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Nordson Kreyenborg: Weniger Siebwechsel durch Selbstreinigung

V-Typ-Siebwechsler reinigen sich automatisch und reduzieren dadurch die Zahl der Siebwechsel deutlich. (Foto: Nordson Kreyenborg)

V-Typ-Siebwechsler reinigen sich automatisch und reduzieren dadurch die Zahl der Siebwechsel deutlich. (Foto: Nordson Kreyenborg)

Die in Recyclingkunststoff unweigerlich enthaltenen Verunreinigungen stellen die Schmelzefiltrationsanlagen in Recycling-Linien auf eine harte Probe und können den Betreiber zwingen, viel Zeit und Mühe dafür aufzuwenden, einfach nur die Filtersiebe auszuwechseln. Für ein europäisches, auf Polyethylen-Recycling spezialisiertes Unternehmen bestand die Lösung darin, von herkömmlichen Plattensiebwechslern auf ein automatisch selbstreinigendes System umzusteigen.

Das Recycling-Unternehmen hat diese Systeme in zwei Recycling-Linien installiert, die aus Polyethylen-Abfall Pellets für die Blasfolienproduktion von Müllbeuteln herstellen. Das Unternehmen hat zwei 300-mm-Plattensiebwechsler durch 200 mm große V-Typ-Siebwechsler von Nordson Kreyenborg, Münster, ersetzt. Da sich die V-Typ-Systeme automatisch selbst reinigen, müssen die Siebe nur noch einmal am Tag gewechselt werden – statt alle acht Minuten wie bei der alten Anlage.

Der Schlüssel zur Eliminierung der Notwendigkeit häufiger Siebwechsel ist Nordson Kreyenborgs Powerbackflush-Technologie. Wenn der Druckabfall am Siebwechsler aufgrund von Filtrationsrückständen einen vorgegebenen Wert übersteigt, wird automatisch die Rückspülung gestartet, bei der Verdrängerstößel einen Teil der bereits gefilterten Polymerschmelze komprimieren und in umgekehrter Richtung von der Siebrückseite her durch das Sieb drücken, wobei die Rückstände aufgenommen und aus dem System entfernt werden. Der V-Typ-Siebwechsler entfernt sogar starke Verunreinigungen aus dem Schmelzefiltrationselement unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Extrusionsdurchsatzes, Minimierung von Bedienereingriffen und Vermeidung von Stillstandszeiten.

Beim V-Typ-Siebwechsler von Nordson Kreyenborg wird der Schmelzestrom aus dem Extruder in vier Ströme zur Filtration in zwei Siebkavitätenpaaren aufgeteilt. Danach werden die Ströme ohne wesentliche Änderung des Schmelzeflusses wieder vereinigt. Jedes Siebkavitätenpaar befindet sich in einem Kolben, der die beiden Öffnungen entweder so positioniert, dass sie ihre jeweiligen Schmelzeströme filtern können, oder einen von ihnen aus dem Verfahren herausnimmt, um Verunreinigungsansammlungen durch Rückspülen zu entfernen. Im Normalbetrieb strömt das Polymer durch alle vier Kavitäten. Während eine der Kavitäten gewechselt wird, arbeiten die übrigen drei weiter.

Der Prozess für das Wechseln der Siebe wird eingeleitet, wenn eine vorab festgelegte Anzahl von Rückspülvorgängen erreicht ist. Dieser veranlasst, dass der Siebbolzen nach außen geschoben wird, sodass das Siebpaket entnommen und ein neues Filterelement eingesetzt werden kann. Drei Kavitäten verbleiben im Prozess, während in die vierte ein neues Siebpaket eingesetzt wird.

www.nordson-k.com

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