Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Plasmatreat: Atmosphärendruckplasma erobert neue Einsatzbereiche

Potenzialfreies Openair-Plasma zur schadlosen Vorbehandlung kunststoffummantelter elektronischer Baugruppen. (Foto: Plasmatreat)

Potenzialfreies Openair-Plasma zur schadlosen Vorbehandlung kunststoffummantelter elektronischer Baugruppen. (Foto: Plasmatreat)

Atmosphärendruckplasma gilt als ein effizientes und umweltfreundliches Verfahren, um Kunst- und Verbundstoffe vorzubehandeln. Aus der Vielfalt seiner Openair-Plasma Anwendungsmöglichkeiten hat die Plasmatreat GmbH, Steinhagen, für die Fakuma drei immer bedeutender werdende Bereiche ausgewählt: die Plasmabehandlung von Elektronik, carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und EPDM-Profilen.

Potentialfreie Vorbehandlung elektronischer Bauteile

Jedes Vorbehandlungsverfahren, das elektrisches Potenzial führt, erzeugt auf Leiterplatten Kurzschlüsse verbunden mit der Zerstörung von Layout und Bauteilen.
Nicht so bei der Openair-Plasmatechnologie: Gemeinsam mit seinem Standgast, dem Klebstoffhersteller Henkel, wird Plasmatreat in einer Live-Vorführung die problemlose Herstellung von plasmabehandelten USB-Sticks demonstrieren: vom Elektronikrohling über dessen Plasmareinigung bis hin zum Niederdruck-Verguss mit einem Hochleistungs-Schmelzklebstoff und anschließendem Funktionstest. Die speziell für derartige Elektronikanwendungen entwickelten Rotationsdüsen arbeiten nachweislich mit praktisch Null-Volt-Spannungseintrag zum Bauteil. Doch das Plasma kann noch mehr: Damit sich das USB-Bauteil leichter aus seiner Spritzgießform lösen lässt, wird das Werkzeug zuvor mit PT-Release, einer von Plasmatreat entwickelten Plasma-Nanotrennschicht, beschichtet.

Mit Plasma und CFK ins Rennen

Openair-Plasma unterstützte den Klebprozess der CFK-Karosserie des neuen Solar-Rennwagens Punch One. (Foto: Rob Stevens / KU Leuven)

Openair-Plasma unterstützte den Klebprozess der CFK-Karosserie des neuen Solar-Rennwagens Punch One. (Foto: Rob Stevens / KU Leuven)

AD-Plasma beim strukturellen Kleben im Faserverbund-Leichtbau: Wenn am 18. Oktober in Australien die World Solar Challenge, die härteste Solarwagen-Rallye der Welt, startet, wird auch Punch One mit von der Partie sein, ein Solar-Car, dessen gesamte CFK-Karosserie mit Openair-Plasma vor dem Verkleben vorbehandelt wurde. Standbesucher können den Plasma-Klebprozess im Detail auf einem Monitor nachverfolgen.

EPDM-Technik für über 1.000 Profilgeometrien

Auch für Interessenten aus der Dichtungsindustrie steht eine Attraktion bereit: der EPDM-Demonstrator ist Maschine und Videogerät zugleich. Er zeigt die Entwicklung der von Plasmatreat seit Jahren immer weiter entwickelten Systeme: von den früher manuell einstellbaren bis hin zu heutigen EPDM-Plasmaanlagen, in denen bis zu zwölf Düsen vollautomatisch über 1.000 unterschiedliche Profilgeometrien vorbehandeln können.

www.plasmatreat.de

Auf der Fakuma 2015:

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