Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

BASF: PBT verbessert PVC-Fensterprofile

Moderne Dämmung ist ein Schlüssel für funktionierenden Klimaschutz. Das gilt auch für Fensterprofile bei Neubauten und Renovierungen. Die BASF, Ludwigshafen, hat ein zur Co-Extrusion mit PVC einsetzbares PBT entwickelt, das jetzt mit einem verbesserten Eigenschaftsprofil angeboten wird. Mit Ultradur B4040 G11 HMG HP grün 75074 lassen sich PVC-Fensterprofile im Co-Extrusionsverfahren mechanisch aussteifen. Im Vergleich zu einer Aussteifung mit Stahl wird das Profil leichter und kann bei einem verbesserten Dämmwert ohne Einbußen an Stabilität effizienter produziert werden. Potenziell sind damit schlankere Fensterprofil-Geometrien realisierbar.

Verbesserte Materialeigenschaften – höhere Effizienz

Eine mögliche Anwendung von Ultradur (grün) in einem PVC-Fensterprofil, verarbeitet in Co-Extrusion. (Abb.: BASF)

Eine mögliche Anwendung von Ultradur (grün) in einem PVC-Fensterprofil, verarbeitet in Co-Extrusion. (Abb.: BASF)

Das BASF-PBT Ultradur kommt in zahlreichen Industrieanwendungen für hochwertige und hochbelastbare technische Bauteile zum Einsatz. Die spezielle Entwicklung aus einem Ultradur-Blend verstärkt mit 55 % Glasfasern bietet zahlreiche Vorteile für Profilhersteller und Fensterbauer.

Zudem konnte die Schmelztemperatur abgesenkt werden, was den Co-Extrusionsprozess mit Polymeren wie PVC zusätzlich vereinfacht, denn der Schmelzpunkt ist sehr nahe an der Verarbeitungstemperatur von PVC. „Unsere neue, verbesserte Ultradur-Type bietet Profilherstellern und Fensterbauern klare Vorteile in der Produktion. Mit unserem Produkt und dem Herstellungsverfahren ermöglichen wir unseren Kunden eine problemlose Integration in bestehende Produktionslinien“, so Dr. Kay Brockmüller, Project Manager Construction bei BASF.

Verlässlicher Partner für den Fensterbau

Co-extrudiertes, versteifendes Profil aus Ultradur (grün) und PVC für hoch wärmedämmende Fenster, wie es profine auf der Messe Fensterbau Frontale präsentieren wird. (Abb.: BASF)

Co-extrudiertes, versteifendes Profil aus Ultradur (grün) und PVC für hoch wärmedämmende Fenster, wie es profine auf der Messe Fensterbau Frontale präsentieren wird. (Abb.: BASF)

Die bestehenden Kerneigenschaften weist auch das neu entwickelte Material auf. Ultradur besitzt eine hohe Steifigkeit und bindet mit PVC. Es kann bei geeigneter Positionierung eine herkömmliche Stahlversteifung im Profil ersetzen. Das co-extrudierte Profil ist schweißbar und auf dem existierenden Maschinenpark mechanisch weiter zu bearbeiten. Für Fensterbauer reduziert sich dadurch der Fertigungsaufwand, denn es entfallen alle Tätigkeiten rund um den Stahl. Zudem wird die Montage der Fensterelemente einfacher, da das mit Ultradur verstärkte Profil deutlich leichter ist. Ein weiterer Pluspunkt für den Endkunden – neben der verbesserten Dämmleistung: das Profil weist im eingebauten Zustand eine hohe Formstabilität auf und zeigt nahezu kein Nachschrumpfen nach dem Einbau.

Die profine-Gruppe, Systemgeber für Fenster- und Türsysteme, wird zur internationalen Fachmesse „Fensterbau Frontale“ Mitte März in in Nürnberg ein passivhaustaugliches Profil (proStratoTec) in dieser Technologie vorstellen, welches auch für farbige Profile und Fensterelemente tauglich ist.

Recycling und Neueinsatz

Für Fensterprofile aus PVC gibt es in vielen Ländern feste Recyclingquoten. Hybridprofile aus PVC und dem neuen Ultradur von BASF lassen sich auf branchenüblichen Recyclinganlagen trennen und zurückgewinnen. Die profine-Gruppe optimiert derzeit ihre Recycling-Anlagen, so dass beide Materialien separiert und aufkonzentriert werden und in neuen Profilen verarbeitet werden können. Hier sollen zukünftig eigene Produktionsabfälle und Verschnitt von kooperierenden Fensterbauunternehmen wiederaufbereitet werden.

www.plastics.basf.com

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