Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Wittmann: Mehr Sicherheit im Temperierprozess

Das direkt gekühlte Einkreis-Temperiergerät Tempro basic C120 ist optional auch mit Touchscreen erhältlich (rechts die Large-Version des Geräts). (Foto: Wittmann)

Das direkt gekühlte Einkreis-Temperiergerät Tempro basic C120 ist optional auch mit Touchscreen erhältlich (rechts die Large-Version des Geräts). (Foto: Wittmann)

Das Temperiergerät Tempro basic C120 von Wittmann, Wien, punktet mit einer druckabhängigen Temperatur-Sollwertbegrenzung.

Das Gerät, speziell für die Temperierung von größeren Werkzeugen entwickelt, verfügt über Radialradpumpen, die hohe Volumenströme für verschiedene Druckbereiche bereitstellen. Es bietet umfangreiche Ausstattungsmöglichkeiten für viele Anwendungsfälle und ist mit unterschiedlichen Heiz- und Pumpenleistungen erhältlich – in der Large-Version sind bis zu 46 kW Heiz- und 3,5 kW Pumpenleistung sowie eine Durchflussmenge von bis zu 280 l/min möglich.

Direkt gekühlte Wittmann-Temperiergeräte können bis zu einer Temperatur von 120 °C betrieben werden und kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Kühlleistungen erforderlich sind. Um hohe Kühlleistungen erzielen zu können, wird das Kühlwasser nicht, wie ansonsten gebräuchlich, indirekt über eine Kühlwendel geleitet, sondern der Wasserzufluss ist direkt an den Wärmetauscher angeschlossen. Somit ist die maximale Betriebstemperatur des Geräts in direkter Weise vom Wasserzulaufdruck abhängig.

Die Dampfdruckkurve veranschaulicht den Zusammenhang von Wasserzulaufdruck und maximaler Betriebstemperatur. (Abb.: Wittmann)

Die Dampfdruckkurve veranschaulicht den Zusammenhang von Wasserzulaufdruck und maximaler Betriebstemperatur. (Abb.: Wittmann)

Bisher war es bei auf 120 °C ausgelegten direkt gekühlten Temperiergeräten der Fall, dass der Mindestzulaufdruck – 2 bar auf der hier abgebildeten Dampfdruckkurve – und die höchste zulässige Temperatur von 120 °C aneinandergekoppelt waren, was mit sich brachte, dass entsprechende Geräte bei niedrigerem Wasserzulaufdruck nicht in Betrieb genommen werden konnten. In einem solchen Fall musste die Druckeinstellung über das Display des Geräts manuell an die gerade herrschenden Betriebsbedingungen angepasst werden.

Mittels der neuen im Tempro basic C120 eingesetzten Software wird der Systemdruck (Wasserzulaufdruck) permanent gemessen, der Temperatur-Sollwert wird auf Basis des vorhandenen Zulaufdrucks ermittelt, und anschließend wird automatisch eine entsprechende Temperatur-Sollwertbegrenzung durchgeführt. Dieser Sollwert kann dann nicht mehr überschritten werden. Beim Versuch des Bedieners, den errechneten maximalen Temperatur-Sollwert nach oben hin zu verstellen, blinkt die LED-Sollwertanzeige und gibt eine entsprechende Meldung aus. Dies als Hinweis darauf, dass eine Temperatur-Sollwerterhöhung aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, da zu wenig Wasserzulaufdruck vorhanden ist. Nach unten hin ist ein Minimaldruck von 1 bar fix eingestellt und verhindert so Kavitation im Pumpengehäuse.

www.wittmann-group.com

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