Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

SKZ: Qualitätsgipfel Kunststoff geht in die zweite Runde

Ende 2016 hat die Kunststoffbranche mit dem „Qualitätsgipfel Kunststoff“ eine neue, bis dato einmalige Austauschplattform zum Thema Qualität in der Kunststoffindustrie erhalten. Rund 150 Teilnehmer und 15 Aussteller waren zur Premiere des Qualitätsgipfels Kunststoff nach Würzburg gekommen. Aufgrund der positiven Teilnehmerresonanz findet der zweite Qualitätsgipfel Kunststoff vom 29. bis 30. November 2017 auf der Festung Marienberg in Würzburg statt.

Die Teilnehmer des ersten Qualitätsgipfels Kunststoff haben vor allem die Themen „Industrie 4.0“ und „datenbasierte Methoden“ als Fokus-Themen für die Neuauflage der Veranstaltung ausgewählt und als Kernherausforderungen des 21. Jahrhunderts benannt. Schlagwörter, die zwar einerseits in aller Munde sind, jedoch so uneinheitlich verwendet werden, dass Zweifel aufkämen, ob jeder das Gleiche darunter versteht, so das SKZ: Wer glaube, er sei schon seit Jahren bei Industrie 4.0 angekommen, nur weil die eigenen Maschinen mit Sensoren ausgerüstet sind und fleißig Daten archivieren, der unterliege einem „gewaltigen Irrglauben“.

Solche singulären Einheiten und die daraus resultierende unendliche – defacto nicht verwertbare – Datenflut helfen nicht, stellt der Dienstleister der Kunststoff verarbeitenden Industrie fest. Die eigentliche Revolution liege im nächsten Schritt, bei dem die vorhandenen Daten zur Selbstoptimierung von Prozessen und damit zur Maximierung ihrer Qualität genutzt werden, bei dem die verschiedenen Systeme von unterschiedlichen Standorten und Firmen aus der Wertschöpfungskette miteinander kommunizieren und individuelle Produkte mit Mitteln der Massenproduktion und dem Qualitätsstandard der Massenproduktion hergestellt werden. Dieser Schritt werde „morgen gelebt, aber heute gedacht“ und auf dem Qualitätsgipfel Kunststoff 2017 intensiv diskutiert.

Wenn am 29. und 30. November 2017 der 2. Qualitätsgipfel Kunststoff startet, dreht sich alles um das Thema „Qualität im 21. Jahrhundert“. Verändert sich die Produktion in Richtung Industrie 4.0, gebe es reichlich Gesprächsbedarf in Richtung „Qualität 4.0“, so das SKZ. Das betreffe sowohl den großen Bereich der Qualitätssicherung als ebenso die Prozesse des Qualitätsmanagements. Namhafte Vertreter der Branche werden dazu im November Best-Practice-Beispiele vorstellen und über praktische Erfahrungen rund um Digitalisierung und „BigData“ sowie über „Potenziale und Grenzen virtueller Fertigungslinien“ sprechen. Neben dem notwendigen Blick in die Zukunft widmet sich der Qualitätsgipfel zusätzlich auch aktuellen Themen wie „Erfolgreiche Integration: MES und CAQ“ oder „Automotive Testing – Prüfungen nach Automobilstandards“.

Der Qualitätsgipfel Kunststoff feierte Ende 2016 Premiere in Würzburg (Foto: SKZ)

Die beim Qualitätsgipfel Kunststoff 2017 angesprochene Bandbreite der Themen ist weit – mit Absicht, wie SKZ-Institutsdirektor Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian erläutert: „Die kontinuierliche Steigerung von Effizienz und Effektivität unter Beibehaltung und Verbesserung der heutigen Qualitätsstandards bleibt als ständige Herausforderung langfristig bestehen. Lösen können wir diese Herausforderung nur, wenn wir unsere Kompetenzen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Mitteleuropa bündeln. Wir müssen kooperieren, also gemeinsam an gleichen Zielen arbeiten, sei es in Projekten, in Netzwerken oder in der Politik.“ Die Branche müsse breit miteinander diskutieren, dann werde sie die laufende Revolution gestalten und nicht von ihr weggespült. „Dieser Gedanke war der Leitgedanke, am SKZ den Qualitätsgipfel Kunststoff ins Leben zu rufen, gemeinsam mit einem großen Fachkomitee mit namhaften Vertretern aus der Kunststoffbranche“, so Professor Bastian.

www.qualitaetsgipfel-kunststoff.de

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