Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Victrex: Polymer Solutions hoch drei

Das Design des K-Stands von Victrex Polymer Solutions ist erfrischend auf die Spitze getrieben. Dem Unternehmenslogo entlehnte Dreiecke dominieren optisch und bilden den Rahmen für die drei Eckthemen: „Metallersatz – Langlebigkeit – Leichtbau“. Damit spricht der Anbieter von Victrex PEEK-basierten Lösungen die zentralen Themen vieler Industrien und Konstrukteure direkt an.

Die Werkstoffe von Victrex gehören zu den weltweit leistungsstärksten Thermoplasten. Victrex PEEK-basierte Lösungen tragen dazu bei, dass aus den hohen Anforderungen der Kunden an einzusetzende Materialien Mehrwert generiert wird. „From Challenge to Benefit“ lautet daher auch das übergeordnete Motto des Unternehmens auf der K 2013, unter dem die drei aktuellen Themen präsentiert werden.

„It‘s Time to Scrap Metals“

Mindestens drei gute Gründe sprechen laut Stephen Dougherty dafür, Metalle durch Victrex-Polymere zu ersetzen: Effizienzsteigerung, Designfreiheit und Kostensenkung. „Durch geringeres Gewicht und einfachere Verarbeitung im Vergleich zu Metallen können wir mit unseren Hochleistungsthermoplasten Verarbeitern und OEMs entscheidende Vorteile bieten“, erklärt der Strategic Marketing Director während der Branchenmesse in Düsseldorf. Als ein Beispiel nennt er Zahnradanwendungen. „Bei einem Masseausgleichssystem für Automobilmotoren konnte eine Effizienzsteigerung von neun Prozent erzielt werden, nur weil ein Zahnrad aus Victrex PEEK 68 % leichter war, sich funktionsoptimiert konstruieren ließ und so letztlich das Trägheitsmoment um fast 80 % reduziert werden konnte. Außerdem haben wir so eine Geräuschreduzierung von drei Dezibel gegenüber Zahnrädern aus Grauguss erzielt. Dies entspricht einer Geräuschhalbierung für das menschliche Ohr.“

Im Flugzeugbau sind bei jeder neu entwickelten Komponente neben Treibstoffeffizienz vor allem die Zeitersparnis bei der Montage und Wartung entscheidend. „Eine um 30 Prozent schnellere Installation elektrischer Leitungen durch designoptimierte Clips aus Victrex PEEK anstelle der bislang üblichen Befestigungsklemmen aus Aluminium stellt schon ein gewichtiges Verkaufsargument dar“, so Dougherty.

„The Road to No Wear“

Die Wunschtrilogie vieler Hersteller an ihre Bauteile und Systemlösungen lautet: lange Lebensdauer, geringer Verschleiß, wenig Wartungsbedarf. Die Wahl des richtigen Materials hat hieran einen sehr großen Anteil. Dabei macht es für die Experten von Victrex nahezu keinen Unterschied, ob es um kleine Füllbuchsen bei der Produktion von Fruchtgummi geht oder um Anwendungen in der Offshore-Ölförderung. „Zuverlässigkeit und Sicherheit sind in beiden Industrien immens wichtig. Natürlich hat die Lebensmittelindustrie andere Standards als die Energiebranche. Deshalb bieten wir auf Grundlage unseres inzwischen 35-jährigen PEEK-Know-hows die nötige individuelle Unterstützung bei der Anwendungsentwicklung – vom Design bis zum fertigen Produkt“, erläutert Rainer Müller, Commercial Manager Europe von Victrex. Dies trage dazu bei, dass sich Kunden einen Vorsprung vor ihren Wettbewerbern sichern. So ist beispielsweise die Lebenserwartung der PEEK-Lösung für die Lebensmittelproduktion 200 Prozent höher als die der zuvor eingesetzten Bronzebuchsen. „Da der Wechsel der Füllbuchsen recht aufwendig ist und die Abfüllmaschine fast einen Tag steht, spart das viel Zeit und Geld“, so Müller.

„Lift-off with Less“

Im Flugzeugbau zählt darüber hinaus jedes einzelne Gramm Gewicht. Denn wer mit einer leichteren und effizienteren Komponentenlösung dienen kann, hat die Chance, mit seinem Produkt letztlich auf der Zuliefererliste zu stehen. „Aus gutem Grund, schließlich entfallen etwa 40 Prozent der Betriebskosten einer Fluggesellschaft auf den Treibstoff. Dessen Verbrauch steigt und fällt, wie wir alle wissen, mit dem Gewicht“, so Harald Hedderich, Aerospace Strategic Marketing Manager von Victrex Polymer Solutions. OEMs wie Zulieferer haben bereits viele Anwendungen mit Victrex PEEK spezifiziert, um auch in Zukunft durch entsprechende Performance mit ihren Lösungen zur Kosten- und Emissionsreduktion beizutragen. „Das gilt analog für den Fahrzeugbau“ ergänzt Jürgen Reinert, Global Automotive Strategy Manager. „Die gesetzlichen Vorgaben werden immer enger. Energieeffizienz wie auch Zuverlässigkeit und Sicherheit müssen steigen und gleichzeitig der Fahrkomfort verbessert werden.“ Als Beispiele führt er Lagerkäfige, Anlaufscheiben und Dichtringe an, die wie viele andere Anwendungsbeispiele dem K-Motto „From Challenge to Benefit“ bereits Rechnung tragen.

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