Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Rowa: Farbreferenzen im Kunststoffbereich

Die Farbauswahl erfolgt in der Regel auf Basis von entsprechenden Farbvorlagen. (Abb.: Rowa)

Die Farbauswahl erfolgt in der Regel auf Basis von entsprechenden Farbvorlagen. (Abb.: Rowa)

Die Farbe ist bei vielen Bauteilen ein wichtiges Qualitätskriterium. Das menschliche Auge kann bis zu zehn Millionen Farbtöne unterscheiden. Daher muss die Farbabstimmung von benachbarten verbauten Teilen (z. B. im Fahrzeuginnenraum) oder auch bei Produkten mit Wiedererkennungswert bestmöglich sein. Die Farbauswahl erfolgt in der Regel auf Basis von entsprechenden Farbvorlagen. Sehr häufig wird dabei auch auf Systeme wie RAL, Pantone oder NCS zurückgegriffen.

Das Color Competence Center (CCC) der Rowa Group, Pinneberg, hat diese und weitere Farbsysteme vorliegen. Die Coloristen benötigen nur noch die Auflage (Jahr der Herstellung, die Oberflächenangabe) des entsprechenden Farbsystems und schon kann die Nachstellung beginnen. Mit Hilfe der modernen Datenkommunikation können Kunden mittlerweile auch ohne visuelle Vorlage eine maßgeschneiderte Farbeinstellung mit elektronischen Farbzielen vom CCC erhalten.

Der Vorteil der elektronischen Datenübertragung liegt auf der Hand: Es ist nun möglich, viel schneller mit einer gewünschten Farbeinstellung zu beginnen und ein maßgeschneidertes Farbkonzentrat oder Compound zur Verfügung zu stellen.

Die qualifizierten Coloristen der Rowa Group stehen Kunden gerne zur Verfügung und erläutern in einem Vorgespräch die Einzelheiten der modernen Farbkommunikation.

So gibt es einige Punkte zu beachten. Die Daten sollten dabei nicht nur die L*a*b*-Werte enthalten sondern auch das Spektrum, anhand dessen mit der Rezeptiersoftware das Rezept berechnet wird. Grundsätzlich muss hierbei beachtet werden, dass neben den Spezifikationen der Rohstoffe auch die unterschiedlichen Trägermaterialien sowie fertigungsspezifischen Parameter beachtet werden. So muss die metameriefreie Errechnung der Rezeptur auch Trägerstoffe wie die unterschiedlichen Kunststoffe oder Werte wie Schichtdicke, verschiedene Prozessparameter und weitere Einflüsse wie Temperatur, Narbung, Reibechtheiten oder dem spezifischen Pigmentverhalten berücksichtigen.

Beim Gesamteindruck des Erscheinungsbildes von Erzeugnissen sind neben der Farbe weitere Kriterien wie zum Beispiel auch der Glanz relevant. Außerdem benötigen die Coloristen des CCC die Angaben des verwendeten Spektralphotometers (Farbmessgerät) sowie die Messbedingungen. All diese Informationen sind heute in Standardsoftware-Paketen für Transferdateien vorhanden.

Wenn diese vorliegen, ist eine weitere wesentliche Voraussetzung, dass beide Seiten das gleiche Messgerät vom gleichen Hersteller nutzen. Beim CCC sind folgende Messgeräte vorhanden: Konica Minolta CM3600A (d/8°), CM700d (d/8°) Handgerät, CM2500c CT (45/0°).

www.rowa-masterbatch.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.