Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Solvay: Bioverträgliches Polyethersulfon für Medizintechnik

Das PESU Veradel HC A-301 ist ein transparentes und leichtfließendes amorphes Polymer für anspruchsvolle medizintechnische Anwendungen. (Abb.: Solvay Specialty Polymers)

Das PESU Veradel HC A-301 ist ein transparentes und leichtfließendes amorphes Polymer für anspruchsvolle medizintechnische Anwendungen. (Abb.: Solvay Specialty Polymers)

Solvay Specialty Polymers, Alpharetta (USA), hat mit dem Polyethersulfon (PESU) Veradel HC A-301 einen auf medizintechnische Anwendungen ausgerichteten Polymertyp auf den Markt gebracht, der auch bei hohen Temperaturen transparent und steif bleibt sowie Verarbeitungsvorteile gegenüber anderen transparenten Hochtemperaturpolymeren bietet.

Das Material wurde nach Bioverträglichkeitsstandards der ISO 10993 auf Zytotoxizität, Irritation und akute systemische Toxizität geprüft. Es ist das erste mit einem Master Access File (MAF) bei der US-Arznei- und -Lebensmittelbehörde (FDA) registrierte PESU-Polymer. Bei Solvay wird erwartet, dass der Werkstoff auch die Prüfung auf seine Übereinstimmung mit Klasse VI des US-Arzneibuchs (USP Class VI) besteht, was die Option für den Einsatz in Anwendungen zur Verarbeitung von Biopharmaka bedeutete. Die dokumentierten Konformitätsdaten können die Konstruktion und das regulatorische Antragsverfahren für Erstausrüster in der Medizintechnik erleichtern und somit die Markteinführung neuer Produkte beschleunigen.

Veradel HC A-301 ergänzt das Portfolio transparenter sulfonbasierter Polymere von Solvay, zu denen auch das PPSU Radel und das PSU Udel zählen. Beide haben sich in anspruchsvollen Healthcare-Anwendungen bewährt. Das neue PESU-Material bietet eine Wärmebeständigkeit auf dem Niveau von PPSU. Seine hohe Fließfähigkeit prädestiniert es vor allem zum Spritzgießen dünnwandiger Form- und Bauteile mit komplexer Geometrie. Seine Steifigkeit ist laut Hersteller die höchste aller medizintechnischer Sulfonpolymere.

Mit ähnlichen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit, Transparenz, Dimensionsstabilität, natürlicher Flammbeständigkeit sowie Dampfsterilisierbarkeit und Verträglichkeit mit chemischen Sterilisaten stellt das PESU eine Alternative zu Polyetherimiden (PEI) dar. Seine geringere Eigenfärbung und höhere Fließfähigkeit können sich bei manchen Anwendungen als vorteilhaft erweisen.

Zu den Zielanwendungen von Veradel HC A-301 zählen Gehäuse und strukturelle Innenbauteile für medizinische Diagnosegeräte, Überwachungs- und Filtrationsvorrichtungen sowie Teile wie Sichtfenster und Schnellkupplungen in der Verarbeitung von Biopharmaka. Das Material ist zur Bemusterung für medizintechnische Anwendungen weltweit verfügbar.

www.solvayspecialtypolymers.com

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