Vor Ort

Arburg diskutiert das Design hochwertiger Investitionsgüter

Juliane Hehl verantwortet als geschäftsführende Gesellschafterin u. a. den Marketingbereich bei Arburg: „Für die Entwicklung des neuen großen Allrounder 1120 H haben wir neben den Technikexperten aus unserem Haus von Anfang an auch Designexperten mit ins Boot geholt.“ (Foto: K-AKTUELL)

„Mit dem Allrounder 1120 H haben Arburg und Design Tech einen Volltreffer gelandet. Dass die Maschine weltweit hervorragend ankommt, hat sich sowohl bei der Premiere auf der K 2016, der Weltleitmesse der Kunststoffbranche, als auch bei den Arburg Technologie-Tagen im März 2017 gezeigt“, erklärte Juliane Hehl, die als geschäftsführende Gesellschafterin u. a. den Marketingbereich bei Arburg verantwortet, anlässlich der Veranstaltung „Design Talk“ des Ammerbucher Design-Büros Design Tech. Die neue hybride 6.500-kN-Großmaschine ist erfolgreich bei Pilotkunden im Einsatz und kann ab der Fakuma 2017 von Kunden weltweit bestellt werden. Mit dem hybriden Allrounder 920 H mit 5.000 kN Schließkraft erfolgt jetzt zur Fakuma der nächste Schritt in Richtung des zukunftsweisenden neuen Arburg-Designs und neuer Gestica-Steuerung.

Im April 2017 hatte bei Arburg der „Design Talk“ des Ammerbucher Design-Büros Design Tech stattgefunden. Im Mittelpunkt des exklusiven Events stand die Frage, wie viel Design hochwertige Investitionsgüter brauchen. Vor hochrangigen Gästen aus der baden-württembergischen Wirtschaft diskutierten Juliane Hehl, geschäftsführende Arburg-Gesellschafterin, und Heinz Gaub, Arburg-Geschäftsführer Technik, mit Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer von Design Tech. Der „Design Talk“ im exklusiven Ambiente der Kundencenter-Lounge wurde von dem bekannten Fernsehmoderator Markus Brock moderiert und bot vielschichtige Einblicke in die Bedeutung von Maschinendesign und die Entscheidungs- und Entwicklungsphase der neuen Arburg-Spritzgießmaschine.

„Dreifacher Wow-Effekt“

Design-Tech-Geschäftsführer Jürgen R. Schmid erklärte sichtbar stolz: „Unser Ziel war es, einen dreifachen ‚Wow-Effekt‘ zu erzielen. Aus 20 Metern Distanz erregt das Maschinendesign des Allrounders 1120 H Aufmerksamkeit, aus einem Meter unterstreicht es die Qualität der Maschine und das dritte ‚Wow‘ wird sich beim Einsatz der Spritzgießmaschine ergeben, die erstklassige, innovative Technik und Ergonomie für den Bediener verbindet.“

Maschinendesign bei Arburg seit Jahrzehnten wichtig

Bei dem von Fernsehmoderator Markus Brock (r.) moderierten „Design Talk“ boten Juliane Hehl, geschäftsführende Arburg-Gesellschafterin, Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer von Design Tech, und Heinz Gaub, Arburg-Geschäftsführer Technik, spannende Einblicke in die Entwicklung der neuen Maschine Allrounder 1120 H. (Foto: Arburg)

Bei dem von Fernsehmoderator Markus Brock (r.) moderierten „Design Talk“ boten Juliane Hehl, geschäftsführende Arburg-Gesellschafterin, Jürgen R. Schmid, Geschäftsführer von Design Tech, und Heinz Gaub, Arburg-Geschäftsführer Technik, spannende Einblicke in die Entwicklung der neuen Maschine Allrounder 1120 H. (Foto: Arburg)

Juliane Hehl betonte grundlegend den hohen Stellenwert, den Design bei Arburg bereits seit Jahrzehnten hat: „Unserem Motto ‚Hässlichkeit verkauft sich schlecht‘ entsprechend wurde bereits in den 1950er Jahren für die erste Serienmaschine von Arburg so lange an einem Holzmodell gefeilt, bis man ein ‚Design‘ hatte, das die hochwertige Technik adäquat unterstrich.“ Ein weiterer Meilenstein sei die Farbumstellung der Maschinen von Hammerschlaggrün zu der Mintgrün-Rapsgelb-Kombination gewesen, die sie 1995 initiiert habe und für die Arburg heute weltweit bekannt sei.

„Der nächste entscheidende Schritt war nach etwas über 20 Jahren jetzt, für die Entwicklung des neuen großen Allrounder 1120 H neben den Technikexperten aus unserem Haus von Anfang an auch Designexperten mit ins Boot zu holen“, erläuterte Juliane Hehl, „denn uns Gesellschaftern war von Anfang an klar, dass dieses ‚Flaggschiff‘ unseres Unternehmens auch visionäres Design bekommen muss.“

Arburg zeigte Mut in Sachen Design

Arburgs neuer hybrider Allrounder 1120 H mit 6.500 kN Schließkraft, neuem Design und neuer Gestica-Steuerung kann ab der Fakuma 2017 bestellt werden. (Foto: Arburg)

Arburgs neuer hybrider Allrounder 1120 H mit 6.500 kN Schließkraft, neuem Design und neuer Gestica-Steuerung kann ab der Fakuma 2017 bestellt werden. (Foto: Arburg)

Die Frage von Markus Brock nach der Rolle des Produktdesigns im Maschinenbau beantwortete Jürgen R. Schmid eindeutig: „Von 100 Unternehmen beschäftigen sich zehn mit dem Thema und davon nur einer in der Liga von Arburg.“ In dem Zusammenhang betonte er, dass der Maschinenbau naturgemäß ingenieurgetrieben sei, aber dennoch die gesamte Klaviatur der Optionen und Differenzierungsfaktoren gespielt und daher das Design nicht außen vor gelassen werden dürfe. Wie das eben in der Zusammenarbeit mit Arburg von Anfang an der Fall gewesen sei.

„In den vielen Gesprächen haben wir zahlreiche Informationen gesammelt, um nicht nur die Technik, sondern auch die Marke Arburg zu verstehen, die das Design transportieren sollte. Eine große Herausforderung war dabei die Ergonomie und die Funktionalität der High-End-Maschine mit einzubeziehen. Wir haben uns langsam herangetastet und Arburg einiges zugemutet“, so der Designer. „Und ich finde es sensationell, dass sich Arburg für unseren gewagtesten und visionärsten Vorschlag entschieden hat.“ Zumal das Design nicht nur für diese große Maschinen vorgesehen sei, sondern sukzessive für das gesamte Maschinenportfolio umgesetzt werde.

Große Herausforderung für Ingenieure und Designer

Darauf ging Technikgeschäftsführer Heinz Gaub weiter ein: „Bei der Entwicklung mussten wir auch immer die technische Leistungsfähigkeit der Maschine und die Machbarkeit für die Produktion im Auge behalten. Das war eine große Herausforderung, die wir erfolgreich gemeistert haben und auf die unsere Ingenieure und wir sehr stolz sind.“ Und Gaub betonte schmunzelnd, dass auch Ingenieure gutes, funktionales Design sehr stolz mache, was Juliane Hehl anhand der Reaktionen der Entwicklerteams anlässlich der Präsentation auf der K 2016, der Weltleitmesse der Kunststoffbranche, bestätigen konnte. Zudem berichtete Juliane Hehl über das durchweg positive Feedback der Kunden, der Fachpresse und auch des Wettbewerbs.

Design der Zukunft

Dieser Meinung schlossen sich auch die Teilnehmer des „Design Talks“ einstimmig an, die den Allrounder 1120 H mit Gestica-Steuerung im Rahmen des Unternehmensrundgangs besichtigten. „Die Maschine besticht nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch das von Design Tech entwickelte, zukunftsorientierte Design von Maschine und Steuerung“, sagte Heinz Gaub, der die technischen Innovationen des Allrounders erläuterte. Seine Leistungsfähigkeit stellte der Allrounder 1120 H bei dem Event mit der vollautomatischen Produktion des begehrten Arburg-Trittschemels unter Beweis, der ebenfalls in Zusammenarbeit mit Design Tech entstanden ist.

Erstmals mit Design Tech hat Arburg beim Design des Freeformer für die additive Fertigung von Kunststoffteilen zusammengearbeitet. Diese Maschine hat 2013 Premiere gefeiert und wurde ein Jahr später mit dem „Red Dot Award 2014“ ausgezeichnet.

www.arburg.com