Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Linde: Schonende und automatische Kaltentgratung

Ein neues Verfahren für die Kaltentgratung, das einen hohen Automatisierungsgrad erlaubt, stellt die Linde AG, München, auf der diesjährigen Hannover Messe vor.

Die neue Lösung zur Kaltentgratung basiert auf einer Kombination von Stickstoff und Trockeneis. Für die Entgratung von Produkten verschiedenster Größen und Formen konnten Anwender bei Linde bisher zwischen zwei bewährten Verfahren wählen: Tiefkalt verflüssigter Stickstoff versprödet die Grate, die sich dann schnell und effizient vom Bauteil trennen lassen. Alternativ kann für viele Produkte das Cryoclean-Verfahren eingesetzt werden. Hierbei erfolgt die Entgratung mittels Trockeneis.

Das kombinierte Verfahren wurde speziell für den Einsatz in Branchen entwickelt, in denen eine hohe Effizienz gefordert ist – beispielsweise in der Automobilzuliefererindustrie. Herkömmlich werden die verspröden Grate bei Gummiformteilen wie großflächigen Dichtungen manuell mit einem Messer abgeschnitten oder mit einer Bürste entfernt. Beide Vorgehensweisen können den Ausschuss erhöhen – sei es durch Fehler in der Handhabung oder Verunreinigungen.

Linde geht daher einen neuen Weg: Das zu behandelnde Formteil wird zunächst mittels Stickstoff vorgekühlt und versprödet. Anschließend werden die Grate mittels Cryoclean entfernt. Die zum Patent angemeldete Technologie ist nicht nur produktschonend – sie eignet sich zudem für einen automatisierten Einsatz. Roboter können die Aufgabe des Entgratens übernehmen.

www.linde.com

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