Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

MHS: Dritte Generation des internen Nadelverschlusses

Die internen Nadelverschluss-Düsen sind in einer Vielzahl von Größen für verschiedene Spritzgießanwendungen erhältlich. (Foto: MHS)

Die internen Nadelverschluss-Düsen sind in einer Vielzahl von Größen für verschiedene Spritzgießanwendungen erhältlich. (Foto: MHS)

Die dritte Generation des bewährten und patentierten Nadelverschluss-Programms mit iVG-Düsen stellt die MHS Heißkanaltechnik GmbH, Würzburg, auf der Fakuma 2017 vor. Seit nunmehr zehn Jahren ist die Lösung auf dem Markt und kann Milliarden von damit gefahrenen Spritzzyklen vorweisen. Wie bei den Vorgängern bleibt das System dichtungs-, kühlungs- und schmiermittelfrei. Verrohrungen, Verschlauchungen oder zusätzliche Antriebseinheiten im Spritzgießwerkzeug entfallen damit. Dadurch bieten die kompakten iVG-Nadelverschlussdüsen eine hohe Verschleißfestigkeit für Dauerlaufwerkzeuge und sie reduzieren die Wartung.

Die neuesten Rheo-Pro iVG (interne Nadelverschluss-Technologie) definieren sich durch ihren langlebigen integrierten Vollmetallkolben. Jedes Teil des Nadelantriebs befindet sich innerhalb des Düsenkörpers. Die Wärmeausdehnung des Verteilers verschiebt die Position damit nicht. Das Eintauchen der Verschlussnadel beim Schließen bleibt absolut konzentrisch. Der Nadelverschluss befindet sich komplett auf der Formseite des Heißkanalverteilerbalkens. Die Verschlussnadel wird aufgrund dieser besonderen Bauart präzise und konzentrisch geführt und schont die Anschnitt-Bohrung gegen vorzeitigen Verschleiß.

Der Anschnitt öffnet und schließt in Millisekunden. Damit wird am Formteil eine hohe Qualität erzielt. Dies ist besonders bei medizinische Formteilen oder Kosmetikteilen und Schraubverschlüssen wichtig. Der Kolben läuft ohne Schmierung wartungsfrei. Damit deckt der iVG-Nadelverschluss alle Prozesstemperaturen bis 450 °C ab. Verschiedene Düsengrößen sind je nach Schussgewicht erhältlich.

Der innovative Aufbau der iVG-Düse ermöglicht es, kompakte Etagenwerkzeuge mit einem Abstand beider Trennebenen von nur 285 mm zu konstruieren. Dies ermöglicht deren Einsatz in Spritzgießmaschinen mit weniger als 2.000 kN Schließkraft. Die intelligente Ausnutzung des Bauraumes durch die iVG-Düse geben dem Werkzeugmacher und dem Spritzgießer neue Möglichkeiten für Hochkavitäten-Werkzeuge.

Die iVG-Düsen können komplett von der Werkzeugtrennebene aus gewartet werden. Jede Komponente wie Düsenheizung, Einschraubspitze, Kolben und Verschlussnadel kann durch einfaches Abziehen der Kavitätenplatte auf der Kernseite leicht und schnell erreicht werden. Das Werkzeug verbleibt dabei auf der Maschine. Die vorbeugende Wartung ist damit wesentlich vereinfacht.

www.mhs-heisskanal.de

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