Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Wittmann: Klappdeckel und schwenkbare Maschinentrichter

Die Schwenkvorrichtung für den Maschinentrichter von Wittmann ist nachrüstbar. (Foto: Wittmann)

Die Schwenkvorrichtung für den Maschinentrichter von Wittmann ist nachrüstbar. (Foto: Wittmann)

Ein weiterentwickeltes Dosiergerät der Gravimax-Baureihe stellt die Wittmann Kunststoffgeräte GmbH, Wien (Österreich), auf der Fakuma 2017 vor. Im Verlauf der letzten Jahre konnte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge große Erfolge mit den Materialbehältern der Geräte verbuchen. Diese sind aufgrund ihres ausgereiften Designs auf sehr einfache Weise zu entfernen. Die neu eingeführte Bezeichnung SL, „Stationary Lid“, steht für einen auf dem Dosiergerät fest aufgebauten Deckel, auf welchem gegebenenfalls die Fördergeräte montiert sind, die bei der Entnahme der Materialbehälter nun nicht mehr Fördergeräte demontiert werden müssen.

Speziell bei Geräten für kleinere Durchsätze bis 80 kg/h und im Falle häufiger Materialwechsel habe diese Neuerung innerhalb kurzer Zeit hohe Popularität erreicht, so Wittmann. Alternative teurere Möglichkeiten – wie beispielsweise das Anheben des Deckels durch pneumatisch betätigte Zylinder – wurden durch die neue Konstruktion bereits abgelöst. Bei größeren Geräten für höhere Materialdurchsätze ist der Einsatz dieser Lösung allerdings nicht praktikabel – aufgrund des höheren Volumens und des somit wesentlich höheren Gewichts (wenn befüllt) der hier zum Einsatz kommenden Behälter. Dafür bietet das Unternehmen nun einen neuen Klappdeckel an.

Die aus Edelstahl gefertigten klappbaren Deckel lassen sich mittels eines speziell entworfenen drehbaren Griffs betätigen. Er dient auch dazu, das Gerät wieder dicht zu verschließen, wofür nun keine zusätzlichen Schraub- oder Spannverbindungen benötigt werden. Zwei am Deckel angebrachte Führungsschienen unterstützen den Bediener beim Öffnen, und eine an den Schienen montierte Arretierung verhindert ein ungewolltes Zufallen. Bei Bedarf können schon vorhandene Dosiergeräte der aktuellen Gravimax-Baureihe mit diesen Klappdeckeln nachgerüstet werden.

Zudem präsentiert Wittmann einen schwenkbaren Aufsatz für Maschinentrichter, der das Reinigen komfortabel gestaltet. Im Zuge der für einen Materialwechsel anfallenden Routine ist es meist erforderlich, den Maschinentrichter auf der Einspritzeinheit der Verarbeitungsmaschine und das darauf montierte Fördergerät sorgfältig zu reinigen. Dieses muss für gewöhnlich demontiert werden, um einen ungehinderten Zugang zu erlangen. Eine aufwändige Angelegenheit, die mit einigem Zeitaufwand verbunden ist.

Bei den Zentralfördergeräten von Wittmann ist der Vakuumanschluss nicht mit zu öffnenden Teilen – wie etwa dem Deckel des Geräts – verbunden, was die Reinigung ermöglicht, ohne dass Versorgungsverbindungen getrennt werden müssen. Materialleitung, Druckluft- und Vakuumversorgung müssen also nicht abgehängt werden. Durch Einsatz des neuen schwenkbaren Trichters kann nun die Unterseite eines Feedmax-Fördergeräts ebenfalls problemlos gereinigt werden. Außerdem ist bei geöffnetem Fördergerät der Trichter uneingeschränkt zugänglich. Die Notwendigkeit, Komponenten zu demontieren, entfällt.

Unterstützt wird der Reinigungsvorgang auch durch die besondere Glätte der Innenseite des Trichters, die die Ablagerung von Granulatkörnern, die übersehen werden könnten, verhindert. Diese könnten zu einer Verunreinigung des Folgematerials führen. Verschiedene Maschinentrichter von Wittmann sind mit der Schwenkvorrichtung nachrüstbar. Mit einem Spannring wird ein Adapter auf den bestehenden Trichter montiert. Das Fördergerät wird mit dem schwenkbaren Teil verschraubt und kann über einen Drehpunkt dann ausgeschwenkt werden. Eine Dichtung ist nicht notwendig.

www.wittmann-group.com

Dieser Anbieter stellt auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen in Halle B1 am Stand B1-1204 aus
Halle: B1
Stand: B1-1204

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