Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Schweitzer: Schutz für Hochtemperatur-Temperierkreisläufe

Ablagerungen aus dem Schmutzfänger eines Temperiergeräts, vermutlich Rost aus den Werkzeugen (Foto: Schweizer-Chemie).

Hochtemperatur-Anwendungen in der Kunststoffverarbeitung wurden in der Vergangenheit überwiegend mit Öl-Temperiergeräten bedient. Heute kommen verstärkt Wassergeräte bis 230 °C zum Einsatz, die als Hochdruckgeräte ausgelegt sind und erhöhte Ansprüche an das Temperiermedium stellen. Verschiedene Inhaltsstoffe des Wassers können bei hohen Temperaturen Korrosionsvorgänge beschleunigen, besonders die Chloride rufen vor allem bei Edelstahl eine selektive Korrosion hervor. Viele Hersteller von Temperiergeräten empfehlen daher den Einsatz von salzarmem Wasser.

Salzarmes oder salzfreies Wasser ist destilliertes Wasser zum Beispiel in Baumärkten erhältlich. In der Industrie wird eine solche Wasserqualität oft über Vollentsalzungspatronen oder Umkehrosmose hergestellt. Diese salzarmen Wasser minimieren die Korrosionsgefahr für Chrom-Nickel-Stahl (V4A, 1.4401 o.ä.), führen aber für Werkzeugstahl bei nicht ausreichender Zugabe von Inhibitoren (Qualität und Menge) in Kombination mit Sauerstoff zu sehr schnell ablaufenden Korrosionen, welche die Kühlkanäle stark angreifen.

Die Schweitzer-Chemie hat daher in den letzten Jahren neue Behandlungsprodukte (z.B.ST-DOS K-374 und K-378) entwickelt, die den sehr hohen Anforderungen wie 230 °C gerecht werden und einsatzspezifisch auszuwählen sind.

Heizstab aus einem Temperiergerät, verkalk und gebrochen durch falsche Wasserqualität und zu hartes Wasser bei hoher Temperatur (Foto: Schweizer-Chemie).

Viele Betriebe setzen Hochtemperaturgeräte nur vereinzelt ein. Die meisten Geräte werden weiterhin mit Temperaturen unter 140 °C betrieben. Hier ist die Umstellung der gesamten Kühlung auf eine salzfreie Fahrweise oft zu aufwändig. Für diese Fälle hat die Schweitzer-Chemie fertige Mischungen (z.B. ST-DOS KK-372) entwickelt. Der Betreiber muss kein salzfreies Wasser herstellen oder beschaffen und eine passende Dosierpumpe bereitstellen. Bei Wassermangel wird die fertige Mischung nachgefüllt.

Einige Hersteller von Temperiergeräten haben für solche Zwecke Insellösungen im Programm, wenn nur einige Geräte eine spezielle Wasserqualität oder Wasserbehandlung benötigen. Die Wasserbehandlung von Kühlkreisläufen und Temperiersystemen sowie der richtige Schutz für Werkzeuge ist oft sehr komplex. Die Schweitzer-Chemie rät daher dazu, bei der Betreuung solcher Systeme einen Wasserfachmann einzuschalten.

www.schweitzer-chemie.de

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