschaft Burg Design, erläutert das Designkonzept: „Der Kühlschrank hat in der Küche als oft alleinstehendes Objekt historisch eine Sonderstellung. Dabei erscheint er seit Jahrzehnten in klassischem Weiß, Silber oder Schwarz, in jüngerer Zeit auch in unifarbenen Trendtönen. Wir machen ihn mit markanten Farb- und Lichtspielen zum individualisierten Kunstwerk und zum Informationsträger.“

Mit Print-Mold-Technik zu außergewöhnlichen Designeffekten

Solche Oberflächendesigns für Haushaltsgeräte werden von Burg Design im „Print Mold Design“ (PMD) hergestellt. Mit spezieller Siebdrucktechnik werden Folien bedruckt, der Bauteilgeometrie entsprechend verformt, ausgestanzt und hinterspritzt. In dem Verfahren entstehen aufregende Einzelbilddesigns und faszinierende 3D-Effekte, die durch Hinterleuchtung besonders zur Geltung kommen. Bei Geräten mit so genanntem Dead-Front-Effekt kommt die Kurz-Beschichtungstechnologie ins Spiel. Hierfür werden Folien mit verschiedenen Schichtstärken hergestellt, die bei Tageslicht ein blickdichtes Flächendesign generieren und bei Hinterleuchtung eine partielle Transluzenz. Sämtliche Designs können mit der Sensortechnologie der Kurz-Tochter PolyIC kombiniert werden. Dadurch lassen sich Bedienfelder und Displays mit Touch- und Gestensteuerungen ausstatten.

www.kurz.de

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