Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Ökoplast: Kurzschneckenextruder für NPC-Compoundierung

Der Kurzschneckenextruder wird zur Compoundierung von Nature Plastic Compounds erprobt. (Foto: Ökoplast)

Der Kurzschneckenextruder wird zur Compoundierung von Nature Plastic Compounds erprobt. (Foto: Ökoplast)

Immer häufiger werden bei der Ökoplast GmbH, Mittweida, Kunststoffteile aus umweltverträglichen Werkstoffen nachgefragt. Oft scheitert der Einsatz dieser Werkstoffe am Rohstoffpreis. Deshalb sollten Biopolymere im Vergleich zu den Standardkunststoffen neben den Eigenschaften auch preislich wettbewerbsfähig sein. Für die preiswerte Compoundierung der Nature Plastic Compounds NPC, die mit Naturstoffen aus der heimischen Landwirtschaft gefüllt sind, erprobt das Unternehmen in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten ZIM-Kooperationprojekt deshalb einen Kurzschneckenextruder mit einer Schneckenlänge von 2,5 D.

Bei der Lösung des komplexen Entwicklungsvorhabens kooperiert Ökoplast mit der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Mittweida. Die Entwicklung basiert auf der von der CKT Kunststoffverarbeitungstechnik GmbH, Mittweida, entwickelten Scheibenplastifizierung, die zur Verbesserung des Druckaufbaus in der Schmelze und zur Materialeinspeisung mit einer Schneckenzuführung kombiniert wird. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass das Prinzip der modifizierten Scheibenplastifizierung auch für mit Naturstoffen hoch gefüllte Compounds gut funktioniert. Eine gute Schmelzequalität bei geringer thermischer Belastung und kurzen Verweilzeiten der Naturstoffe im Extruder wurde erreicht.

Abgeschlossen wurden 2015 auch die Untersuchungen zur Verträglichkeit von bioabbaubaren Materialien mit Kunststoffen aus den DSD-Sammelsystemen. Dieses Vorhaben wurde von der Interessengemeinschaft Kunststoffrecyclinginitiative Sachsen e. V. koordiniert und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt DBU unterstützt.

Mit der Produktion der Compounds und der Kunststoffteile aus NPC wird bei Ökoplast ein neuer Geschäftsbereich aufgebaut. In Zukunft können auch Anfragen zu Kunststoffteilen aus umweltverträglicheren Werkstoffen zu wettbewerbsfähigen Konditionen angeboten werden.

Die sächsischen Firmen CKT und Ökoplast feiern in diesem Jahr 25 bzw. 20 Jahre erfolgreiche Firmenentwicklung. Während CKT schwerpunktmäßig Kunststofftechnik entwickelt, steht bei Ökoplast die Produktion von Kunststoffteilen im Vordergrund. Ein Schwerpunkt der Produktion ist die Fertigung von Gehäusen für Medizintechnik, Sensortechnik, Kommunikations- und Elektrotechnik. In kundenspezifischen Projekten erfolgt die Formteilentwicklung und Fertigung, z. B. die Entwicklung von Werkstückträgern für Wasch- und Transportanlagen.

www.oekoplast.de

Auf der Fakuma 2015:

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