Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Wittmann: Mobile Mühle für empfindliche Materialien

Die transportable Mühle kann einfach von Maschine zu Maschine verschoben werden. (Foto: Wittmann)

Die transportable Mühle kann einfach von Maschine zu Maschine verschoben werden. (Foto: Wittmann)

Die Wittmann-Gruppe, Wien (Österreich), hat jetzt mit G-Max 23 das dritte Modell konventioneller Schneidmühlen dieser Baureihe auf den Markt gebracht. Dieses aktuellste Modell vervollständigt die G-Max-Mühlenserie, die nun die Modelle G-Max 12, 23 und 33 umfasst.

Die G-Max 23 ist das aktuellste Modell in einer Serie flexibler Kompaktmühlen mit Riemenantrieb. Sie verkörpert eine konventionelle Beistellmühle zur Vermahlung weicher bis mittelharter technischer Kunststoffe. Das Modell eignet sich insbesondere für das Inline-Recycling von Angüssen, wenn diese aus Maschinen mit Schließkräften von bis zu 2.400 kN stammen. Die Mühle ist transportabel und somit vielseitig einsetzbar – sie kann einfach von Maschine zu Maschine verschoben werden. Sie arbeitet energiesparend und verfügt über eine Dämpfereinrichtung für die Mahlkammer, was einen lärmarmen Betrieb ermöglicht. Der IE2-Antriebsmotor sorgt eine hohe Energieeffizienz. Der Materialdurchsatz, abhängig von der Art des Materials, kann bis zu 80 kg/h erreichen.

Flexibles Konzept

Wie schon mit den anderen Modellen dieser Serie präsentiert Wittmann mit der G-Max 23 ein neues Konzept: eine Fernsteuerung, die die stationäre elektrische Bedieneinheit ersetzt, die typischerweise bei Mühlen zum Einsatz kommt. Diese Neuentwicklung ermöglicht eine neue Art und Weise, wie eine Kunststoffmühle eingesetzt werden kann und bietet Standardfunktionen, die bei herkömmlicher Bauweise nicht verfügbar waren. Die Steuerung verfügt über einen Stundenzähler mit Ziffernanzeige, der dabei hilft, den passenden Zeitpunkt für die Wartung festzulegen. Eine Schnittstelle erlaubt die Kommunikation mit der Spritzgießmaschine. Optional ist eine spezielle Abschaltfunktion erhältlich: So schaltet sich die G-Max 23 automatisch ab, wenn auch die Verarbeitungsmaschine gestoppt wird, und trägt so zur Energieeinsparung bei. Die Halterung für die Steuerung kann auf der Mühle zwei unterschiedliche Positionen einnehmen, was dem Bediener die Überwachung wesentlich erleichtert. Das Verbindungskabel der Steuerung zur Mühle weist eine Länge von drei Metern auf, was es ermöglicht, die Mühle von außerhalb einer Schutzeinhausung zu steuern. Die ist Teil der Standardausstattung der G-Max 23.

Für wärmeempfindliche Materialien geeignet

Der Hybridrotor erlaubt einen uneingeschränkten Luftstrom in der geräumigen Mahlkammer. (Foto: Wittmann)

Der Hybridrotor erlaubt einen uneingeschränkten Luftstrom in der geräumigen Mahlkammer. (Foto: Wittmann)

Die G-Max 23 verfügt über einen Hybridrotor (offen und versetzt) mit 3 × 2 Messern mit offenen Räumen zwischen den rotierenden Klingen und der Achse, was einen uneingeschränkten Luftstrom in der geräumigen, 310 × 235 mm großen Mahlkammer gestattet, der eine kühlende Wirkung auf warme Materialien ausübt. Damit eignet sich die Mühle für die Vermahlung wärmeempfindlicher Materialien oder von Teilen, welche noch die durch den Spritzgießprozess entstandene Wärme in sich tragen. Zur Vermahlung noch wesentlich heißerer Materialien kann die Mühle mit einem speziellen Kühlwasser-Kreislauf nachgerüstet werden. Darüber hinaus tragen die abgeschrägten Messer bei dickwandigen oder klobigen Teilen zur Verbesserung des Mahlvorgangs bei, indem sie aus verschiedenen Winkeln in die Teile „beißen“. Die rotierenden Messer können auf komfortable Weise geschärft werden, und sie sind einfach individuell justierbar, was zu angepassten Schneidspalten führt, und in weiterer Folge zu geringer Staubentwicklung und insgesamt hoher Qualität des Mahlguts.

Mahlgutbehälter mit großem Fassungsvermögen

Mit 13 Litern besitzt der Mahlgutbehälter ein großes Fassungsvermögen. (Foto: Wittmann)

Mit 13 Litern besitzt der Mahlgutbehälter ein großes Fassungsvermögen. (Foto: Wittmann)

Der Mahlgutbehälter der Mühle besteht aus rostfreiem Stahl. Er fasst 13 Liter, und verringert so die Notwendigkeit, Lagerfläche für Mahlgut neben der Maschine zu schaffen. Unterhalb der Mahlkammer ist ein Füllstandssensor angebracht, der gegebenenfalls sowohl visuellen als auch akustischen Alarm auslöst, also das Überfüllen des Behälters und einen Rückstau des Mahlguts in der Mahlkammer verhindert. Diese Position des Sensors bringt einige zusätzliche Vorteile mit sich: direkte Verdrahtung zum Schaltschrank, der Kopf des Sensors ist nicht von Material umgeben, und das Fassungsvermögen des Behälters kann zur Gänze genutzt werden. Für den am Behälter angebrachten drehbaren Materialauslass besteht die Möglichkeit der Luftstromregulierung, und der abgeschrägte Auslass ermöglicht ein einfaches Entleeren.

www.wittmann-group.com

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