Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Windmöller & Hölscher: Mehr Flexibilität für Blasfolienherstellung

Durch den verstellbaren Wasserkalibrator Aquacage wird die Blasfolienanlage Aquarex flexibler. (Foto: Windmöller & Hölscher)

Durch den verstellbaren Wasserkalibrator Aquacage wird die Blasfolienanlage Aquarex flexibler. (Foto: Windmöller & Hölscher)

Die Windmöller & Hölscher KG, Lengerich, hat kürzlich auf ihrer Hausmesse Packaging 4.0 den verstellbaren Wasserkalibrator Aquacage für die modulare Blasfolienanlage mit Wasserkühlung der Folienblase Aquarex vorgestellt.

Die Flexibilität der Anlage hinsichtlich der Folienbreite war bisher durch den Einsatz von Festkalibratoren eingeschränkt. Bei einer Änderung der Folienbreite musste der Kalibrator getauscht werden. Mit der Entwicklung des verstellbaren Wasserkalibrators, ist es gelungen, diese Einschränkung zu beseitigen, die Flexibilität der Aquarex zu erhöhen und damit auch die Anwendungsvielfalt der Anlage zu steigern. Auf der Hausmesse wurde die Aquarex mit der Herstellung einer asymmetrischen Hochbarrierefolie für Thermoformanwendungen gezeigt.

Die Aquarex zeichnet sich durch eine besondere Anlagenkonfiguration aus, denn sie stellt sozusagen die Blasfolienextrusion auf den Kopf. Die Anlage produziert von oben nach unten und verwendet Wasser anstelle von Luft als Kühlmedium. „Der Zweck dieser Anlagenkonfiguration liegt in der extrem schnellen Abkühlung der Schmelze“, erläutert Lennart Ederleh, Leiter der Kundenberatung für Extrusionsanlagen. „Hierdurch bleibt der Kristallisationsgrad gering und die Folie erhält eine nahezu amorphe Molekularstruktur, was sich wiederum äußerst positiv auf die Folieneigenschaften auswirkt.“

Durch den Prozess der Wasserkühlung weisen die Folien eine sehr gute Transparenz und einen hohen Glanz auf. Durch die amorphen Bereiche ergibt sich eine gute Schweißbarkeit und Durchstoßfestigkeit. Zudem zeichnet sich die Folie durch eine gute Thermoformbarkeit im Vergleich zu Blas- und Gießfolie aus.

Der neue verstellbare Wasserkalibrator Aquacage, dessen Entwicklung gerade abgeschlossen wurde, erlaubt die automatische Verstellung des Durchmessers der Blase ähnlich wie bei der konventionellen Blasfolienextrusion. Daher ist ab sofort kein Wechsel von Festkalibratoren mehr erforderlich, was in einer erhöhten Flexibilität der Anlage resultiert. Ein verstellbarer Kalibrator passt vom Durchmesserbereich zu einer Blaskopfgröße.

„Wir sind sehr froh, dieses innovative Modul jetzt vorstellen zu können“, unterstreicht Lennart Ederleh und beschreibt die nächsten Schritte: „Unmittelbar nach der Hausmesse wird der neue Kalibrator an einen ersten Kunden gehen.“

wuh-group.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.