Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

PTS: Schäumbare TPEs für Hart-Weich-Verbindungen

Die schäumbaren TPEs der Reihe Uniflex-S eignen sich durch ihre Haftung auf gängigen Trägermaterialien für 2K-Interior-Teile. (Abb.: PTS)

Die schäumbaren TPEs der Reihe Uniflex-S eignen sich durch ihre Haftung auf gängigen Trägermaterialien für 2K-Interior-Teile. (Abb.: PTS)

Mit Uniflex-S stellt PTS Plastic-Technologie-Service, Adelshofen, auf der Fakuma eine neue TPE-Serie vor, die sich mit verschiedenen Verfahren schäumen lässt und auf zahlreichen gängigen Trägermaterialen haftet.

Werkstoffe für Fahrzeug-Interior-Bauteile müssen einem stets wachsenden Anforderungsprofil an Optik, Haptik, Kratzfestigkeit und Gewicht gerecht werden. Dabei steht den steigenden Ansprüchen ein extremer Kostendruck der OEM gegenüber. Deshalb sind hochwertige Werkstoffe gefragt, die in kostengünstigen Fertigungsverfahren verarbeitet werden können.

Derzeit werden Baugruppen meist in einem mehrstufigen Verfahren – spritzgegossene Träger, Haut, Schaum oder Schaumfolie – als Verbundbauteil gefertigt. Da dies sehr kostenintensiv ist, wurden in den letzten Jahren diverse einstufige Spritzgießlösungen für kleinere Bauteile bzw. Bauteile für Kleinserien entwickelt. Nachteilig sind hierbei die Einschränkungen bei der Materialauswahl und den Gebrauchseigenschaften des TPE-Materials. Daraus ergibt sich der Bedarf ab preiswerten und auf existierenden Trägerwerkstoffen haftenden TPE-Werkstoffen.

PTS ist es nun gelungen, thermoplastische Elastomer-Blends zu entwickeln, die sich für Hart-Weich-Verbindungen oder über einen angepassten Schaumspritzgieß-Prozess mit Mucell oder durch Verwendung chemischer Treibmittel für geschäumte Hart-Weich-Verbindungen eignen. Durch die Herstellung eines geschäumten 2K-Bauteiles im Schaumspritzgieß-Verfahren können die Kosten und das Formteilgewicht gegenüber der herkömmlichen Lösung – getrennte Herstellung von Haut, Schaum, Träger und nachträgliche Montage – deutlich reduziert werden.

Die neue Werkstoffgruppe Uniflex-S erlaubt ein Maßschneidern der Softtouch-Oberfläche bezüglich haptischer Anmutung, Kratzfestigkeit und UV-Beständigkeit in Kombination mit Haftung auf PP, PC/ABS, PA/ASA und PA. Die Werkstoffe sind in unterschiedlichen Shore-A-Einstellungen und in den gängigen Interior-Farben erhältlich und erfüllen die Anforderungen der deutschen Automobilindustrie für Interior-Bauteile.

Die Werkstoffkombination aus Uniflex-S und einem PP/GF-Träger kann werkstofflich recycelt und zu 100 % wieder für Anwendungen im Automobil eingesetzt werden.

Mögliche Anwendungen wie A/B/C-Säulenabdeckungen, Türbrüstungen, Griffe, Mittelkonsolen, etc. werden mit den OEMs bzw. deren TIER 1 diskutiert und erste Bauteile sind bereits in der Entwicklungsphase.

www.pts-marketing.de

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